RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Türkei

"Jetzt sind Hänninen und Ketomaa am Zug!"

Zwar verfügt Andi Aigner in der PWRC über 16 Punkte Vorsprung - doch aufgrund der Streichresultate könnten zwei Finnen noch gefährlich werden.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Red Bull Rallye Team

Andreas Aigner und sein Co-Pilot Klaus Wicha haben in der Türkei wieder eine Top-Leistung erbracht - nach Argentinien und Griechenland konnten die Red Bull Rallye Team-Piloten erneut den Sieg in der seriennahen PWRC feiern. In einem Crashnet-Interview sagte Aigner: "Sicher, drei Siege in Folge kommen nicht allzu oft vor - doch für mich bleibt die Meisterschaft von größter Wichtigkeit." Zuletzt feierte der Japaner Toshihiro Arai im Jahr 2003 drei PWRC-Siege in Folge.

Aigner führt nun mit 16 Punkten Vorsprung auf den Finnen Jari Ketomaa respektive Peugeot Super 2000-Pilot Patrick Sandell, Juho Hänninen und Armindo Araujo liegen jeweils 18 Zähler zurück. Doch Aigner erinnert daran, dass "ich bereits eine Rallye mehr als mein stärkster Konkurrent Ketomaa und bereits zwei Rallyes mehr als Hänninen absolviert habe".

In der PWRC herrscht Halbzeit: Vier WM-Rallyes wurden bereits absolviert - vier stehen noch auf dem Programm: Finnland, Neuseeland, Japan und Großbritannien.

Aigner wird zwar in Finnland zu Lernzwecken fahren, doch er wird dort nicht punkteberechtigt sein, weil er Finnland und Japan als Streichresultat gewählt hat. Aigner hat also noch zwei Rallyes, um weitere Punkte einzufahren: Neuseeland und Wales/GB. "In Neuseeland muss ich versuchen, noch vorsichtiger zu fahren - da wäre vielleicht auch ein vierter oder fünfter Platz bereits gut für mich. Ich muss vorsichtig agieren und darf keinesfalls von der Strecke fliegen."

Hänninen hat noch vier Rallyes

Am gefährlichsten ist in punkto Weltmeisterschaft der Finne Juho Hänninen - er liegt zwar bereits 18 Zähler zurück, kann aber noch bei allen vier Rallyes punkten. In Finnland zählt er zu den absoluten Topfavoriten. Holt er dort den Sieg, würde er nur noch acht Punkte zurückliegen...

Jari Ketomaa liegt 16 Punkte zurück, kann noch bei drei Rallyes punkten und zählt in Finnland ebenfalls zu den Topfavoriten.

Armindo Araujo hat ebenfalls nur noch drei Rallyes zur Verfügung - bislang konnte er keinen einzigen Sieg einholen - nur eine Siegesserie im Stile von Aigner würde ihm noch Titelchancen einräumen. Patrick Sandell hingegen hat so gut wie keine Chancen mehr - denn er hat wie Aigner nur noch zwei Rallyes und müsste daher beide gewinnen, während Aigner in Neuseeland und Wales nicht mehr als einen Punkt einholen dürfte.

Somit kann man den Titelkampf in der PWRC de facto als Dreikampf bezeichnen - Aigner gegen Hänninen und Ketomaa. Aigner verfügt zumindest über eine psychologisch nahezu perfekte Ausgangslage - der Steirer erklärt: "Jetzt sind die beiden an der Reihe, sie müssen jetzt Punkte holen. Genau diese Situation war mein Ziel in der Türkei - mit einem Topresultat den Druck auf meine Konkurrenten zu erhöhen." Red Bull Rallye Teamchef Raimund Baumschlager nickt: "Unsere Strategie hat perfekt funktioniert."

Der PWRC-Dreikampf auf einen Blick



Untitled Document
Pilot
Nr
Ag
Gr
Tk
Fn
Ns
Jp
Gb
Total
Andreas Aigner
0
10
10
10
S
S
30
Jari Ketomaa
8
6
-
S
S
14
Patrick Sandell
6
0
-
8
S
S
14
Juho Hänninen
10
S
2
S
12
Armindo Araujo
2
S
6
4
S
12


Legende: Nr=Norwegen, AG=Argentinien, Gr=Griechenland, Tk=Türkei, Fn=Finnland, Ns=Neuseeland, Jp=Japan, Gb=Großbritannien.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Türkei

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

„Rappolz-Arena“ startet durch

Thomas Leichtfried: Der „Retter“ von Rappolz

Nach dem Ende von Dynamite Tours drohte das Schotter-Areal in Rappolz brach zu liegen - doch mit Thomas Leichtfried übernimmt nun ein erfahrener Racer das Gelände…

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.