RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte-Carlo

Citroën: Erst ab Portugal drei C3 WRC

Die Entwicklungszeit für den C3 WRC war zu knapp bemessen: Citroën setzt vorerst auf Meeke als Speerspitze; Breen im Vorjahresauto.

Vor dem Aufgalopp der neuen Generation von WRCs am kommenden Wochenende in Südfrankreich muss Mitfavorit Citroën die eigenen Erwartungen etwas zurückschrauben: Die französische Marke wird bis zum sechsten WM-Lauf in Portugal lediglich zwei ihrer neu entwickelten C3 WRC einsetzen und bis dahin das Aufgebot um ein Vorjahresauto ergänzen, ehe das Fahrertrio ab Mai mit identem Material unterwegs ist. Zum Auftakt dürfen Stéphane Lefebvre und Kris Meeke ans Volant der Neuwagen, während Craig Breen mit dem alten DS3 WRC über die Startrampe rollt.

Teamchef Yves Matton plagen plötzlich Zweifel, ob das neue Auto schon völlig ausgereift ist. "Wir haben im Vorfeld einer Saison immer das Gefühl, dass uns ein paar zusätzliche Tage für die Entwicklung nicht hätten schaden können", seufzt der Belgier, "aber so wenig Zeit wie für den C3 WRC hatten wir in der gesamten Geschichte von Citroën nicht." Das Auto sei gut und zuverlässig, aber nicht erprobt im Vergleich mit den Konkurrenten aus den Häusern Hyundai und M-Sport sowie von Neueinsteiger Toyota.

"Wir müssen zwischen einem Test und einer viertägigen WM-Rallye differenzieren", warnt Matton vor zu viel Optimismus. Auf gutes Fahrverhalten könnten die Piloten des C3 WRC jedoch zählen, verspricht Citroëns Technikchef Laurent Fregosi: "Das Ziel war es, ein Auto zu bauen, mit dem die Piloten einfach klarkommen und das es verzeiht, wenn plötzlich die Bodenhaftung fehlt."

Meeke soll als Speerspitze fungieren. Mittlerweile hat der Brite bewiesen, dass er das Zeug dazu hat, WM-Rallyes zu gewinnen. "Ich will entspannt bleiben und es genießen, das Auto zu bewegen. In Monaco kann alles passieren", gibt er sich unverbindlich, während Lefebvre angriffslustiger ist. "Ich will so viele Punkte wie möglich holen", sagt der Franzose, nur um die eigenen Erwartungen sogleich etwas zu dämpfen: "Mir fehlt Zeit hinter dem Volant, und ich will mich nicht überfordern."

Breen ist vorgeblich froh, vorerst nicht ins Haifischbecken der Topfahrer springen zu müssen. "Ich freue mich, dass ich die Saison im alten Auto beginnen kann, weil es mir in Monaco an Erfahrung fehlt", bekennt der Ire. "Mir geht es darum, Kilometer abspulen – über einige WM-Punkte wäre ich nicht unglücklich." Seinen beiden C3-WRC-Piloten gibt Teamchef Matton noch mit auf den Weg, lieber nicht zu viel Risiko einzugehen, schließlich geht es um die Hersteller-WM: "Mit zwei Autos gibt es keinen Plan B oder doppelten Boden."

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte-Carlo

Weitere Artikel:

ORM/ARC, OBM Rallye: Bericht

Hermann Neubauer holte die Rallye-Krone 2026

Mit einem Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach gewann der Salzburger seinen dritten Titel in der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft / Der fünffache Champion Simon Wagner musste nach einem Unfall aufgeben / Auch der dritte Meisterkandidat Michael Lengauer flog im Finish von der Strecke

ORM/ARC, OBM Rallye: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl zeigt seine besten Bilder vom Shakedown zur OBM Land der 1.000 Hügel Rallye.

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Rosenberger

Achtungserfolg für Kris Rosenberger

Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher versäumen das Podium nur sehr knapp - Rang vier bringt schlussendlich viele wichtige Punkte für die EHRC Gravel Wertung - Erstes Antreten auf den finnischen Schotter-Autobahnen als eindrückliches Erlebnis

ARC, OBM Rallye: Vorschau Baumschlager

Baumschlager wieder in ORM und ARC am Start

Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und Thomas Zeltner zünden wieder ihren Skoda Fabia RS Rally2 und starten sowohl in der ORM als auch in der Austrian Rallye Trophy - dort als klare Top-Favoriten.

EHRC Gravel, East Sweden: Bericht Rosenberger

Rosenberger: Nur Latvala war schneller...

In Schweden holen Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher ein wichtiges Podium. Mit starkem zweiten Platz erobert das Duo viele Punkte für die EHRC Gravel Wertung. Wie schon in Griechenland muss man sich nur Jari-Matti Latvala geschlagen geben

Ogier kehrt nach Finnland-Crash zurück

"Bin bereit für Paraguay"

Sebastien Ogier hat sich von seinem schweren Unfall in Finnland erholt und bestätigt seinen Start bei der Rallye Paraguay: Kampf um Herstellertitel für ihn im Fokus