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24h Series: 24h von Barcelona Team ZaWotec Racing, Porsche 997 GT3 Cup, 24h von Barcelona 2014

100 Prozent Team Spirit

ZaWotec aus Fürstenfeld war zum ersten Mal bei einem 24h-Rennen im Einsatz – mit vereinten Kräften schaffte man es aufs Klassenpodium.

Fotos: ZaWotec Racing

Von Samstag, 12 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, ist man meistens zu Hause, hält ein kleines Nachmittagsschläfchen, bereitet sich dann auf ein schönes Abendessen oder eine ausgelassene Partynacht vor und schläft lange aus, um danach ein üppiges Sonntagsfrühstück zu genießen. Beim Team ZaWotec Racing aus Fürstenfeld sieht so ein Wochenende ganz anders aus: Rein in den Rennboliden und erst nach 24 Stunden wieder raus ...

In der 997er-Klasse holten sich die ZaWotec-Piloten Lukas Schreier, Marko Klein, Jürgen Daum und Daniel Uckermann auf dem Circuit de Catalunya, der Formel-1-Rennstrecke nahe Barcelona, nach einer sehr langen Nacht den dritten Platz. "Nachdem wir am Anfang zweimal das Getriebe wechseln mussten, hieß es 'back to the roots': Kompressor aus, Paddleshift raus, Stock rein, bremsen, kuppeln, Zwischengas. Eine extreme Belastung, aber wir haben es hingekriegt. Es war aber auch ein unglaubliches Gefühl, wie wir danach wieder aufgeholt haben", so Daniel Uckermann nach dem Rennen.

Auch Jürgen Daum war schlussendlich voll und ganz zufrieden mit dem Teamauftritt beim ersten 24-Stunden-Rennen: "Wenn wir das Battle-Problem nicht gehabt hätten, also zwei Stunden Reparatur, dann hätten wir in unserer Klasse gewonnen und wären in der Gesamtwertung unter den Top 5 gelandet. Dass wir dazu in der Lage gewesen wären, stimmt mich sehr, sehr positiv."

Niemand aus dem Team hatte Probleme, in der Nacht wach zu bleiben. Ganz im Gegenteil: Mit so viel Adrenalin im Blut wäre ein Nickerchen gar nicht möglich gewesen. Lukas Schreier und Marko Klein haben zudem mit einigem Abstand die Bestzeiten unter allen Porsche 997 GT3 Cups, die am Start gestanden sind, hingelegt. Ein tolles Ergebnis für das noch so junge steirische Team.

Team-Manager Mario Wolf: "Ohne die Probleme mit dem Paddle-Shift-System wären wir aus eigener Kraft imstande gewesen, die Klasse haushoch zu gewinnen und im Gesamtranking unter die Top 5 zu fahren oder mit etwas Glück sogar aufs Podium. Die Jungs sind nämlich Top-3-Zeiten gefahren! Die hohe Luftfeuchtigkeit von 89 Prozent und die Temperaturen rund um die 30-Grad-Marke haben den Fahrern natürlich zu schaffen gemacht, aber besonders Jürgen und Daniel haben eine Spitzenleistung erbracht. Auch die Boxenstopps inklusive Tanken waren Spitze – vielen Dank an die gesamte Mannschaft für die Top-Leistung!"

Dass die Chefs enorm stolz auf ihr Team sind, konnte man bei der Siegerehrung sehen – mit Tränen in den Augen standen sie vor dem Podium. Schon Anfang kommenden Jahres steht die nächste Herausforderung für das gesamte Team und die Piloten Daniel Uckermann, Jürgen Daum, Marko Klein und Lukas Schreier ins Haus – das 24-Stunden-Rennen in Dubai von 8. bis 10. Januar 2015.

Natürlich wird die Mannschaft davor noch einige Trainingseinheiten einlegen und sich bestens darauf vorbereiten, doch viel Feintuning braucht es gar nicht mehr, das hat man an diesem Rennwochenende gesehen, weiß ZaWotec-Pilot Marko Klein: "Wir waren mit Abstand das schnellste Auto in unserer Klasse. Jürgen und Daniel haben mich mit ihrer hervorragenden Performance wirklich überrascht. Die Getriebeprobleme zu Beginn waren natürlich mühsam, aber das Team hat einen tollen Job gemacht."

Einer weiß aber schon genau, was er hinsichtlich der Vorbereitung auf Dubai noch verändern wird, nämlich Jürgen Daum: "Noch besseres Fitness-Training – und vor allem Fahrradfahren in der Sauna!"

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