RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Portugal

„Wir werden sehen!“

Marcus Grönholm spricht über seinen Abflug auf der ersten Samstags-Prüfung und zieht nach seinem Comeback Bilanz. Weitere Rallyes? „Wir werden sehen!“

Michael Noir Trawniczek

Marcus Grönholm hat am Freitag eindrucksvoll demonstriert, dass er noch lange nicht zum “alten Eisen” zählt – der 41-jährige Doppelweltmeister konnte im Prodrive Subaru Impreza WRC2008 Spitzenzeiten markieren und mit etwas Glück wäre auch eine Bestzeit drin gewesen. Und das, obwohl sich Grönholm anfangs noch etwas „eingerostet“ fühlte und „zu früh bremste“, wie er offen zugab.

Am Samstag jedoch wollte Grönholm seine Startposition (4.) nützen und zum Angriff auf die Top 3 blasen – sein Rückstand betrug zu diesem Zeitpunkt nur 23,9 Sekunden.

Doch schon auf der ersten Prüfung des Samstagmorgens, der 22,61 km langen SP „Santa Clara“ passiert das Malheur: Grönholm kam von der Strecke ab. Gegenüber der offiziellen WRC-Website erklärte er: „Okay, am Beginn der Prüfung war ich vielleicht ein bisschen zu aufgeregt, ich wollte unbedingt schnell fahren und eine gute Zeit markieren. In einer Linkskurve kam ich ein bisschen zu weit raus und ich schlug mit dem Heck gegen einen Baum. Wir haben uns einmal überschlagen und sind wieder auf den Rädern gelandet. Ich habe den Motor gestartet, fuhr zurück auf die Strecke – doch nach zirka fünf Kilometern gab es Überhitzungsprobleme und wir mussten stehen bleiben.“

Grönholm wird die Rallye nicht fortsetzen können – er zieht dennoch eine positive Bilanz: „Ich bin für eine lange Zeit keine Rallye mehr gefahren – hinter Loeb zu starten und zu versuchen, die gleichen Zeiten wie er zu fahren – hey, das ist nicht leicht! Sicher, wir waren schnell auf Pace gestern – aber so plötzlich in die WRC zurückzukehren, mit einem neuen Auto, da hat noch nicht alles so zusammengespielt, wie es sein sollte. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht – und das war’s dann.“

Ob und wann Grönholm sein Comeback fortsetzen möchte – diesbezüglich wollte sich der Finne nicht festlegen: „Es war okay hier – und es war nett bis zum Samstagmorgen. Wegen weiterer Rallyes – gut, man weiß ja nie. Wir werden sehen.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Portugal

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.