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WRC: Mexiko-Rallye

WRC-Piloten wollen Fahrervereinigung

Die WRC-Werksfahrer der Rallyeweltmeisterschaft wollen eine Pilotenvereinigung ähnlich der Formel-1-Gewerkschaft GPDA installieren.

Die führenden Fahrer und Co-Piloten der Rallye-WM werden sich nächste Woche in Mexiko treffen, um ihre Pläne für eine Art Gewerkschaft zu besprechen. Die Piloten fühlten sich zueletzt bei der Schweden-Rallye vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen, als es darum ging, welche Sonderprüfungen ob der wechselhaften Wetterbedingungen gefahren werden können. In der Rallye-WM gibt es aber keinen überbordenden Enthusiasmus für eine etwaige Fahrervereinigung.

Es gibt sogar Befürchtungen, dass sich dadurch Debatten direkt vor WM-Läufen zusätzlich verlängern könnten. Der GPDA-Vorsitzende Alexander Wurz betont jedoch die Vorteile einer solchen Pilotenvereinigung: "Solch eine Institution ist sehr hilfreich für das gesamte System. Manche Leute glauben, dass dies eine Gewerkschaft formt, die Probleme macht und Prozesse behindert; das ist aber nicht der Fall. Wenn man möchte, dass der Sport in irgendeiner Weise optimiert wird, ist es sehr wichtig, dass die Fahrer mit einer Stimme sprechen."

Wurz ist bereit, das Potenzial einer Zusammenarbeit mit einer solchen WRCDA für die GPDA zu prüfen. "Wir würden Diskussionen mit den Fahrern der Rallyeweltmeisterschaft begrüßen, um über eine Form von Kooperation der beiden Parteien nachzudenken. Ich würde gerne mit ein paar Fahrern sprechen und dann mit meinen Jungs reden, um zu schauen, was möglich ist. Das wäre für alle Beteiligten hilfreich."

Der zweifache Sieger der 24h von Le Mans hat auch schon einen möglichen Kandidaten für den WRCDA-Vorsitz ausgemacht: Robert Reid, Rallyeweltmeister des Jahres 2001 als Co-Pilot von Richard Burns (Bild oben). "Robert ist ein Weltmeister, und er war lang genug dabei, um zu wissen, wie es läuft", meint der Österreicher.

"Er versteht die Denkweise. Wenn du noch im Wettkampf bist, denkst du über die Dringlichkeit nach, die Dämpfereinstellungen zu ändern. Wenn du allerdings als Mitglied einer Interessensgruppe arbeitest, kann es Monate dauern, bis man solche Änderungen umsetzt und du brauchst jemanden an deiner Seite, der das versteht."

Wurz kennt Reid von ihrer gemeinsamen Arbeit für die FIA Young Driver Academy. FIA-Rallyedirektor und WM-Manager Jarmo Mahonen hat gegenüber Autosport bereits zu Beginn des Monats bestätigt, dass er sich mit den Crews nächste Woche in Mexiko treffen wird, um dieses Thema mit ihnen und den Organisatoren zu besprechen.

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