RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Östberg kontert Kritik von Wilson

Mit der Leistung von Mads Östberg in Argentinien war M-Sport-Boss Malcolm Wilson nicht zufrieden. Östberg erwartet sich vor allem einen Technik-Fortschritt.

Platz fünf und fast fünf Minuten Rückstand auf Sieger Hayden Paddon: Das war das ernüchternde Ergebnis von Mads Östberg bei der Rallye Argentinien. Mit dieser Vorstellung war sein Teamchef Malcolm Wilson, der wegen einer Knöcheloperation nicht nach Südamerika reisen konnte und die Rallye im heimischen Großbritannien verfolgte, überhaupt nicht zufrieden.

"Mads ist immer noch nicht da, wo er sein sollte", sagt Wilson. "Er zeigt ermutigende Zwischenzeiten, doch insgesamt bleiben seine Zeiten bei den Wertungsprüfungen weit hinter unseren Erwartungen zurück. Wir müssen nun herausfinden, warum er das Tempo seiner Rivalen oder das des anderen Fiesta-Fahrers Ott Tänak nicht mitgehen kann."

Diese Kritik lässt Östberg aber nicht auf sich sitzen. Der Norweger macht vielmehr fehlende Motorleistung und Probleme mit dem Getriebe für seine Zeitverluste verantwortlich. "Am Motor und Getriebe muss gearbeitet werden", sagt er. "Manchmal geht beim Herunterschalten der Gang nicht rein, und wenn das vor einer Kurve passiert, muss man seinen Fahrstil umstellen und weniger aggressiv fahren", verteidigt sich Östberg. "Wir brauchen mehr Druck von der Pumpe im Schaltkreislauf."

Doch das ist aus Sicht des Norwegers nicht das einzige Problem. "Wir haben beim Motor Rückstand", sagt er. "Ich verstehe, dass es für Malcolm schwierig ist", so Östberg mit Blick auf das dünne Budget des Privatteams M-Sport, "aber wir müssen der Realität ins Auge sehen. Die Hersteller verbessern die Motoren und wir müssen das auch tun. Ich werde mit Malcolm nach dieser Rallye reden. Wir haben schon nach Mexiko miteinander gesprochen und einige Dinge verstanden."

Angesprochen auf den Verglich mit Tänak, der einen DMACK-bereiften Ford Fiesta fährt, meint Östberg, dass dieser von der schlechteren Position in der Meisterschaft und der damit verbundenen besseren Startposition profitiert. "Es ist nicht fair, mich mit Autos hinter mir zu vergleichen. Sie haben mehr Grip und fahren im Vergleich zu mir auf Asphalt."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

Weitere Artikel:

ERC4/JERC, Skandinavien: Vorschau Neulinger

Start in das Abenteuer Junior ERC

Mit der Royal Rally of Scandinavia startet die Junioren Rallye-Europameisterschaft von 22. bis 24. Mai in Schweden in die Saison 2026. Mit dabei: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger!

WRC Rallye Japan 2026: Bericht

Evans feiert zweiten Saisonsieg

Elfyn Evans setzt sich zum dritten Mal bei der Rallye Japan durch - Sebastien Ogier bei Toyota-Gala Zweiter - Oliver Solberg betreibt Schadensbegrenzung. WRC Masters: Sieg für Norihiko Katsuta. Keferböck nun 18 Punkte vor Lafarja.

Simon Wagner hat sich kurzfristig dazu entschlossen, am Judenburg-Wochenende die zur Tschechischen Meisterschaft zählende Rally Hustopece zu fahren. Eine Entscheidung, die gleich in zwei Meisterschaften die Spannung erhöht.

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

Österreicher bei 4 int. Rallyes

Mega-Rallye-Wochenende steht bevor

Zu Pfingsten starten österreichische Teams gleich bei vier wichtigen Rallyes: ERC Rally Skandinavien, CZ Rally Cseky Krumlov, EHRC Rallye Akropolis und Mitropa Cup Rally Velenje.

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Friedl

„On the roads again in Slovenia"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei ihrer zweiten Rallye mit dem Ford Fiesta Proto erstmals das Ziel erreichen und den Bewerb richtig genießen.