RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Mexiko-Rallye

WRC-Piloten wollen Fahrervereinigung

Die WRC-Werksfahrer der Rallyeweltmeisterschaft wollen eine Pilotenvereinigung ähnlich der Formel-1-Gewerkschaft GPDA installieren.

Die führenden Fahrer und Co-Piloten der Rallye-WM werden sich nächste Woche in Mexiko treffen, um ihre Pläne für eine Art Gewerkschaft zu besprechen. Die Piloten fühlten sich zueletzt bei der Schweden-Rallye vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen, als es darum ging, welche Sonderprüfungen ob der wechselhaften Wetterbedingungen gefahren werden können. In der Rallye-WM gibt es aber keinen überbordenden Enthusiasmus für eine etwaige Fahrervereinigung.

Es gibt sogar Befürchtungen, dass sich dadurch Debatten direkt vor WM-Läufen zusätzlich verlängern könnten. Der GPDA-Vorsitzende Alexander Wurz betont jedoch die Vorteile einer solchen Pilotenvereinigung: "Solch eine Institution ist sehr hilfreich für das gesamte System. Manche Leute glauben, dass dies eine Gewerkschaft formt, die Probleme macht und Prozesse behindert; das ist aber nicht der Fall. Wenn man möchte, dass der Sport in irgendeiner Weise optimiert wird, ist es sehr wichtig, dass die Fahrer mit einer Stimme sprechen."

Wurz ist bereit, das Potenzial einer Zusammenarbeit mit einer solchen WRCDA für die GPDA zu prüfen. "Wir würden Diskussionen mit den Fahrern der Rallyeweltmeisterschaft begrüßen, um über eine Form von Kooperation der beiden Parteien nachzudenken. Ich würde gerne mit ein paar Fahrern sprechen und dann mit meinen Jungs reden, um zu schauen, was möglich ist. Das wäre für alle Beteiligten hilfreich."

Der zweifache Sieger der 24h von Le Mans hat auch schon einen möglichen Kandidaten für den WRCDA-Vorsitz ausgemacht: Robert Reid, Rallyeweltmeister des Jahres 2001 als Co-Pilot von Richard Burns (Bild oben). "Robert ist ein Weltmeister, und er war lang genug dabei, um zu wissen, wie es läuft", meint der Österreicher.

"Er versteht die Denkweise. Wenn du noch im Wettkampf bist, denkst du über die Dringlichkeit nach, die Dämpfereinstellungen zu ändern. Wenn du allerdings als Mitglied einer Interessensgruppe arbeitest, kann es Monate dauern, bis man solche Änderungen umsetzt und du brauchst jemanden an deiner Seite, der das versteht."

Wurz kennt Reid von ihrer gemeinsamen Arbeit für die FIA Young Driver Academy. FIA-Rallyedirektor und WM-Manager Jarmo Mahonen hat gegenüber Autosport bereits zu Beginn des Monats bestätigt, dass er sich mit den Crews nächste Woche in Mexiko treffen wird, um dieses Thema mit ihnen und den Organisatoren zu besprechen.

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Mexiko-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Kroatien: Nach Tag 2 (SP8)

Pajari führt - Keferböck im Masters Cup vorne

Nachdem Oliver Solberg und auch Elfyn Evans früh im Wald landeten hat sich Toyota-Youngster Sami Pajari in Kroatien an die Spitze gesetzt, aber Hyundai hält mit. Im WRC Masters Cup führen Keferböck/Minor mit rund vier Minuten Vorsprung.

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Tag 2

Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf präsentiert seine besten Bilder vom zweiten Tag der Lavanttal Rallye 2026.

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl liefert wieder die besten Bilder von der Lavanttal Rallye - hier die besten Fotos vom Shakedown.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.