RALLYE

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Eine Fanreise an das schönste andere Ende der Welt

Dem 1. Mikko Hirvonen Fanclub ist kein Weg zu weit, eine Abordnung flog bis nach Neuseeland um den finnischen Superstar zu unterstützen und auch zu trösten.

Da seit der Gründung des Mikko Hirvonen Fanclubs vor knapp 3 Jahren bereits beinahe alle aktuellen WM-Läufe in Europa besucht wurden, war in der laufenden Saison die Zeit reif für die ersten Übersee-Reisen des Fanclubs. Die ausgiebigen Planungen dafür begannen dabei bereits Ende des vergangenen Jahres.

Nachdem sich bereits im Frühjahr eine Fanclub-Delegation auf den Weg in das Land der Kakteen und Sombreros machte, stand nun ein Trip zum 11. WM-Lauf der Saison nach Neuseeland auf dem Programm. Auf dem Weg in das Land der Kiwis und der Maoris wurde die als Einstimmung zur Fantour gedachte Deutschland Rallye rund um Trier besucht.

Nach drei actionreichen Rallyetagen war die Zeit gekommen die rund 22 Flugstunden dauernde Anreise auf die cirka 20.000 km entfernte Nordinsel Neuseelands anzutreten. Da vor Beginn des Spektakels auf den traumhaften Schotterpisten rund um Hamilton noch eine Menge Zeit war das wunderbare Land der Kiwis zu erkunden, stand Tag für Tag ein straffes Programm auf der Tagesordnung.

Dabei wurden sowohl landschaftliche Highlights wie Vulkane, Geysire oder traumhafte Strände bewundert, als auch der Adrenalinspiegel durch Canyoning-, Rafting-, oder Caving-Touren in die Höhe getrieben.

Da auch Mikko und Jarmo bereits am Samstag vor der Rallye in Neuseeland ankamen, konnte noch vor Beginn des stressigen Schotterklassikers ein Treffen vereinbart werden. In gemütlicher und entspannter Atmosphäre wurde über den Saisonverlauf, die anstehende Rallye, über die geplanten ausgiebigen Testfahrten fachgesimpelt und über sonstige Anekdoten abseits des Rallyesports gelacht.

Nach durchgeführter Streckenbesichtigung wurde es langsam ernst. Die „Ausbeute“ des Fanclubs bei diesem WM-Lauf kann sich dabei durchaus sehen lassen. Neben Shakedown und Showstart wurden insgesamt 11 Wertungsprüfungen und einmal pro Tag der Servicepark im Veranstaltungszentrum in Mystery Creek besucht.

Eine nette Geschichte ereignete sich dabei während des Showstarts im Zentrum von Hamilton. Da die Organisatoren die österreichische Fahne verloren hatten, musste kurzfristig der Fanclub aushelfen um Andi Aigner gebührend auf der Startrampe empfangen zu können.

Von weitläufigen Absperrungen und überfüllten Serviceparks leidgeplagten Zusehern in Europa ist eine Übersee-Rallye dringend zu empfehlen. In Neuseeland herrschten vielmehr hautnahe Action und entspannte Atmosphäre vor.

Auch mit den üblicherweise stressgeplagten Crews konnte im Ford Catering- Bereich beim gemütlichen Abendessen in entspannter Atmosphäre der Tag resümiert werden und über manch witzige Begebenheit herzhaft gelacht werden. Eine Tatsache die bei europäischen Rallyes in der Form einfach nicht mehr möglich ist.

Höhepunkt der Fanreise bildeten die Sonderprüfungen "Te Akau North" und "Whaanga Coast". Eine in Perfektion vorgetragene Attacke auf der "Te Akau North" führte dabei beim Fanclub zu wahren Begeisterungsstürmen und auch vom Kommentator des WRC-Radios wurde dieser Teufelsritt mit den Worten „Mr. Hirvonen is taking considerably dangerous lines!“ gewürdigt.

Der darauf angesprochenen Ford Besatzung selbst entlockte dies jedoch nur ein schelmisches Lächeln. Ein absolutes Muss für jeden Rallyefan stellte die sonntägliche Wertungsprüfung "Whaanga Coast" dar.

Dass diese pittoreske Sonderprüfung letztendlich den in Greifweite liegenden Sieg von Mikko verhinderte, konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnt werden.

Trotz der allerseits breitgemachten Enttäuschung konnte bei der abschließenden Rallyeparty im Zentrum Hamiltons mit den WM-Stars gefeiert werden. Und zu diesem Zeitpunkt herrschte auch bei Mikko schon wieder Kampfeslust vor. Unter dem Motto: „Was dich nicht umbringt, macht dich nur härter“, konnte der Neuseeland Trip noch mal Revue passiert werden lassen.

Auf der langen Heimreise aus „Mittelerde“ wurde dann auch schon die Idee geboren im September des nächsten Jahres eine Reise an die traumhafte Gold Coast rund um Brisbane zu starten. Da wäre dann auch die Flugzeit nicht mehr so lange…

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