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Solider Saisonstart

Mit den Plätzen drei und fünf hat Ford einen soliden Start in die Saison hingelegt, die falsche Reifenwahl vereitelte ein besseres Resultat.

Mit einem Platz auf dem Podium für Marcus Grönholm/Timo Rautiainen sowie Rang fünf für Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen ist BP Ford bei der 75. Rallye Monte Carlo viel versprechend in die neue WM-Saison gestartet.

Bei frühlingshaften Temperaturen präsentierte sich die Jubiläumsausgabe des Seealpen-Klassikers als reine Asphalt-Rallye – von Schnee oder vereisten Straßen weit und breit keine Spur.

Ein Umstand, der sich für den amtierenden Konstrukteurs-Weltmeister allerdings nicht auszahlen sollte: „Wir haben im Vorfeld mit kühlerem Klima und feuchteren Bedingungen gerechnet“, erläuterte Grönholm. „Deswegen befanden sich die härteren Laufflächenmischungen nicht in der Auswahl, die wir lange vor der Rallye treffen mussten.“

Bereits die beiden Auftaktprüfungen am Donnerstagabend – die erstmals seit zehn Jahren wieder komplett bei Dunkelheit ausgetragen wurden – deuteten an, dass der 38-jährige Finne seinen Vorjahressieg bei der 75. Ausgabe der Königsveranstaltung im Rallye-Kalender nicht würde wiederholen können.

Ein Eindruck, der sich auf der zweiten Etappe am Freitag sowie am Samstag bestätigen sollte: „Meine Reifenwahl war durchgehend eine Nummer zu weich“, so Grönholm, der dennoch einen ungefährdeten dritten Rang bis ins Ziel in Monaco verteidigen konnte.

Auch sein Landsmann und Teamkollege Mikko Hirvonen klagte über eine Fehlentscheidung bei der Pneu-Frage sowie ein zu weich abgestimmtes Fahrwerk. „Dies ist eine reine Asphalt-Veranstaltung“, analysierte der 26-Jährige. „Mir fehlte dadurch etwas Vertrauen ins Auto.“

Ein angepasstes Setup brachte jedoch schnell Verbesserung: „Ab Freitagnachmittag ging es deutlich besser“, so der Finne. „Der Ford Focus ließ sich viel präziser fahren und baute mehr Grip auf.“

Die Änderungen erlaubten es dem Nachwuchstalent, einen Angriff auf den viertplatzierten Chris Atkinson zu starten – zur Freude der zahlreichen Zuschauer. Im Verlauf des Samstag wechselten die beiden Youngster wiederholt die Plätze.

Vor der abschließenden Zuschauerprüfung im Hafen von Monte Carlo lag Hirvonen die Winzigkeit von 0,8 Sekunden vorn. Das dabei ausgeloste direkte Duell mit Ex-Weltmeister Petter Solberg gewann der junge Finne zwar, gegen dessen Teamkollegen Atkinson büßte er aber exakt eine Sekunde ein und musste dem Australier nach 328 WP-Kilometern um ganze 0,2 Sekunden den vierten Endrang überlassen.

„Der Kampf mit Chris war toll“ resümierte Hirvonen. „Natürlich bin ich enttäuscht, den vierten Platz noch verloren zu haben, aber auch so ist mir der solide Saisonstart gelungen, den ich mir gewünscht hatte.“

BP-Ford Teamchef Malcolm Wilson zeigte sich zufrieden mit den Resultaten: „Rang drei und fünf sind ein guter Start in das Unternehmen Titelverteidigung. Schade, dass Mikko Platz vier nicht verteidigen konnte, aber dieses packende Finale zeigt, wie stark und spannend die Meisterschaft in diesem Jahr sein wird.“

Ford TeamRS Direktor Jost Capito: „Schon dieser Saisonstart hat gezeigt, dass der Wettbewerb in dieser Saison noch enger sein wird als in der zurückliegenden – das ist gut für den Sport. Es wird nicht einfach, unseren Markentitel zu verteidigen, aber wir nehmen diese Herausforderung an und werden an ihr weiter wachsen.“

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