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Große Herausforderung

Erste Rallye der neuen Saison, der Klassiker in Monte Carlo - Manfred Stohl und Ilka Minor wollen ihre Rückkehr zu Kronos mit einem Podestplatz feiern.

Das OMV Kronos Citroen World Rally Team befindet sich in den letzten Vorbereitungen zum Auftakt der FIA World Rally Championship 2007 in Monte Carlo (18. bis 21. Jänner).

Doch bevor Manfred Stohl und Ilka Minor in Valence über die Startrampe rollen, absolviert das OMV Duo am Sonntag noch einen Test in der Nähe von Lyon. Erstmals stehen auch Probefahrten in der Nacht auf dem Programm. Der 34-jährige Österreicher will dabei gemeinsam mit dem Team die optimalen Einstellungen für das Citroen Xsara WRC finden.

OMV Kronos Citroen Teamchef Marc Van Dalen ist überzeugt, dass ein Stockerlplatz möglich ist.

Ungewissheit vor dem Neuen

Die Monte Carlo Rally ist für Manfred Stohl keine Unbekannte. Der OMV Pilot startet bereits zum Neunten Mal im Fürstentum. Doch die diesjährige Auflage des ersten Laufes zur FIA World Rally Championship hat sehr wenig mit Monaco und den vorhergegangenen Veranstaltungen zu tun. Gestartet wird rund 390 Kilometer nördlich - in Valence. In dieser Gegend wurde letztmals 1997 gefahren. Damals war Manfred Stohl zwar am Start, doch daraus lässt sich kein Vorteil generieren.

Stohl: „Das war vor zehn Jahren, nach so langer Zeit erinnert man sich nicht mehr an die Sonderprüfungen. Aufgrund der alten Unterlagen wissen wir auch, dass diesmal ganz andere Strecken gefahren werden. Für mich ist diese Rally so neu, wie für alle anderen auch. Das ist aber sicher kein Nachteil.“

Neu ist auch das Einsatzfahrzeug. Auch wenn der OMV Pilot 2005 zehn Läufe mit dem Citroen Xsara WRC bestritten hat, so betritt er 2007 Neuland. Dennoch sind die Erwartungen des OMV Duos Stohl/Minor hochgesteckt. Stohl: „Wir waren vor zwei Jahren Sechster und im Vorjahr auf Platz vier. Da liegt es nahe, dass wir heuer aufs Podest wollen.“

98 Prozent des Speeds jederzeit abrufbereit

Um sich gut für den ersten „Ernstfall“ vorbereiten zu können, wird am Sonntag in der Nähe von Lyon ausgiebig getestet.

Stohl: „Man kann das Auto von 2005 nicht mit jenem von diesem Jahr vergleichen. Da wurde enorm viel weiterentwickelt. Wir werden mit den Grundeinstellungen von Sebastien Loeb aus dem Vorjahr beginnen und hoffen, dass wir uns an unser Optimal-Setup annähern können.“

Erstmals wird auch in der Nacht getestet, denn am Donnerstag werden bei der Monte Carlo Rallye zwei Nachtsonderprüfungen gefahren. „Es ist nicht schlecht, wenn man sich an die Lichtverhältnisse im Dunkeln gewöhnen kann. Mir liegen Nachtprüfungen - ich bin in der Lage, dass ich jederzeit 98 Prozent meines Speeds abrufen kann. Egal bei welcher Witterung und bei welchen Straßenverhältnissen. Daher kommen mir schlechte Bedingungen eher entgegen“, erklärt der OMV Pilot.

Für die Monte 2007 werden jedoch trockene und berechenbare Verhältnisse prognostiziert. „Da ist es dann notwendig, dass du 102 Prozent gibst. Das ist zwar über dem Limit, aber nur so kann man wirklich ganz vorne dabei sein.“

Teamchef ist von Stohl/Minor überzeugt

OMV Kronos Citroen Teamchef Marc Van Dalen ist trotz der neuen Situation nicht angespannt. „Wir hatten im Vorjahr mit dem Titel von Loeb und dem zweiten Platz in der Hersteller-Wertung eine sensationelle Saison. Ich bin aber überzeugt, dass wir auch heuer viele gute Resultate einfahren und für einige Überraschungen sorgen werden. Das Auto ist perfekt, das Team arbeitet einwandfrei und ich bin von der Klasse von Manfred und Ilka überzeugt. Gerade in Monte ist sehr viel möglich und wir streben natürlich einen Podiumsplatz an.“

328,54 Kilometer auf 15 Sonderprüfungen

Die „Rallye Automobile Monte Carlo 2007“ wird am Donnerstag (18. Jänner) um 18:00 Uhr in Valence gestartet. Noch am selben Tag werden zwei Nachtsonderprüfungen gefahren. Am Freitag und Samstag (19./20. Jänner) stehen weitere zwölf Sonderprüfungen im Raum Valence auf dem Programm.

Samstag Abend übersiedelt der Rallytross nach Monte Carlo, wo am Sonntag in der Früh (09.00 Uhr) lediglich eine Superstage auf Teilen der Strecke des Formel-1-Kurses (Rund um den Swimmingpool) gefahren wird. Insgesamt werden 328,54 Sonderprüfungskilometer gefahren, aufgeteilt auf 15 Prüfungen. Die Gesamtlänge (ohne Überstellungsfahrt von Valence nach Monte Carlo) beträgt 1.185,22 Kilometer.

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