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ERC/ORM: Jännerrallye 2015

Attacken aus dem Hinterhalt

Die Jännerrallye ist nicht nur der Auftakt zur ERC, auch die ORM feiert ihren Startschuss: Baumschlager, Grössing und Co rollen das Feld von hinten auf.

Foto: Harald Illmer

Das nationale Feld, also jene Piloten, die nicht für die ERC, sondern für die ÖRM genannt haben, startet am 5./6. Jänner nach den ERC-Teilnehmern, weshalb sich die Fans wohl warm anziehen müssen. Denn das bedeutet, dass unter anderem auch Österreichs Meister Raimund Baumschlager oder Gerwald Grössing erst nach dem letzten ERC-Starter ins Rennen geschickt werden.

Wenngleich Baumschlager verspricht: „Das Warten wird sich auszahlen, ich fahre voll auf Angriff, um ganz vorne dabei zu sein.“ Der Oberösterreicher hat für die Jännerrallye eine Nennung für die RC 17 abgegeben, in welcher Autos zugelassen sind, welche nicht den ERC-Bestimmungen entsprechen müssen, jedoch für die österreichische Meisterschaft bzw.Pokalwertung punkteberechtigt sind.

„Das ist für uns kostengünstiger“, erklärt Baumschlager, der wie gewohnt im Skoda Fabia S2000 aber mit einem neuen Design antritt, damit diesmal jedoch in der ERC-Wertung nicht aufscheinen wird. „Aber nachdem es ja sehr wahrscheinlich Schneefahrbahnen geben wird, ist die hintere Startnummer kein wirklicher Nachteil. Dass ich mit den schnellsten Fahrern mithalten kann, davon bin ich überzeugt, obwohl die natürlich schon ganz gewaltig andrücken. Aber es wird spannend werden, das Feld einmal von hinten aufzurollen.“

Auch Gerwald Grössing fährt in der RC 17: „Wir wollten eigentlich mit dem Ford Fiesta R5 in der ERC starten, aber leider ist dieser bei einer Rallye in Tschechien total zerstört worden und wird momentan komplett neu aufgebaut. Deshalb müssen wir in Freistadt auf unseren alten Mitsubishi Evo IX zurückgreifen, mit dem wir in der ERC gar nicht mehr startberechtigt wären. Unser Ziel ist deshalb nur Schadensbegrenzung hinsichtlich der Punktewertung in der Meisterschaft zu betreiben, weil es ja ab heuer keine Streichresultate mehr gibt.“

Zu den namhaften Startern in der RC 17 gehört auch der regierende österreichische Rallye-Challenge-Gesamtsieger Gerald Rigler. Er bringt einen Mitsubishi Evo IX an den Start. Auch der Oberösterreicher Robert Zitta hat mit seinem Subaru Impreza WRX STi einen starken Boliden. Und letztendlich hofft der Steirer Daniel Wollinger durch die Abwesenheit von Titelverteidiger Michael Böhm auf Zähler in der 2WD-Wertung, die am Ende der Meisterschaft vielleicht Goldes wert sein könnten. Wollinger, der in einem Opel Corsa OPC sitzt: „Ich muss einfach jede Chance nützen, um zu punkten.“

Im Rallyepokal der OSK kommt es zum hochinteressanten Aufeinandertreffen von Routiniers und Lokalmatadoren aus dem Mühlviertel. Diese wissen besonders im Raum Freistadt auch durch ihre Straßenkenntnis jedes Jahr aufzuzeigen und können trotz unterlegener Fahrzeuge für Topzeiten sorgen.

Hier gilt das Interesse insbesondere Christian Mitterlehner (Audi S2), Manfred Hinterreiter (Mercedes 90E), Erwin Kollingbaum ((BMW E30 325i), Mario Klopf (Ford Escort RS2000) und Karl Raab (BMW 2002 TI), die allesamt vom Rallyeclub Perg kommen. Klopf und Raab treten dabei in der Klasse 14, dem Historischen Pokal, an.

Christoph Klausner aus Rohr im Kremstal will wieder einmal mit seinem Audi Coupé Quattro aus dem Jahr 1985 die Fans begeistern. Genauso wie natürlich Drift-Künstler Niki Glisic, der seinen BMW E30 M3 ebenfalls immer wieder in bewundernswerte Schräglagen zu bringen weiß.

Nicht zu vergessen Mario Traxl (Mitsubishi Evo III), Simon Wagner (Mitsubishi Evo V) oder der einfach unverwüstliche Vorarlberger Kurt Adam (Opel Kadett GSI 16V), der 2013 mit 77 Jahren den Pokalsieg in der Div. P2 holte. Jeder einzelne von ihnen ist es wert, dass man auf ihn wartet.

Wettertechnisch präsentiert sich die Gegend um Freistadt weiterhin erfreulich verschneit und noch erfreulicher sehr kalt, womit garantiert ist, dass der Schnee erhalten bleibt.

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