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Shakedown: Überschlag von Neuville

Während sich Jari-Matti Latvala beim Shakedown die Bestzeit sicherte, flog Thierry Neuville mit seinem Hyundai in den Weinbergen ab.

Update #1: Neuville kann starten

Schrecksekunde für Thierry Neuville (Hyundai) beim Shakedown zur Deutschland-Rallye. Bei der Generalprobe für den am Freitag beginnenden neunten Lauf der Rallye-WM 2014 überschlug sich der Belgier mit seinem i20 WRC. Bei der dritten Durchfahrt des nur 4,55 Kilometer langen Abschnitts in Konz kam der 26jährige mit seinem Auto von der Strecke ab und rollte etwa 30 Meter einen Weinberg hinab.

Neuville und Beifahrer Nicolas Gilsoul blieben unverletzt, den Hyundai-Mechanikern steht zwecks Reparatur allerdings eine Nachtschicht bevor. Im Web verbreitete Fanfotos zeigten ein stark beschädigtes Auto. Mittlerweile hat das Team via twitter aber Entwarnung gegeben: Der i20 WRC sei bereits von FIA-Kommissaren begutachtet worden – diese hätten bestätigt, dass der Überrollkäfig nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch der Wagen selbst sei laut Hyundai in der zur Verfügung stehenden Zeit reparabel und werde am Freitag pünktlich am Start stehen.

Von Neuvilles Überschlag abgesehen verlief die Generalprobe zur Deutschland-Rallye ohne größere Zwischenfälle. Um die Fahrer möglichst gut auf die Herausforderungen der kommenden drei Tage vorzubereiten, enthielt die Shakedownstrecke typische Elemente der Sonderprüfungen der kommenden Tage. Neben einer engen Straße in den Weinbergen gehörten dazu auch schnellere Abschnitte.

Die Führung wechselte mehrmals zwischen den drei VW-Piloten Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen sowie Citroën-Fahrer Kris Meeke hin und her. Schlussendlich sicherte sich Latvala, der mit dem Rückenwind des Sieges bei seiner Heimrallye in Finnland nach Deutschland gereist war, die Bestzeit.

Im vierten Durchgang absolvierte er den Kurs in einer Zeit von 2:20,8. Damit war Latvala 0,5 Sekunden schneller als WM-Spitzenreiter Ogier. Mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden belegte Mikkelsen im dritten Polo R WRC den dritten Rang.

Meeke musste sich letztlich mit 1,7 Sekunden Rückstand und Rang vier zufrieden geben, war damit aber erster Verfolger der Volkswagen, die nach der Enttäuschung des Vorjahres in diesem Jahr unbedingt bei ihrer Heimrallye gewinnen wollen.

Dani Sordo (Hyundai) präsentierte sich zum Auftakt seiner Rückkehr in die WRC in guter Form. Mit einem Rückstand von 2,2 Sekunden belegte der Vorjahressieger Rang fünf. Sordo war zuletzt Anfang Mai in Argentinien für Hyundai gefahren. Die Ford-Piloten ließen es im Shakedown langsam angehen. Mikko Hirvonen fuhr mit einem Rückstand von 2,9 Sekunden auf Position sechs, Robert Kubica war 0,2 Sekunden langsamer und wurde Siebenter.

Zeremonieller Start der Deutschland-Rallye ist am Donnerstag um 20:30 Uhr vor der Porta Nigra in Trier. Die erste Sonderprüfung "Sauertal" wird am Freitag um 8:38 Uhr gestartet.

Shakedown-Zeiten, Top 10:

 1.  Latvala/Anttila     VW Polo WRC      2:20,8
2. Ogier/Ingrassia VW Polo WRC 2:12,3
3. Mikkelsen/Floene VW Polo WRC 2:21,9
4. Meeke/Nagle Citroën DS3 WRC 2:22,5
5. Sordo/Marti Hyundai i20 WRC 2:30,0
6. Hirvonen/Lehtinen Ford Fiesta WRC 2:23,7
7. Kubica/Szczepaniak Ford Fiesta WRC 2:23,9
8. Neuville/Gilsoul Hyundai i20 WRC 2:23,9
9. Østberg/Andersson Citroën DS WRC 2:24,1
10. Evans/Barritt Ford Fiesta WRC 2:25,4

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