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Loeb: "Marcus ist zu schnell unterwegs!"

Grönholm war heute selbst für Loeb unschlagbar, der als Zweiter 35,4 Sekunden Rückstand aufweist. Hirvonen Dritter. Stohl (12.) und Aigner (14.) mit Problemen.

Michael Noir Trawniczek

Nachdem Sébastien Loeb die Wertungsprüfungen vier und fünf mit Bestzeit abschließen konnte, hatte der Weltmeister in der letzten Sonderprüfung um eine lächerliche Zehntelsekunde das Nachsehen. Wieder fuhr Grönholm die Bestzeit. Der WM-Leader hatte eigentlich vor, an diesem Nachmittag den Rückstand auf Grönholm stark zu minimieren - doch dieses Vorhaben misslang.

Loeb erklärte: "Marcus ist einfach zu schnell unterwegs, am Morgen war er sogar noch schneller. Aber wir hatten einen guten Kampf. Die Prüfungen am Morgen waren eine harte Belastung für die Reifen..." Loeb liegt nun 35,4 Sekunden hinter dem Ford-Piloten auf dem zweiten Rang.

Grönholm: "Loeb wird nicht aufgeben!"

Der Führende Grönholm wiegt sich jedoch keinesfalls in Sicherheit: "Loeb wird mit Sicherheit nicht aufgeben. Meine Strategie für morgen ist nicht anders als heute am Morgen - sie lautet: Schnell fahren!"

Auf einem relativ sicheren dritten Gesamtrang findet man den zweiten Ford-Piloten Mikko Hirvonen. Der Finne fuhr auch in der letzten Wertungsprüfung die drittschnellste Zeit. Auf Loeb fehlen ihm 28,8 Sekunden, sein Vorsprung auf den Vierten, Henning Solberg, beträgt 40,3 Sekunden.

Peugeot-Pilot Henning Solberg hat als Vierter seinerseits 19,8 Sekunden Vorsprung auf den Gesamtfünften, Juniorenweltmeister Dani Sordo, vorzuweisen. Sordo fuhr mit seinem 2005er-Xsara die viertschnellste Zeit in SP 6. Sein Fazit: "Ich hatte einen guten Tag. Es ist hier sehr heiß und die Reifen werden stark beansprucht. Die Zeiten der Führenden Grönholm und Loeb sind einfach unglaublich."

Große Belastung für die Reifen

Wie hart die Reifen beansprucht werden, demonstrierte Gigi Galli, dessen linker Vorderreifen nach der letzten Sonderprüfung einem Slick glich. Galli fuhr dennoch die fünftschnellste Zeit und belegt den sechsten Gesamtrang.

Ganz schlimm traf es Petter Solberg - der Subaru-Pilot wurde in den Wertungsprüfungen vier und fünf gleich von mehreren Reifenschäden heimgesucht - weil ihm die Ersatzteile ausgingen, konnte er zwei Reifenschäden nicht reparieren, der Norweger konnte daher die letzte Wertungsprüfung nicht beenden, zuvor lag er auf dem sechsten Gesamtrang.

Diesen übernahm wie erwähnt Galli, hinter dem Peugeot-Piloten reihten sich Chris Atkinson (Subaru), Xavier Pons (Kronos) sowie Valimaki (Mitsubishi), Kristian Sohlberg (Subaru) und Francois Duval (Skoda) auf den Gesamträngen 7 bis 11 ein.

Probleme für die Österreicher

Denn Mannfred Stohl hatte abermals mit Problemen zu kämpfen - der Tag endete für den Wiener so, wie er begonnen hatte. Am Morgen waren es blockierende Vorderräder, welche ihm das Leben erschwerten. In der letzten Wertungsprüfung kamen Stohl/Minor mit ihrem Peugeot mit einem Rückstand von 1:50.1 Minuten ins Ziel, wodurch sie auf den zwölften Gesamtrang zurückfielen.

Problematisch gestaltete sich die letzte Wertungsprüfung auch für Andreas Aigner. "Ich hatte von Beginn an einen schadhaften Reifen", berichtete der Oberösterreicher dem WRC-Radio. Doch er nahm es gelassen: "Ich lerne hier für das nächste Jahr". Auf seinen RB Skoda-Teamkollegen Harri Rovanperä trifft dies jedoch nicht zu - der Finne konnte heute trotz seiner Erfahrung wenig überzeugen, lag in der Gesamtwertung sogar hinter dem WRC-Rookie. Die letzte Wertungsprüfung konnte Rovanperä nicht mehr beenden, er musste wegen Getriebeproblemen vorzeitig aufgeben.

Morgen um 9.30 Uhr wird die erste, rund 25 Kilometer lange Sonderprüfung "Loelle" in Angriff genommen.

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