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WRC: Rallye Monte-Carlo

Citroën: Erst ab Portugal drei C3 WRC

Die Entwicklungszeit für den C3 WRC war zu knapp bemessen: Citroën setzt vorerst auf Meeke als Speerspitze; Breen im Vorjahresauto.

Vor dem Aufgalopp der neuen Generation von WRCs am kommenden Wochenende in Südfrankreich muss Mitfavorit Citroën die eigenen Erwartungen etwas zurückschrauben: Die französische Marke wird bis zum sechsten WM-Lauf in Portugal lediglich zwei ihrer neu entwickelten C3 WRC einsetzen und bis dahin das Aufgebot um ein Vorjahresauto ergänzen, ehe das Fahrertrio ab Mai mit identem Material unterwegs ist. Zum Auftakt dürfen Stéphane Lefebvre und Kris Meeke ans Volant der Neuwagen, während Craig Breen mit dem alten DS3 WRC über die Startrampe rollt.

Teamchef Yves Matton plagen plötzlich Zweifel, ob das neue Auto schon völlig ausgereift ist. "Wir haben im Vorfeld einer Saison immer das Gefühl, dass uns ein paar zusätzliche Tage für die Entwicklung nicht hätten schaden können", seufzt der Belgier, "aber so wenig Zeit wie für den C3 WRC hatten wir in der gesamten Geschichte von Citroën nicht." Das Auto sei gut und zuverlässig, aber nicht erprobt im Vergleich mit den Konkurrenten aus den Häusern Hyundai und M-Sport sowie von Neueinsteiger Toyota.

"Wir müssen zwischen einem Test und einer viertägigen WM-Rallye differenzieren", warnt Matton vor zu viel Optimismus. Auf gutes Fahrverhalten könnten die Piloten des C3 WRC jedoch zählen, verspricht Citroëns Technikchef Laurent Fregosi: "Das Ziel war es, ein Auto zu bauen, mit dem die Piloten einfach klarkommen und das es verzeiht, wenn plötzlich die Bodenhaftung fehlt."

Meeke soll als Speerspitze fungieren. Mittlerweile hat der Brite bewiesen, dass er das Zeug dazu hat, WM-Rallyes zu gewinnen. "Ich will entspannt bleiben und es genießen, das Auto zu bewegen. In Monaco kann alles passieren", gibt er sich unverbindlich, während Lefebvre angriffslustiger ist. "Ich will so viele Punkte wie möglich holen", sagt der Franzose, nur um die eigenen Erwartungen sogleich etwas zu dämpfen: "Mir fehlt Zeit hinter dem Volant, und ich will mich nicht überfordern."

Breen ist vorgeblich froh, vorerst nicht ins Haifischbecken der Topfahrer springen zu müssen. "Ich freue mich, dass ich die Saison im alten Auto beginnen kann, weil es mir in Monaco an Erfahrung fehlt", bekennt der Ire. "Mir geht es darum, Kilometer abspulen – über einige WM-Punkte wäre ich nicht unglücklich." Seinen beiden C3-WRC-Piloten gibt Teamchef Matton noch mit auf den Weg, lieber nicht zu viel Risiko einzugehen, schließlich geht es um die Hersteller-WM: "Mit zwei Autos gibt es keinen Plan B oder doppelten Boden."

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