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Rallye-WM: News

Prokop: Ogier im privaten VW Polo WRC?

Laut Martin Prokop wäre der Franzose heuer um ein Haar nicht bei M-Sport gelandet, sondern in einem privaten Polo WRC seines Teams.

Nach dem Ausstieg von Volkswagen aus der Rallye-WM infolge der Abgasmanipulationen war die Zukunft von Sébastien Ogier lange unklar. Nun geht der Weltmeister 2017 zwar für M-Sport an den Start, doch laut Martin Prokop wäre fast alles anders gekommen. Gegenüber Autosport hat der 34jährige Tscheche verraten, dass er sich mit Ogier bereits über einen privaten Einsatz des neuen VW Polo WRC einig war – letztlich ist das Projekt allerdings gescheitert.

"Es war bereits alles arrangiert", sagt Prokop und verrät, dass Ogiers persönlicher Hauptsponsor in das Projekt involviert war. Doch dessen Logo prangt nun auf auf dem Ford Fiesta WRC von M-Sport. "Es was eine wundervolle Idee: der Polo WRC bei uns in [der Teambasis im tschechischen] Jihlava, und Sébastien Ogier in einem Auto, das von unserem Team betreut wird", erzählt Prokop.

"Selbst den Leuten bei Volkswagen hat die Idee gefallen, dass ihr Auto nicht im Museum endet", so der 34jährige weiter. Doch was ist letztlich schiefgelaufen? "Kurz vor der Unterzeichnung des Vertrags wurde VW Geld aus Katar versprochen", erklärt Prokop das Scheitern des Deals. Hintergrund: Bereits im Herbst hat es Gerüchte gegeben, wonach Nasser Al-Attiyah ein privates katarisches WRC-Team aus dem Boden stampfen könnte.

"Alles war blockiert", ärgert sich Prokop. "Ogier hat sich großzügig gezeigt und die Frist für die Vertragsunterzeichnung zwei Mal verlängert." Doch weil es mit Volkswagen weiterhin nicht vorwärts ging, unterschrieb der Franzose Mitte Dezember bei M-Sport. Prokop schloss sich ersatzweise mit Mads Østberg zusammen, doch die VW-Prototypen konnten sich die beiden ebenso wenig sichern wie die Investoren aus Katar.

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass eine nachträgliche Startgenehmigung für den neuen Polo WRC endgültig vom Tisch ist. Die FIA lehnte eine Ausnahmeregelung für die verpasste Homologation ab. "Wir akzeptieren diese Entscheidung, bedauern es aber im Interesse unserer Kunden", erklärte VW-Motorsportchef Sven Smeets. Østberg und Prokop setzen stattdessen nun auf ebenfalls auf WRCs von M-Sport.

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