RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Doppelte Podiumsplatzierung für Ford

Ford-Werkspilot Marcus Grönholm konnte mit dem zweiten Platz die WM-Führung behalten - sein junger Stallkollege Mikko Hirvonen wurde Dritter.

Die BP Ford-Werksfahrer Marcus Grönholm / Timo Rautiainen und Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen haben die Rallye Mexiko, vierter von 16 Läufen zur diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft und Auftakt der „Schottersaison“, auf den Plätzen zwei und drei beendet. Damit verteidigen Grönholm und die Marke mit dem blauen Oval nach dem ersten Viertel der 2006er WM-Kampagne sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung die Führung.

Der Finne musste am Freitagmorgen als Erster auf die noch staubigen Prüfungen gehen und verlor dadurch erwartungsgemäß viel Zeit – mit 26,9 Sekunden Rückstand auf den Erstplatzierten Petter Solberg kehrte er zum ersten Service-Halt zurück. Doch auch am Nachmittag lief es für den zweifachen Weltmeister nicht wie erwartet: Obwohl die drei inzwischen saubergefahrenen morgendlichen Wertungsprüfungen (WP) erneut auf dem Programm standen, fiel Grönholm weiter zurück.

„Keine Ahnung, warum“, rätselte der 39-Jährige, der sich am Ende der ersten Etappe mit Rang fünf zufrieden geben musste. Erst seine Techniker fanden die Ursache: Ein defekter Temperatursensor hatte einen noch größeren Leistungsverlust verursacht, als aufgrund der dünnen Höhenluft in den zentralmexikanischen Bergen ohnehin zu erwarten war.

Am Samstag schlug Grönholm wie erwartet zurück. Mit der Bestzeit auf WP 11 gelang dem Ford Focus RS WRC-Pilot sogar das Kunststück, gleich drei Platzierungen auf einen Schlag aufzuholen. Er rückte bis auf die zweite Position hinter Sébastien Loeb vor – eine Platzierung, die er mit insgesamt sechs von 20 WP-Bestzeiten bis ins Ziel untermauern konnte.

„Zuvor habe ich das Fahrwerk modifizieren lassen, von da an lag das Auto besser, ich konnte richtig angreifen“, so der Routinier.

„Wenn Loeb gewinnt, ist es für uns wichtig, Zweiter zu werden. Ich reise als Tabellenführer zur Rallye Portugal, dort kann ich meinen Vorsprung weiter ausbauen.“

Auch Grönholms Teamkollege Mikko Hirvonen – der Sieger der Rallye Norwegen – handelte sich am Freitag als „Straßenfeger“ zunächst einen Rückstand ein. Mit einer guten Reifenwahl und einem etwas strafferen Fahrwerks-Set-up für die WP 4 bis 6 kämpfte er sich schnell wieder von Rang sechs auf drei vor. Am Samstag eroberte der 26-Jährige kurzfristig sogar die zweite Position, fiel aufgrund eines Drehers auf der vorletzten WP des Tages jedoch wieder auf Platz vier zurück.

„Kurz nach dem Start war ich im vierten Gang in einer Rechts-Links-Passage zu schnell und rutschte heraus“, ärgerte sich das Nachwuchstalent. „Diese Eskapade hat gut 25 Sekunden gekostet, zudem wurden beide Hinterreifen beschädigt – was dank des pannenresistenten ,Mousse‘-Systems von BFGoodrich jedoch problemlos blieb.“

Das teaminterne Duell um Rang zwei war für Hirvonen damit zu Ende, dafür aber luchste er dem Spanier Dani Sordo mit einer klaren Bestzeit auf der ersten Sonntags-WP den dritten Podiums-Platz wieder ab. „Ich bin froh, trotz meines Fehlers noch sechs WM-Punkte errungen zu haben“, so Hirvonen. „Vom Speed her komme ich immer näher an Grönholm und Loeb heran, das stimmt mich zuversichtlich. Ich denke, wir dürfen auch für den Rest der Saison mit knappen Resultaten rechnen.“

Malcolm Wilson, Direktor des Team BP Ford, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis: „Marcus und Mikko wurden am Freitag von den Streckenbedingungen gehandicapt, kämpften sich aber trotz kleinerer Widrigkeiten wieder zurück. Wir liegen in beiden WM-Wertungen weiterhin vorn, eine gute Ausgangsposition.“
„Fünf der neun Ford Focus RS WRC, die hier in Mexiko an den Start gegangen sind, gelang der Sprung unter die ersten Zehn“, bilanziert Jost Capito, Direktor des Ford TeamRS.

„Dies beweist die Konkurrenzfähigkeit und die Standfestigkeit unseres Fahrzeugs. Mit Platz zwei und drei haben wir erneut ein gutes Team-Resultat abgeliefert und unsere Positionen in den WM-Tabellen behauptet.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Mexiko

- special features -

Weitere Artikel:

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

Mitropa Cup: Rally del Casentino

Start-Ziel-Sieg für Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 46. Rally Internazionale del Casentino. Rino Muradore /Cristina Delbello siegen im Ford Escort RS 1800 MKII in der Wertung für historische Fahrzeuge.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.