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Loeb führt – Hirvonen knapp vor Duval

Loeb führt 41,7 Sekunden vor Hirvonen, knapp dahinter Duval. Latvala vor Solberg auf Rang 4. Dani Sordo musste auf einen Restart verzichten.

Michael Noir Trawniczek

Für Dani Sordo hat der zweite Tag der Frankreich-Rallye mit einer Enttäuschung begonnen – der Spanier, der gestern gegen eine Mauer gekracht war, konnte nicht wie geplant unter „Superally“ die Fahrt fortsetzen – an seinem Überrollkäfig waren Strukturbrüche aufgetaucht, was natürlich ein „Game Over“ zur Folge hatte.

Somit muss Sébastien Loeb bei der „Tour de Corse“ alleine die Kastanien für Citroen aus dem Feuer holen – und er tut dies auf die gewohnte Art und Weise: Mit einer SP-Bestzeit nach der anderen. Erst am Nachmittag oder vielleicht erst am Sonntagvormittag wird Loeb dann einigen anderen Piloten den Vortritt geben - wenn es heißt, den Sieg gemütlich nach Hause zu fahren. An diesem Samstagvormittag jedoch zog es Loeb vor, „mittelhart zu puschen“. In der Praxis bedeutete diese Vorgehensweise lediglich, dass seine Vorsprünge geringer wurden. Loeb gab nach den drei Wertungsprüfungen zu Protokoll: „Ich hatte keine Probleme, alles läuft perfekt. Auf der letzten Prüfung war die Strecke am Beginn nass, daher gab es knifflige Stellen – ich wollte nicht mehr allzu viel riskieren.“

Mikko Hirvonen erklärte gleich am Morgen: „Unsere Aufmerksamkeit gilt heute den Zeiten von Francois Duval.“ Der Belgier war im zweiten Werks-Ford auf der morgendlichen SP 7 prompt schneller als Hirvonen und schob sich auf Platz zwei vor. Doch auf den beiden folgenden Prüfungen 8 und 9 konterte Hirvonen mit der jeweils zweitschnellsten Zeit – vor dem Mittagsservice liegt der 27-jährige Finne 41,7 Sekunden hinter Loeb auf Rang zwei. Duval liegt jedoch nur 2,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen zurück. Der Belgier berichtete: „Ich habe meine Reifen schon auf der ersten Prüfung zerstört, deshalb habe ich nicht mehr gepuscht.“

Aus Dreikampf wurde Duell

Aus dem spannenden Dreikampf um den vierten Platz wurde auf der letzten Wertungsprüfung ein Zweikampf. Nachdem auf der achten Prüfung, mit rund 25 Kilometern die längste das zweiten Tages, die Reifen geschont werden mussten, ereilte Subaru-Werkspilot Chris Atkinson auf der letzten Prüfung vor dem Service ein Reifenschaden: „Wir haben beim Cutten einen Stein getroffen und prompt verlor der Reifen Luft. Weil es einen großen Vorsprung auf Platz sieben gibt, habe ich beschlossen, weiterzufahren - jetzt geht es nur noch darum, Punkte für die Marken-WM zu holen.“

Stobart-Pilot Jari Matti Latvala konnte sich auf der neunten Prüfung gegen Petter Solberg durchsetzen und den Kampf um Platz vier vorerst für sich entscheiden. Solberg liegt jedoch nur 2,6 Sekunden hinter Latvala und erklärte: „Es war so eng, rutschig und nass – wir hatten an den engeren Stellen Probleme, aber es war eine gute Prüfung.“

Atkinson liegt nun als Sechster 1:23 Minuten hinter Solberg zurück – auf Urmo Aava, der Platz sieben belegt, weist der Australier einen Vorsprung von 1:20 Minuten auf. Der PH Sport Citroen-Pilot Aava wiederum liegt 29,3 Sekunden vor Toni Gardemeister im Werks-Suzuki. Brice Tirabassi, dem Piloten des dritten Werks-Subaru, fehlen auf Platz neun liegend auf Gardemeister 23,6 Sekunden. Per Gunnar Andersson im zweiten Suzuki liegt 9,1 Sekunden hinter Tirabassi auf Rang zehn.

In der Junioren-Weltmeisterschaft wird hart um den Sieg gekämpft – vor der Mittagspause führt wieder Martin Prokop, doch Pierre Campana liegt nur 2,6 Sekunden hinter ihm. Mit einem Rückstand von 34,8 Sekunden belegt Alessandro Bettega den dritten Platz, der Meisterschaftsführende Sébastien Ogier liegt weitere 20,5 Sekunden zurück auf Platz vier.

Ab 14.02 Uhr werden auf der Insel Korsika die drei Wertungsprüfungen vom Vormittag ein weiteres Mal in Angriff genommen.

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