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WRC: Mexiko-Rallye

Latvala nutzt seine Startposition!

Richtiges Reifen-Händchen: Jari-Matti Latvala hat nach sechs SPs 21,2 Sekunden Vorsprung auf „Straßenkehrer“ Ogier - Katastrophe für Hyundai.

Fabian Bonora
Fotos: Volkswagen, PHOTO4

Nach sechs Sonderprüfungen führt einmal mehr ein VW-Pilot, doch diesmal ist es der Finne. Jari Matti Latvala nutzte seine späte Startposition und war am Vormittag zwei mal schnellster Mann auf den Sonderprüfungen. Bei der Special Stage in Leon (SP6) fuhr dann Andreas Mikkelsen die Bestzeit.

Gestartet wurde am zweiten Tag der Mexiko-Rallye nämlich nach dem aktuellen Meisterschaftsstand. Ergo darf Ogier den ganzen Tag noch den Straßenkehrer spielen, dafür jammerte er im Ziel der ersten SP des heutigen Tages allerdings nur marginal: „Ich tue was ich kann, aber ich glaube wir verlieren gut 30 Sekunden hier. Als erster auf der Strecke zu sein, ist gut für den Reifenverschleiß mit den weichen Reifen, aber es ist kein Grip da. Mit den harten Reifen wäre es schlimmer gewesen.“

Richtige Reifenwahl erweist sich als schwierig

Latvala machte heute auf der Vormittagsschleife alles richtig und hatte mit zwei harten und zwei weichen, die richtigen Reifen montiert. „Ich war sehr froh über die Informationen vom Team, eventuell kann ich am Nachmittag weiter meine Startposition nutzen“, sagte ein sichtlich glücklicher Latvala im Mittagsservice. Der Finne fuhr sich einen Vorsprung von 21,2 Sekunden auf Sebastien Ogier heraus.

Komplett verpokert hatte sich Mads Östberg. Der M-Sport-Pilot zog harte Reifen auf und bemerkte bereits früh, dass dies ein Fehler war: „Es war ein Desaster. Nach der zweiten Kurve wusste ich, das kann ich nicht fahren, einfach kein Rhythmus.“ Östberg fahrt im Moment auf Rang fünf mit gut eineinhalb Minuten Rückstand.

Katastrophaler Start für Hyundai

Hyundai erwischte am Beginn des zweiten Tags eine Pechsträhne mit einer vollen Breitseite. Thierry Neuville war auf der ersten Sonderprüfung des Tages mit vielversprechenden Zwischenzeiten unterwegs, da er als siebter auch eine gute Startposition inne hatte. Nach einer Kuppe in einer schnellen Passage drehte sich der Belgier ins Aus. Wie auch im letzten Jahr musste Neuville den Tag frühzeitig mit einem Aufhängungsschaden beenden.

Haydon Paddon verlor dann auf SP5 über 40 Sekunden. Im Ziel inspzierte der Australier sofort die rechte Hinterseite seines Hyundai i20 WRC. Die Aufhängungsgeometrie war nämlich komplett verstellt, Paddon kann sich das Ganze aber nicht erklären: „Es war absolut gar nichts, ich habe eine kleine Mauer ganz leicht berührt. Neun von zehn Mal geht sowas gut aus, sehr unglücklich!“

Den letzten Hoffnungsschimmer trägt Dani Sordo. Der einzige Hyundai-Pilot in Schlagdistanz zur Spitze war aber auch nicht ganz problemlos unterwegs. Sordo war mit dem Setup unzufrieden und hatte mit einer sehr nervösen Hinterachse zu kämpfen: „Das Auto bewegt sich enorm, sehr rutschig!“ Der Spanier hat bereits 33,4 Sekunden Rückstand auf den Führenden Latvala.

Fuchs erobert WRC2-Führung

In der WRC2 bahnt sich ein tolles Duell an. Nicolas Fuchs holte auf SP5 alles aus sich und seinem Skoda Fabia R5 heraus und quetschte sich an Temmu Suninen vorbei, der selbst vorher BRR-Pilot Armin Kremer nur um 0,3 Sekunden die Führung abgeknöpft hatte. Fuchs betonte im Ziel: „Ich gebe alles!“

Am Nachmittag werden die beiden ersten Prüfungen des Tages wiederholt, allerdings finden danach zwei Super Special Stages statt.

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