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Rallye-WM: News

"2017er-Polo war großartiges Auto"

Toyota zählt bei der Weiterentwicklung auf die Erfahrung von Jari-Matti Latvala - Der Finne kann sein Wissen von seiner Zeit bei Ford und VW einbringen.

Fotos: RedBullContentPool, Photo4

Mit 171 Starts in der Rallye-Weltmeisterschaft kann Jari-Matti Latvala auf so viel Erfahrung wie derzeit kein anderer aktiver Fahrer zurückgreifen. Das war auch ein wesentlicher Punkt, warum ihn Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen an Board holte. Latvala soll helfen, den Yaris zu einem Topauto zu entwickeln. "Tommi und Juho (Hänninen; Anm. d. Red.) haben viel getestet und ein gutes Basissetup erarbeitet", meint Latvala im WRC-Podcast. "Aber es gab Dinge, die ich vom Auto verlange."

Der Finne gilt als sehr analytischer Fahrer, der sich viele Gedanken macht und auf Details achtet. "Was ich auf technischer Seite bei Ford und Volkswagen über das Auto gelernt habe, hat mir bei Toyota geholfen, mit dem Setup zu arbeiten und zu sehen, was wir noch brauchen", sagt er deshalb. Vor allem die Erfahrung bei Volkswagen ist viel wert. Über drei Jahre lang war der Polo das beste Auto und Latvala war auch in die Testarbeit mit dem 2017er-Polo eingebunden. Er hatte also eine Referenz, als er zum ersten Mal in den Yaris stieg.

Viel ist über die Performance des 2017er-Polo nicht bekannt. Aber Latvala versichert: "Es war ein großartiges Auto, keine Frage! Die Zeit, die wir im vergangenen Jahr für die Testfahrten investiert haben, hat mir viel geholfen. Es war ein sehr gutes Auto, aber ich genieße es auch sehr, den Toyota Yaris zu fahren. Aber der Polo hätte auch viel Spaß gemacht." Trotzdem bedauert auch Latvala, dass der neue Volkswagen nicht im Wettbewerb ist.

Auch wenn er bisher nicht viele Tests mit dem Yaris zurücklegen konnte, machte Latvala seinen Einfluss geltend: "Als ich gekommen bin, ist mir sofort aufgefallen, dass der Yaris sehr zuverlässig und stark ist. Diesbezüglich war das Auto auf einem perfekten Level. Mit der Performance des Motors war ich nicht so glücklich. Dann habe ich den Ingenieuren versucht zu helfen und meine Erfahrung meiner Vorgängerteams einfließen zu lassen."

Dabei geht es um Details wie zum Beispiel der Motor auf das Gaspedal reagiert, aber auch die Abstimmung der Differenziale. "Die Ingenieure konnten auf meine Informationen reagieren und sie haben sehr gute Fortschritte gemacht. Dann versuchte ich Informationen für die Abstimmung der Differenziale zu geben und bei der Getriebeabstimmung zu helfen", so Latvala. "Wenn man von einem siegreichen Team kommt und weiß, was sie getan haben, dann hat man natürlich nützliche Informationen, die man in einem neuen Team einbringen kann. Man kann das aber niemals kopieren, denn jedes Auto hat einen anderen Charakter."

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