RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Mexiko-Rallye

Latvala als Ogiers WM-Hauptgegner?

Sébastien Ogier wurde in Mexiko wohl nur wegen der Startreihenfolge Zweiter, dennoch sieht er Latvala als Hauptgegner in der WM.

Nach zwei Siegen in Folge musste sich Sébastien Ogier bei der Mexiko-Rallye seinem Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala geschlagen geben. Der Finne hatte nach 21 Sonderprüfungen knapp eine Minute Vorsprung. Hauptfaktor für die Niederlage des Weltmeisters war die Startposition. Am Freitag und Samstag musste Ogier die Prüfungen als Erster eröffnen, damit musste er – wie vom WM-Veranstalter intendiert – als Straßenkehrer die Ideallinie vom losen Schotter freifahren. Die nachfolgenden Autos hatten deutlich bessere Straßenverhältnisse und mehr Grip.

Aufgrund seiner beiden Ausfälle in Südfrankreich und Schweden hatte Latvala den Vorteil einer späten Startposition. Den Freitag begann er als achtes Auto. Ogier, der die Startreihenfolge nach dem WM-Stand schon immer kritisiert hat, sagte: "Es ist kein Geheimnis, dass es für uns ein frustrierendes Wochenende war. Wir haben unser Bestes gegeben und sind Zweiter geworden. Mehr war nicht möglich, wir haben zumindest viele Punkte für die Weltmeisterschaft gesammelt."

Latvala sammelte 27 WM-Punkte und verbesserte sich damit sogleich auf den sechsten WM-Rang. Obwohl der Finne immer noch 50 Punkte hinter Ogier liegt, rechnet der Franzose mit ihm als Gegner: "Ich sehe Jari-Matti als meinen größten Rivalen in diesem Jahr." Bei der nächsten WM-Rallye in Argentinien wird der Startvorteil erneut bei Latvala liegen, denn der Finne wird am ersten Tag als Sechster an der Startlinie stehen. "Es könnte dort die gleiche Situation sein", seufzte Ogier, "oder das Wetter hilft mir. Ich möchte nicht mit so einem Vorteil gewinnen. Warten wir ab."

Welchen Einfluss die Startposition hatte, zeigte der letzte Tag, als in umgekehrter Reihenfolge des Rallyestands gestartet wurde. Ogier war das zehnte Auto auf der Straße, Latvala folgte direkt dahinter, die Voraussetzungen waren also gleich. Ogier stellte in der langen 80-Kilometer-Prüfung Guanajuato die Bestzeit auf und holte sich auch auf der Powerstage drei Bonuspunkte. Latvala risikierte am Sonntag aber nichts mehr und verwaltete seinen großen Vorsprung.

Auf der längsten Prüfung des Jahres war Ogier um 25,3 Sekunden schneller als Latvala. Hätte er mehr aufholen können? "Wenn ich nur 30 Sekunden zurückgelegen hätte, hätten wir es probieren können. Aber eineinhalb Minuten auf 80 Kilometern aufzuholen ist verdammt schwierig. Ich bin an diesem Wochenende sehr gut gefahren. Die drei Bonuspunkte in der Powerstage waren auch sehr gut."

Ogier stellte in der laufenden Saison auf allen drei Powerstages die Bestzeit auf. Alleine das brachte ihm schon neun WM-Punkte ein. Volkswagen ist damit in Mexiko seit vier Jahren ungeschlagen; in Argentinien konnte der krisengeschüttelte deutsche Hersteller bisher nur einmal gewinnen – 2014, als sich Latvala in die Siegerliste eintragen konnte. Ogier hat die Argentinien-Rallye bisher noch nie gewonnen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Mexiko-Rallye

Weitere Artikel:

Austrian Rallye Legends 2026

Schon jetzt Zusagen aus neun Nationen!

Es sind noch sieben Wochen bis zum offiziellen Nennschluss der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ (24. bis 26. September) - schon jetzt gibt es Zusagen von Teams aus neun Nationen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Neulinger

Fünfter Sieg in Folge – Titelverteidigung fixiert!

Marcel Neulinger / Jakob Ruhsam triumphierten auch bei der Rallye Weiz und sicherten sich mit dem fünften Saisonsieg in Folge vorzeitig den Titel in der TEC7 ORM3 und der RP-TOOLS Junioren Rallye Staatsmeisterschaft 2026!

In der nationalen Historischen Staatsmeisterschaft bzw. HRM Classics sind prinzipiell alle Teilnehmer der FIA EHRC (mit den Superstars Jari-Matti Latvala und Francois Delecour) punkteberechtigt. Die einheimischen historischen Piloten tragen prominente Namen und sind auch in der EHRC vertreten durch den fünffachen Europameister Karl Wagner..

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.