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Selektive Rutschpartie zur Eröffnung

Schwierige, rutschige erste Sonderprüfung auf Sardinien. Grönholm mit einer Traum-Bestzeit. Seltsame Probleme bei Stohl (10.). Aigner (15.) schneller als Rovanperä.

Michael Noir Trawniczek

"Terranova" heißt jene 24 Kilometer lange Eröffnungsprüfung, die gleich von Beginn an allerhöchste Konzentration von den Rallye-Protagonisten abverlangte. "Es ist sehr schwierig, sehr rutschig und sehr eng", konstatierte Weltmeister Sébastien Loeb, nachdem er mit seinem Kronos-Citroen die fünftschnellste Zeit gefahren ist - 18 Sekunden hinter dem Bestzeithalter.

Und der hieß Marcus Grönholm (Ford) - der Finne war naturgemäß nicht wirklich unzufrieden, räumte aber auch ein: "Es ist sehr rutschig. Aber es ist okay. Meine Fahrt war nicht perfekt, aber es ist okay."

Rang 2 belegte Chris Atkinson, er war um 12 Sekunden langsamer als Grönholm. Der Subaru-Pilot muss sich immer noch an ein neues Setup gewöhnen, welches letzte Woche bei Tests in Griechenland erstellt wurde: "Ich war nicht sehr glücklich mit dem Setup. Und ich hatte ein Problem mit dem Gaspedal."

Auf den Rängen 3 und 4 jeweils die Stallkollegen von Grönholm und Atkinson. Auf Rang 3 Mikko Hirvonen im zweiten Ford, Rückstand 14,1 Sekunden - als einer der Wenigen verkündete er nach seiner Fahrt: "Keine Probleme."

Das konnte Subaru-Speerspitze Petter Solberg (Platz 4, +17,8) nicht behaupten - der Norweger beendete SP 1 mit einem Schaden an der rechten Vorderseite. Solberg erklärte: "Ich hatte einen Dreher und blieb für eine kurze Zeit stecken." Die Strecke ist derart eng, sodass sich Solberg schwer tat, den Impreza wieder in die richtige Fahrtrichtung zu stellen.

Dani Sordo (Kronos-Citroen), der Rang 6 belegte und einen Rückstand von 24,8 Sekunden aufwies, sprach seine Bewunderung für Marcus Grönholm aus: "Die Zeit von Marcus ist unglaublich." Und auch der Juniorenweltmeister fügte hinzu: "Es was sehr rutschig." Stallkollege Xavier Pons belegte direkt hinter Sordo den siebenten Platz - Rückstand 29,2 Sekunden.

Blockierende Vorderräder bei Stohl

Auf Rang 9, hinter Mitsubishi-Pilot Valimaki, Henning Solberg im OMV-Peugeot, sein Rückstand beträgt bereits 32,9 Sekunden. Und auch er attestierte: "Sehr, sehr rutschig. Und ich hatte auch ein paar Fehler dabei."

Erst auf Rang 10 OMV-Stallkollege Manfred Stohl - der Wiener kämpfte mit einem seltsamen Problem: "Ich habe alles versucht, aber irgendetwas ist seltsam an diesem Auto, es blockieren andauernd die Vorderräder." Das Duo Stohl/Ilka Minor weist nach SP 1 einen Rückstand von 34,2 Sekunden auf.

Andreas Aigner war auf dieser schwierigen ersten Wertungsprüfung schneller als sein renommierter Stallkollege Harri Rovanperä, von dem sich RB Skoda einen Top 6-Platz erwartet. Aigner belegte mit einem Rückstand von 1:05.8 Minuten Rang 15, Rovanperä war um 9,1 Sekunden langsamer als der Oberösterreicher.

Die enge Sonderprüfung wurde Mathew Wilson zum Verhängnis - er ruinierte sich die vordere Radaufhängung, das Rad stand quer zur Fahrtrichtung. "Nach weniger als einem Kilometer fühlte ich plötzlich einen Einschlag, zunächst dachte ich, es sei ein Reifenschaden." Wilson weist somit einen Rückstand von über 12 Minuten auf.

Seit 9.58 Uhr läuft die rund 18 Kilometer lange zweite Wertungsprüfung namens "Onani" - diese soll noch härter sein, vor allem ziemlich bucklig.

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