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Loeb siegt vor Grönholm

Sébastien Loeb feiert die Schotter-Premiere des C4 mit einem Sieg vor dem Ford-Duo Grönholm und Hirvonen. Manfred Stohl holt als Sechster drei WM-Punkte. Andreas Aigner geht leider leer aus.

Michael Noir Trawniczek

Mit insgesamt rund 55 Wertungskilometern fiel die dritte Etappe der Rallye Mexiko relativ kurz aus. Die beiden führenden Superstars Sébastien Loeb und Marcus Grönholm wollten ihre Positionen verständlicherweise nicht riskieren und gingen es daher eher "gemächlich" an, zumal der finnische Ford-Werkspilot mehr als eine Minute hinter dem Weltmeister zurücklag.

Die Schotter-Premiere des neuen Citroen C4 WRC verlief mit diesem astreinen Sieg mehr als zufriedenstellend, dennoch erklärte Sébastien Loeb: "Wir müssen gegen die anderen Teams kämpfen und es ist nicht so, dass wir ein einfaches Spiel haben - daher müssen wir weiter arbeiten und den Wagen weiter verbessern." Er werde erst dann zufrieden sein, wenn der C4 wirklich dominieren würde, gab sich Loeb angriffslustig.

Wenngleich Loeb aufschließen konnte - in der Weltmeisterschaft führt weiterhin Marcus Grönholm. "Wir lagen am Freitag hinten, ich glaube irgendwo auf Rang sieben - das war wirklich schlimm. So gesehen ist es gut, noch den zweiten Platz geholt zu haben", gab sich der 38-jährige zufrieden.

Hirvonen bezwang Sordo

Wirklich gekämpft wurde am Sonntagvormittag nur noch um den dritten Platz, den am Samstagabend der zweite C4-Pilot Dani Sordo innehatte, dem jedoch von Norwegen-Sieger Mikko Hirvonen der Kampf angesagt wurde.

Mit zwei SP-Bestzeiten konnte sich der 26-jährige tatsächlich den Podestplatz erkämpfen. "Dieser dritte Platz bereitet mir sehr viel Freude. Okay, wir hatten gestern einen Dreher, aber wir schafften es auch, den Rückstand wieder aufzuholen und den dritten Platz zu belegen. Ich bin sehr, sehr glücklich, diese sechs Punkte erobert zu haben. Wir kommen immer näher an Marcus und Sébastien heran, es sieht also sehr gut aus", gab der Finne zu Protokoll. Aber auch Sordo, der am Ende 16 Sekunden hinter Hirvonen Rang vier belegen und damit sein Schnee-bedingtes Formtief überwinden konnte, war mit seiner Platzierung zufrieden.

Für Subaru begann die Premiere des brandneuen Subaru Impreza WRC 2007 viel versprechend - doch am Ende blieb nur der fünfte Platz von Chris Atkinson. Der jedoch erklärte: "Wir haben ein Top 5-Ergebnis angestrebt, haben aber gedacht, dass wir mehr erreichen können. Letztlich müssen wir jedoch zufrieden sein, dass wir jetzt doch näher an unseren Gegnern dran sind. Wir müssen das Setup noch fein abstimmen, aber wir sind dran."

Stohl holt drei WM-Punkte

Manfred Stohl und Ilka Minor lagen auf einem sicheren und einsamen sechsten Rang, hätten die auf Atkinson fehlenden 54 Sekunden nicht aus eigener Kraft aufholen können - weshalb sich das Kronos-Duo entschied, die drei WM-Punkte nachhause zu fahren.

Stohl erklärte: "Es ist sehr beruhigend, wenn man wieder Punkte macht. Jetzt folgen bis zur Sommerpause noch vier Schotterrallies. Das stimmt mich auch für die WM-Wertung sehr zuversichtlich."

Der junge Stobart Ford-Pilot Jari-Matti Latvala konnte den guten siebenten Platz belegen. Latvala, der den Ford-Oberen regelmäßig mehr als angenehm auffällt, erklärte sichtlich erfreut: "Wir haben bekommen, was wir gewollt haben. Wir kamen hier her, um WM-Punkte zu holen - und das haben wir geschafft." Hinter Latvala belegten seine beiden Teamkollegen Matthew Wilson und Henning Solberg die Ränge acht und neun.

Aigner ging leer aus

Auch in der PWRC gab es an der Spitze keine Veränderungen mehr. Mitsubishi-Pilot Mark Higgins gewann vor den Subaru-Piloten Toshihiro Arai, Kristian Sohlberg, Mirco Baldacci und Trevor Pastrana. Stohl Racing darf sich über den formidablen sechsten Rang von Stepan Vojtech freuen. Andreas Aigner, der nach seinen Motorproblemen und einem Reifenschaden bereits weit zurücklag, kam über Rang elf nicht hinaus.

Die nächste Runde der Rallye-WM wird von 30. März bis 1. April in Portugal abgehalten, der Lauf zählt nicht zur PWRC, sondern zur Juniorenmeisterschaft.

Ergebnis

 1.    Loeb         Citroen       3:48:13.3
 2.    Grönholm     Ford          +    55.8
 3.    Hirvonen     Ford          +  1:27.7
 4.    Sordo        Citroen       +  1:43.7
 5.    Atkinson     Subaru        +  2:24.1
 6.    Stohl        Citroen       +  3:45.5
 7.    Latvala      Ford          +  4:10.8
 8.    Wilson       Ford          + 12:22.6
 9.    Solberg      Ford          + 14:15.7
10. (1)Higgins      Mitsubishi    + 20:31.2
16. (6)Vojtech      Mitsubishi    + 37:30.0
21.(11)Aigner       Mitsubishi    + 54:12.7
(X)= Platzierung PWRC

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