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WRC: Wales Rally GB

Hyundai kämpft um jeden WM-Punkt

Mit Hayden Paddon und Dani Sordo im Werksteam möchte Hyundai in Wales den Vizetitel in der Hersteller-WM erobern - Neuville wird eine „freie Rallye“ ermöglicht.

Nur vier Punkte trennen die Hersteller Hyundai und Citroen vor dem letzten Lauf 2015 in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Gelingt es dem asiatischen Hersteller bei der Rallye-Großbritannien, Citroen in Wales ein Schnippchen zu schlagen, sichert sich Hyundai am Ende Rang zwei in der Hersteller-Wertung. Dafür zieht man alle Register. Kurzer Hand meldete man Hayden Paddon für das Auto mit der Startnummer 8 an, um das A-Team in der Hersteller-Wertung zu unterstützen.

Hingegen bestreitet der eigentliche Nummer-eins-Fahrer Thierry Neuville nach seinem Unfall bei der Spanien-Rallye die Rallye in Wales das Rennen für Hyundai Motorsport N. "Wir haben ein paar wichtige Änderungen bei den Fahrerpaarungen vorgenommen", führt Teamchef Michel Nandan aus: "Damit werden Dani (Sordo; Anm. d. Red.) und Hayden Herstellerpunkte für Hyundai sammeln und wir entschlossen uns dazu, Thierry eine 'freie' Rallye zu ermöglichen, damit er für die Meisterschaft 2016 sein Selbstvertrauen wiedergewinnt", erhofft er sich Besserung bei Neuville, der - sehr zum Unmut Paddons - nicht das erste Mal ein zählbares Resultat wegschmiss.

Sordo, der nach wie vor im "A-Team" unterwegs ist, ist nach seinem Podiumsbesuch in Spanien guter Dinge: "Wir hatten ein großartiges Resultat in Spanien, also hoffe ich, dieses Gefühl zum Saisonfinale nach Wales mitzunehmen." Besonders die schwierigen Bedingungen, bei denen der Schotter schnell in Matsch übergeht, stellt er als Herausforderung heraus: "Das Wichtigste ist, dass ich das Beste in unserem Kampf um Platz zwei gebe".

Ähnlich freut sich auch der Neuseeländer Paddon: "Wales ist fast wie eine Heimat für mich. Wir kehren zurück in ein englischsprachiges Land, wo ich viel Erfahrung habe. In Wales habe ich meinen ersten WRC-Lauf außerhalb Neuseelands bestritten", freut er sich, dass ihm gerade dort eine tragende Rolle für seinen Hersteller zukommt.

Neuville ist hingegen glücklich, dass der Druck von seinen Schultern abfällt: "Wales wird eine sehr nützliche Rallye für uns, um wieder ein gutes Gefühl für das Auto zu bekommen. Wir bekommen eine Möglichkeit, ohne Druck zu fahren. Man fährt zumeist unter nebligen und feuchten Bedingungen. Der Regen kann in der Tat sehr stark sein, was die Etappen sehr rutschig macht".

Die Team-Entscheidung nimmt er seinen Mannschaften nicht krumm: "Das Team ist immer noch in einem engen Kampf in der Herstellerwertung und wir wünschen ihnen den bestmöglichen Ausgang. Für mich selbst wäre es schön, den Spaß wiederzuentdecken, den wir normaler Weise beim Rallye-Fahren haben".

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