RALLYE

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Loeb, Loeb, Loeb…

Citroen-Pilot Sebastien Loeb ist auch in England der dominierende Mann, Petter Solberg (Subaru) kommt gerade noch mit, Stohl ist 11.

Manfred Wolf

Der Franzose Sebastien Loeb ist auf dem besten Weg zu seinem zweiten WM-Titel. Eigentlich würde ihm schon eine solide Punkteplatzierung reichen, erst recht, nachdem „Hauptkonkurrent“ Marcus Grönholm schon auf SP 2 mit Bremsproblemen viel Zeit verloren hat. Doch der Citroen-Pilot gibt kräftigst Gas und erzielte auch auf den SPs drei und vier zwei weitere Bestzeiten. Die folgenden Prüfungen konnte wieder Marcus Grönholm für sich entscheiden, wirklich nützen tut dem Finnen das nicht mehr – zu groß ist sein Rückstand in der Gesamtwertung auf die ersten drei Plätze. Nur Petter Solberg kann dort noch halbwegs an Loeb dranbleiben, 19,9 Sekunden beträt sein Rückstand nach der ersten Etappe. Auf der zweiten SP büßte der Subaru-Pilot übrigens mehrere Sekunden bei einem Dreher ein, was auch nicht unbedingt hilfreich im Kampf gegen den regierenden Weltmeister war.

Bemerkenswert unterwegs sind einmal mehr die Mitsubishi-Piloten, vor allem Harri Rovanperä fährt bei rutschigen, äußerst schwierigen Bedingungen eine starke Rallye. Nach einer Bestzeit in SP 2 fuhr er fast immer unter die Top-Drei, dementsprechend auch seine Platzierung im Gesamtklassement: 41.5 Sekunden Rückstand und Rang drei nach der ersten Etappe. Hinter ihm liegt bereits Marcus Grönholm, was ziemlich bezeichnend für das große Pech des finnischen Peugeot 307 WRC-Piloten ist. Hätte ihn das Technik-Pech verschont, wäre er mitten im Kampf um die Spitze verwickelt.

Eine eher unauffällige aber solide Rallye fährt Francois Duval. Der Belgier bewegte seinen Citroen auf Gesamtrang fünf, noch vor dem australischen Schotterspezialisten Chris Atkinson. Der Junge im Dienste von Subaru macht seine Sache gut und ist Sechster. Henning Solberg ist überraschenderweise bester Ford-Privatier, die Werksfahrer beklagten sich über mangelnden Grip und verloren eine Spur mehr Zeit als der Bruder des Subaru-Stars. Auf Rang acht Markko Märtin, auch er war im zweiten Peugeot 307 WRC wieder einmal äußerst unauffällig unterwegs. Dann der erste Ford-Werkspilot, Toni Gardemeister hält Rang neun knapp vor Gigi Galli, der vor allem am Ende des Tages immer besser in Schuss kam und mit guten Zeiten aufhorchen ließ – der Italiener komplettiert damit auch die Top-Ten in der Gesamtwertung. Ganz knapp außerhalb, genauer gesagt 13,1 Sekunden außerhalb der zehn besten Piloten liegt der Wiener Manfred Stohl. Der Pilot des semi-privaten Citroen Xsara WRC erlebte einen schwierigen Tag, darf mit knappen zwei Minuten Rückstand nach der ersten Etappe aber ganz zufrieden sein – vor allem ist der Zeitrückstand auf die Punkteränge sehr gering.

Direkt hinter Stohl klassierte sich der Tscheche Roman Kresta im zweiten Werks-Ford und auf Platz 13 schließlich der große Comeback-Star der Rallye-WM-Szene, Colin McRae mit seinem altbewährtem Co Nicky Grist im Skoda. Der Schotte hat sich sein WM-Debüt wahrscheinlich auch einfacher vorgestellt, angesichts der schwierigen Umstände und dem nicht besonders starken Fabia WRC aber eine gute Leistung, den erfahrenen Teamleader Armin Schwarz konnte er jedenfalls um Lichtjahre übertreffen.

Zwischenstand nach Etappe 1:

1 LOEB/ELENA, CITROEN 1:18:12.0 Min.
2 SOLBERG/MILLS, SUBARU + 00:09.9 Sek.
3 ROVANPERÄ/PIETILAINEN, MITSUBISHI + 00:31.5
4 GRÖNHOLM/RAUTIAINEN, PEUGEOT 307, + 01:11.1 Min.
5 DUVAL/SMEETS, CITROEN + 01:12.4
6 ATKINSON/McNEAL, SUBARU + 01:21.3
7 SOLBERG/MILLS, SUBARU + 01:21.9
8 MÄRTIN/PARK, PEUGEOT 307 + 01:26.7
9 GARDEMEISTER/HONKANEN, FORD + 01:27.1
10 GALLI/DAMORE, MITSUBISHI MOTORS + 01:34.2
11 STOHL/MINOR, CITROEN + 01:47.3
12 KRESTA/MOZNY, FORD + 01:54.7
13 McRAE/GRIST, SKODA + 02:02.6

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