MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: Interview

López: Nach Citroën WEC statt WTCC?

Wohin geht José María López' Reise nach der Tourenwagen-WM 2016? Der Argentinier will in Le Mans fahren, denkt aber auch an die DTM.

Der zweifache Tourenwagenweltmeister José María López würde gerne an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen, wenn Citroën sein aktuelles WTCC-Programm Ende 2016 beendet. 2015 holte López zum zweiten Mal in Folge den Gesamtsieg in der Tourenwagen-WM und sicherte sich dabei im Citroën C-Elysée auf seinem Weg zur Titelverteidigung sieben Poles und zehn Laufsiege. 2016 wird der Argentinier als Teil eines kleineren Aufgebots noch einmal für das Werksteam der Franzosen fahren.

Darüber hinaus ist seine Zukunft allerdings unklar. López weiß, dass es schwierig sein wird, ohne Citroën in der Tourenwagen-WM weiterzumachen. Der Konzern wird ab 2017 sein Augenmerk wieder auf die Rallyeweltmeisterschaft verlagern. Der 32jährige verrät, dass er einige Optionen prüft, darunter eine Teilnahme an der Langstreckenweltmeisterschaft, zumindest deren Herzstück.

"Ich würde gerne bei meinem Team bleiben, aber Rallyes sind nicht mein Ding", scherzt er gegenüber Autosport und ergänzt: "Es wäre wirklich schade, wenn ich dieses tollte Team verlassen müsste, aber ich habe immer gesagt, dass ich nach einer Möglichkeit suchen werde, um in Le Mans zu fahren. Es wäre großartig, dieses Rennen zu bestreiten. Vielleicht kann ich etwas Erfahrung sammeln und finde dann 2017 einen Platz in einem Prototypen."

Der Argentinier hat drei Mal den TC2000-Titel gewonnen, als er zwischen dem Ende seiner Einsitzerkarriere in der GP2 und der Ankunft in der Tourenwagen-WM nach Südamerika zurückkehrt war. Nach seiner Zeit bei Citroën würde er aber weiterhin gerne auf internationaler Ebene fahren. "Es gibt so viele Kategorien, in denen ich mich umschauen kann", erklärt López und verrät: "Ich schaue auch auf die DTM; die ist ebenfalls großartig, aber momentan weiß ich es [ob ein Engagement möglich wäre; Anm.] noch nicht."

"Es gibt auch die Möglichkeit, in der Tourenwagen-WM zu bleiben. Wir werden sehen. Momentan bin ich ein Fahrer, der weiß, wie es sich anfühlt, sein Cockpit zu verlieren, also will ich meine Optionen offenhalten und sehen, was das beste ist. Ich bin mir aber sicher, dass ich in Europa bleiben möchte", so López.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorsport: Interview

Weitere Artikel:

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

DTM-Rennen Sachsenring – Hintergründe

Halbfinale in der DTM

Das vorletzte Rennwochenende der Saison 2026 stand ganz im Zeichen der Taktik. Wer schafft es, sich die beste Ausgangsposition für den in rund vier Wochen in Hockenheim anstehenden Showdown herauszufahren. Vor allem Thomas Preining, aber auch Maro Engel und Marco Wittmann haben die besten Ausgangspositionen für das Finale.

Brisante Trennungsgerüchte

WEC ohne die 24h Le Mans?

Droht der Langstrecken-WM 2027 eine Trennung von ihrem Promoter? Die FIA reagiert auf den Bericht und erklärt, wie es mit dem ACO weitergeht

Ein Thriller mit einem märchenhaften Ende: Kimi Antonelli demütigt George Russell und gewinnt den Grand Prix von Italien - Charles Leclerc übersteht Crash unverletzt

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen