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Grönholm konnte nicht mehr kontern

Sébastien Loeb auch in der 4. SP mit Bestzeit, Marcus Grönholm liegt 19,9 Sekunden zurück auf Rang 2. Privatier Alexandre Bengue wieder auf Rang 3! Manfred Stohl 9., Andreas Aigner 15.

Michael Noir Trawniczek

Am Morgen konnte Weltmeister Sébastien Loeb dort ansetzen, wo er im Vorjahr mit 12 SP-Bestzeiten die Rallye Korsika beendet hat, mit einer weiteren Bestmarke - doch anstatt einer 14. SP-Bestzeit in Folge musste sich Loeb in SP 2 hinter Marcus Grönholm auf Platz 2 einreihen, der Ford-Werkspilot und WM-Zweite konnte den Loeb'schen Vorsprung auf rund fünf Sekunden verkürzen. Am Nachmittag jedoch konnte Loeb sowohl in der dritten als auch in der vierten Wertungsprüfung abermals die schnellste Zeit in den Asphalt hämmern. Für den Finnen blieb jeweils Platz 2.

In der Gesamtwertung liegt Marcus Grönholm nach dem ersten Tag der Rallye Korsika mit einem Rückstand von 19,9 Sekunden immer noch auf Schlagdistanz hinter dem WM-Leader Sébastien Loeb, dessen Tabellen-Vormarsch Grönholm unbedingt mit einem Sieg verhindern möchte.

Bengue wieder Dritter!

Um den dritten Platz wird ebenfalls hart gekämpft. Nachdem Privatier Alexandre Bengue (Peugeot 307 WRC) in der dritten Sonderprüfung seinen potentiellen Podestplatz an den zweiten Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen verloren hatte, gab der Franzose in der letzten Wertungsprüfung noch einmal kräftig Gas und fuhr die drittschnellste Zeit, während Hirvonen, der wie am Morgen auch in der vierten Wertungsprüfung seinen Motor abwürgte, nur die fünftschnellste Zeit fuhr. So konnte Bengue den dritten Gesamtrang zurückerobern, der Franzose liegt jedoch nur 7,8 Sekunden vor Hirvonen.

Spanien-Heroe Dani Sordo, der am Vormittag mit mechanischen Problemen an seinem Kunden-Xsara zu kämpfen hatte, konnte sich mit guten Leistungen am Nachmittag auf den fünften Gesamtrang vorarbeiten, hinter ihm liegt Xavier Pons im zweiten Kronos-Xsara auf Gesamtrang 6. Dahinter liegen Jari-Matti Latvala (Ford) und Nicolas Vouilloz (Peugeot) auf den Plätzen 7 und 8 der Gesamtwertung.

Wieder Probleme bei Subaru

Einmal mehr erlebte Petter Solberg einen problematischen Tag - der Subaru-Werkspilot findet sich nach dem ersten Tag der Rallye Korsika nur auf dem 14. Gesamtrang wieder, bester Subaru-Pilot ist Stephane Sarrazin auf dem 10. Gesamtrang.

Und auch Chris Atkinson im 2005er-Subaru hatte große Probleme, nachdem er bei einem Ausritt seinen Auspuff beschädigt hatte - die Auspuffgase strömten in das Wageninnere, weshalb Atkinson während der SP stoppte, um den Wagen zu inspizieren. Zzwar fuhr man dann doch weiter, verlor jedoch mächtig viel Zeit. Zu allem Überdruss wurde bei dem Crash auch das Getriebe beschädigt. In der Gesamtwertung belegt Atkinson Rang 29.

Stohl nur auf Rang 9

Auch bei OMV-Manfred Stohl und seiner Co-Pilotin Ilka Minor lief es heute nicht unbedingt wunschgemäß. Stohl klagte seit dem Morgen über fehlenden Grip - auch in der vierten Wertungsprüfung konnte er nur Rang 14 belegen, nachdem er zuvor in SP 3 immerhin die achtschnellste Zeit markieren konnte.

Stohl liegt in der Gesamtwertung nach der ersten Etappe auf dem neunten Rang - auf den Achten, Nicolas Vouilloz, fehlen dem Österreicher 5,9 Sekunden - ein Punkterang ist also immer noch möglich. Weshalb Stohl auch zuversichtlich eine "volle Attacke" ankündigt.

Die beiden Red Bull Skoda-Piloten Andreas Aigner und Neuzugang Harri Rovanperä liegen direkt hintereinander auf den Rängen 15 und 16. Rovanperä muss sich erst an die Bedingungen gewöhnen, möchte morgen, an seinem 40. Geburtstag, vorrücken.

Morgen Samstag wird um 9.53 Uhr die 34,17 Kilometer lange fünfte Sonderprüfung gestartet - man darf gespannt sein, ob Marcus Grönholm noch einmal kontern kann und ob Privatier Alexandre Bengue seinen dritten Gesamtrang gegen Mikko Hirvonen verteidigen wird können.

Die besten Fotos von der Rallye de France auf Korsika finden Sie in der Navigation rechts.

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