RALLYE

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Citroen kann WM-Führung ausbauen

Loeb gewinnt zum ersten Mal die Norwegen-Rallye, Sordo auf Platz 5. Für das Citroen Junior Team holt Novikov zwei Herstellerpunkte.

Nach einem spannenden Kampf bis zur letzten Minute konnten Sebastién Loeb und Co-Pilot Daniel Elena die Rallye in Norwegen für sich entscheiden. Der 49. WM-Sieg für die französisch-monegassische Mannschaft war gleichzeitig der erste Erfolg in Norwegen. Loeb und Elena haben jetzt in 20 verschiedenen Austragungsorten mindestens einen WM-Sieg errungen. Der fünfte Platz von Dani Sordo und Marc Mati sichert dem Citroen Sport Team auch die Führung in der Hersteller-WM.

Bei blauem Himmel und minus 20 Grad beendet Loeb den ersten vollen Tag auf den engen Passagen um Kongsvinger mit einem knappen Vorsprung auf die Konkurrenz. Sordo ist mit dem vierten Platz zufrieden und will versuchen, die Position zu halten. Auf den Sonderprüfungen der zweiten Etappe in der Region um Lillehammer bauten Loeb und Elena mit fünf Bestzeiten ihre Führung aus. Die Kollegen Sordo und Marti beenden den zweiten Tag auf dem fünften Platz.

Die dritte und letzte Etappe der Norwegen Rallye ist auch die längste. Östlich von Hamar werden 126 km gefahren. Loeb nimmt zwar einen Vorsprung von 15 Sekunden vom Vortag mit, verliert aber auf der SP18 5,3 s auf die Konkurrenz. Loeb dazu: „Ich bin zwar gut gefahren, aber auf der Straße lag zuviel loser Schnee über dem Eis.“ Vor dem 30-minütigem Service-Break konnte Loeb wieder seinen ursprünglichen Zeit- Polster aufbauen. Nach der Pause entscheidet Hirvonen wieder zwei Wertungsprüfungen für sich, verkürzt so den Abstand auf Loeb und liegt vor der letzten SP nur 7,7s hinter dem Franzosen. Die zweite Runde der Rallye-WM wird auf der 19,74 km langen SP Bodum entschieden, auf deren langen Geraden die Piloten Geschwindigkeiten um die 200 km/h ereichen. Loeb absolviert die letzte SP unbeschadet und gewinnt die Norwegen Rallye mit einem knappen Vorsprung von 9,8s. Loeb erschöpft: „Manchmal ist es nett, wenn es vorbei ist.“

„Mental war es eine sehr harte Rallye,“ meinte Sebastién Loeb. „Es wurde eng, als Hirvonen auf der SP18 den Abstand auf uns verkleinerte. Aber wir haben nicht aufgegeben und hatten auch ein paar haarige Momente. Auf der letzten SP wusste ich, dass der kleinste Fehler die Arbeit eines ganzen Wochenendes zerstören konnte. Aber alles klappte und es ist wunderbar, die Norwegen-Rallye das erste Mal zu gewinnen. Die Bedingungen waren perfekt, vom Start bis zum Ziel. Das C4 WRC war ein zuverlässiger und kampfstarker Verbündeter.“

Dani Sordo startet den letzten Tag vom fünften Platz und hielt diese Position bis zur Ziel -Flagge. Sordo sagt: „Es war kein leichter Tag, ich war nicht hundertprozentig relaxt heute früh. Auf der ersten SP benutzte ich den Aufschrieb von 2007. Am Nachmittag lief es besser und ich bin froh, Hersteller-Punkte für Citroen gesichert zu haben.“

Teamchef Olivier Quesnel war vom zweiten Sieg in dieser Saison sehr angetan. Quesnel meinte: „Wir haben diese Rallye als Außenseiter begonnen, aber irgendwie verlief sie so wie die Finnland Rallye 2008. Hut ab vor Mikko Hirvonen. Er hat einen fantastischen Kampf geliefert und ich denke, dass Loeb und er in Norwegen auf demselben Niveau gefahren sind. Es war sehr eng, aber der Gewinn von 20 verschiedenen WM-Rallyes zeigt auch, wie unglaublich anpassungsfähig Loeb und Elena sind. Aber auch Dani Sordo hatte eine gute Rallye. Es war wichtig für uns, seinen fünften Platz abzusichern und ihn etwas zurückzuhalten, um Herstellerpunkte einzufahren. Er hat wieder einmal einen großen Anteil am Erfolg von Citroen Sport.“

Für das Citroen Junior Team konnten Evgeny Novikov und Beifahrer Dale Moscatt zwei Punkte in der Hersteller-Wertung einfahren. Sebastién Ogier wurde Zehnter.

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