CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Heiß erkämpfter Sieg für das Duo Schramke/Umfahrer

Helmut Schramke und Peter Umfahrer im Jaguar XK 150 - so heißen die Sieger der heißesten und schwierigsten Ennstal-Classic, die je gefahren wurde.

Foto: Markus Kucera, www.ennstal-classic.at

Es roch nach Rizinus und heissen Bremsen in Gröbming, als bei 37 Grad gestern das große Finale der Ennstal-Classic über die Bühne ging. 12.000 Zuschauer liessen sich das Spektakel nicht entgehen.

Gerhard Berger umkreiste Gröbming in einem Alfa P3 Grand Prixwagen aus dem Jahr 1932, Dr.Helmut Marko saß nach 35 Jahren wieder in einem Porsche 917 und fragte sich «wie wahnsinnig müssen wir gewesen sein, um in Le Mans mit diesen Dingern 390 km/h zu fahren.» Christian Klien kam aus Jerez eingeflogen und demonstrierte einen Ferrari Rennsportwagen, Stirling Moss zündete den Mercedes-300SLR Silberpfeil, und als die Siege empfingen die Lorbeekränze aus der Hand von Michele Mouton, der besten Rallye-Piloten aller Zeiten.

Das war die heisseste, längste, schwierigste Ennstal-Classic in der 14.jährigen Geschichte und die Sieger standen bereits 2003 am Podium:
Mothwurf-Modemacher Helmut Schramke und sein Navigator Peter Umfahrer. Ihr Gerät war ein Jaguar XK 150, Baujahr 1960.

DDR.Peter Umfahrer bilanzierte: «Die Schwierigkeitsgrade der Ennstal sind Jahr für Jahr gestiegen. Wir haben uns mit unserer Routine geholfen und für mich hat der Sieg einen hohen Wert, weil ich die Ennstal so hoch wie die Mille Miglia einschätze.»

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Sieger?
Peter Umfahrer: «Wir leben im Cockpit wie ein altes Ehepaar, wir streiten, aber das gleiche Ziel vereint uns. Es herrscht eine klare Hierarchie im Cockpit. Der Fahrer muß fahren und ich sage wie...»

Platz drei belegte das Porsche 356-Team Mag.Sebastian Klackl/Mag.Alexander Endl.

Sensationell der Platz von Baumeister Josef Panis/Harald Neger, die mit ihrem BMW 328 aus dem Jahre 1938 die Vorkriegs-Epoche II gewannen.

Christian und Margot Baier, die Freitag Abend noch auf den zweiten Gesamtrang lagen, vermasselten das 3-Kampf Finale in Gröbming und fielen auf den elften Gesamtrang zurück.

Die Prominenz landete unter ferner liefen: Ex-McLaren Teammanager Jo Ramirez wurde 26., Formel 1-Motorenpapst Mario Illien belegte Platz 41., Klaus Wildbolz/Ulli Glöckner wurden 45., Rallye-Star Tony Fall 53., Peter Kraus 56., Dieter Quester 100., und Sir Stirling Moss mit Gattin Susie sahen sich auf Rang 112.

«Aber uns ist das Ergebnis nicht wichtig, die Ennstal ist die Rallye auf die wir uns das ganze Jahr am meisten freuen...» verkündete die Renn-Ikone Moss.

Infos zur Ennstal-Classic finden Sie unter www.ennstal-classic.at

News aus anderen Motorline-Channels:

Ennstal-Classic 2006

Weitere Artikel:

Was ist besser?

Oldtimer mieten oder kaufen

Ob als stilvolle Begleitung für besondere Anlässe oder als Ausdruck von Individualität im Alltag – es gibt zahlreiche Autofahrer, die gern einen Oldtimer wählen.

Selten lag die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn so nahe beinander wie beim Fiat Multipla. Da passt es nur gut, dass ihm sogar ein Leben nach dem Tod vergönnt war. In China. Als Elektroauto.

Wenn man ein simples Arbeitstier schon überzeichnet, dann bitte ordentlich. Dass dem Mazda Rotary Pick-up dennoch keine große Karriere zuteil wurde, lag vor allem am schlechten Timing. Aber auch am Charakterdarsteller Wankelmotor.

Kleiner Bruder, das Luder

Helden auf Rädern: Renault 6

Plattformübergreifende Entwicklungen waren schon in Mode, bevor sie wirklich in Mode kamen. Im Falle des Renault 6, brachte das Gleichteileprinzip aber fast mehr Nach- als Vorteile mit sich.

Klassiker treffen sich gemütlich im Weinviertel

Oldtimer-Treffen in Ebersdorf an der Zaya

Am 13. Juni 2026 versammeln sich Oldtimer aller Art am Sportplatz in Ebersdorf an der Zaya. Ab 14 Uhr geht es los, parallel dazu findet der Feuerwehrheurige in der Halle Pausch statt – für Verpflegung ist somit gesorgt.

Geliebter Fremdkörper

Helden auf Rädern: VW 1500 Rural

Ein Auto, das nach mehreren Umbenennungen, Joint Ventures, Pleiten, Übernahmen und Facelifts nach wie vor durch seine Qualitäten überzeugen konnte, kann ja nicht so schlecht sein. Die Geschichte des VW 1500 Rural zeigt, worauf es eigentlich ankommt.