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Jungtiger

Der VW Tiguan ist einer der großen Stars auf der Frankfurter Automobil-Ausstellung. Auf der Messe steht er gleich in mehreren Varianten.

mid/stg

Auf der IAA 2007 wurde der Kompaktklasse-SUV Tiguan von Volkswagen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Acht Jahre später feiert VW an gleicher Stelle - aufgestiegen in die untere Mittelklasse - die Premiere des Nachfolgers.

Die zweite Generation des Tiguan wird insbesondere dem europäischen Markt der SUV wieder ihren Stempel aufdrücken. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wird der Nachfolger sechs Zentimeter länger (4,49 Meter), flacher und breiter; das gesamte Design präsentiert sich kraftvoller und muskulöser.

Trotzdem hat er ähnlich wie Konkurrent BMW X1, der ebenfalls auf der IAA seine offizielle Premiere feiert, um mehr als 50 Kilogramm abgespeckt. Das Ladevolumen des Tiguan stieg beträchtlich - auf 615 bis 1.655 Liter.

Die Technik teilt sich der Tiguan zu großen Teilen mit seinen Brüdern Passat und Golf. Auch er basiert auf dem modularen Querbaukasten und ist als Front- sowie Allradversion zu haben.

Auf der IAA wird die zweite Generation gleich in mehreren Varianten zu sehen sein: als Tiguan-Normalversion sowie mit einem rustikalen Offroad- und dem sportlichen R-Paket inklusive Tieferlegung.

Aller Voraussicht nach dürfte auf auch eine Plug-in-Version mit Solar-Dach zu bewundern sein, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein wird. Die Technik dieses 160 kW/218 PS starken Plug-in-Hybriden stammt vom Passat GTE.

Die Motor- und Getriebekombinationen kennt man ebenfalls von der aktuellen Golf- und Passat-Generation. Es wird ausschließlich Turbobenziner und Turbodiesel geben.

Das Leistungsspektrum bei den vier Benzinern mit 1,4, 1,8 und 2,0 Litern Hubraum liegt zwischen 92 kW/125 PS und 162 kW/220 PS. Eine echte R-Version mit rund 300 PS soll erst 2017 folgen.

Die meisten Kunden entscheiden sich in Europa für einen der besonders sparsamen Diesel. Auch hier gibt es ausschließlich vier Vierzylinder 1.6 TDI und 2.0 TDI mit Leistungen zwischen 85 kW/115 PS und 176kW/240 PS.

Die sparsamsten Diesel verbrauchen vier Liter Kraftstoff; so liegt die Verbrauchreduktion bei knapp 25 Prozent. Die schwächeren Leistungsstufen verfügen über Frontantrieb; die stärkeren Modelle bekommen den standesgemäßen 4motion-Allradantrieb und sind ausschließlich mit siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Auch bei den Komfort- und Sicherheitsausstattungen sowie den Fahrerassistenzsystemen hat sich der VW Tiguan kräftig im Konzernbaukasten bedient. So gibt es nicht nur Rangierhilfen für Anhängerfahrten, Verkehrszeichen- und Spurwechselwarner oder animierte Instrumente, sondern auch City-Notstopp mit Fußgängererkennung oder LED-Scheinwerfer.

Rund 1,6 der mehr als 2,6 Millionen verkauften Tiguan wurden bisher im Stammwerk Wolfsburg produziert. Zudem läuft der Crossover im chinesischen Anting und im russischen Kaluga vom Band und wird weltweit in 170 Ländern verkauft.

Marktstart für die neue Tiguan-Generation wird im April 2016 sein. Im Frühjahr 2017 folgt auf speziellen Märkten die XL-Version für bis zu sieben Insassen.

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