RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Knapp vorbei ist auch daneben

Die Rallye-Staatsmeisterschaft 2014 ist in Krems auch für das Peugeot Tasch-Rallye-Team zu Ende gegangen. Leider nicht ganz mit den erhofften Erfolgen.

Foto: Werner Schneider

Der Wr. Neustädter Alois Handler und sein Copilot Andreas Scherz scheiterten mit ihrem Versuch, Platz 3 in der 2wd-Kategorie der Staatsmeisterschaft zu verteidigen.

"Die Chance war schon nach den Asphaltprüfungen am Freitag nur noch minimal. Seit der 2. Sonderprüfung hatten wir fast keine Bremswirkung mehr. Wir mussten die restlichen vier Prüfungen mit unserem Peugeot 207 ohne wirklich brauchbare Verzögerung fahren und vor allem in der zweiten Hälfte der langen vorletzten Prüfung konnte ich nur noch die Handbremse verwenden."

"Das hat so viel Zeit gekostet, dass wir natürlich völlig den Kontakt zu unserem Konkurrenten Daniel Wollinger verloren haben. Im Abend-Service konnten meine Mechaniker das Problem beseitigen. Im Prinzip hätte uns nur noch geholfen, wenn er ausgefallen wäre, aber das ist nicht passiert. Am Ende haben wir wenigstens noch Platz 5 in der 2wd-Kategorie erreicht und in der Meisterschaft den 4. Platz von 2013 erfolgreich verteidigt, wenn man das so sagen will. Das Saisonziel haben wir damit knapp verfehlt, aber wir sind zumindest das drittbeste österreichische Team im Championat; das ist wenigstens etwas. 2015 heisst es dann 'Neues Jahr, neuer Versuch'", so Handler resümmierend.

"Schade, dass uns das mit dem Kühler im März im Rebenland passiert ist (Anmerkung: ein aufgewirbelter Stein hatte bei der Rebenland-Rallye in der Südsteiermark ein Loch in den Kühler geschlagen). Das waren am Ende vielleicht die Punkte die uns gefehlt haben."

Alfred Leitner aus Maria Lankowitz hatte seinen Titel im sogenannten "OSK-Pokal 1", genauer gesagt bei den seriennahen Fahrzeugen bis 2000 ccm, ja schon in der Tasche und war mit seiner hessischen Copilotin Jasmin Noll auf ein stressfreies Wochenende und einen weiteren Klassensieg fixiert.

Beides ging sich nicht aus. Vor allem der Samstag war einigermaßen dramatisch: Am späten Vormittag gaben sowohl die Getriebeaufhängung als auch die Schaltkulisse der Belastung der durch den Regen aufgeweichten Schotterstraßen nach. Die Mechaniker konnten das Auto zwar im Mittagsservice reparieren, aber ein Reifenschaden und der damit verbundene Wechsel des linken Vorderrades auf der vorletzten Prüfung waren dann zu viel. In der Wertung für den "OSK-Pokal 1" blieb noch Platz 2, etwas über zwei Minuten hinter dem Waidhofener Polizisten Wolfgang Werner (Suzuki Swift), einem Lokalmatador. Immerhin blieb der Klassensieg.

"Das war zwar nicht das, was ich mir vorgestellt habe, aber gut. Das ist Rallye. Schade, dass die Waldviertel-Rallye insgesamt in diesem Jahr nicht wirklich dem entsprochen hat, was man sich von ihr aufgrund ihrer Tradition erwarten kann. Die Verlegung des Zieleinlaufs nach Krems war beispielsweise ein völliger Flop, weil die Zuschauer, die den versteckten Ort bei den Österreich-Hallen gefunden haben, konnte man einer Hand abzählen. Voriges Jahr, als wir direkt vor dem Schloss Grafenegg ins Ziel gefahren sind, war die Stimmung ungleich besser. Was ich 2015 machen werde, muss ich mir über den Winter noch überlegen. Da gibt es mehrere Varianten, die wir intern diskutieren werden."

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Austrian Rallye Legends 2026

Schon jetzt Zusagen aus neun Nationen!

Es sind noch sieben Wochen bis zum offiziellen Nennschluss der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ (24. bis 26. September) - schon jetzt gibt es Zusagen von Teams aus neun Nationen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...

WRC Finnland: Nach Tag 2 (SP10)

Ogier trozt dem Regen-Chaos

Sebastien Ogier verteidigt am Freitagnachmittag die Spitze bei der Rallye Finnland: Heftiger Regen wirbelt das Klassement durcheinander - Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz 2

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.

WRC Estland: Bericht Keferböck

Wieder maximale Ausbeute im WRC Masters Cup

Auf den selektiven, zum Teil irrwitzigen Schotter-Prüfungen der Rally Estonia konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor ihren dritten Sieg im WRC Masters Cup einfahren und damit die Tabellenführung weiter ausbauen.

WRC Finnland 2026: Bericht

Nächster Pajari-Sieg nach Ogier-Drama

Zweiter WRC-Sieg in Folge für Sami Pajari: Der Toyota-Pilot gewinnt seine Heimrallye, nachdem Sebastien Ogier auf dramatische Weise ausscheidet. Keferböck/Minor auf Platz 2 der WRC Masters.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...