RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Analyse

Erhalten Privatteams neue Polo WRCs?

Wird der neue Polo WRC doch in der Rallye-WM zu sehen sein? Interesse von Privatiers ist gegeben, VW hält sich alle Optionen offen.

Der Saisonauftakt zur Rallyeweltmeisterschaft 2017 rückt mit jedem Tag näher, der Klassiker in Monte Carlo wird schon in rund eineinhalb Monaten ausgetragen. Nach dem Volkswagen-Ausstieg sind noch viele Fragen offen, z.B. was Sébastien Ogier machen wird. Bei der FIA-Gala in Wien meinte der Weltmeister: "Hoffentlich kann ich in einigen Tagen etwas verkünden und alle informieren, was ich im nächsten Jahr machen werde." Er hofft, bei der "Monte" am Start zu stehen, doch zu 100 Prozent sicher soll das noch nicht sein.

Nach Testfahrten mit den neuen Autos von Toyota und M-Sport könnte sich eine weitere Möglichkeit ergeben. Laut eines Berichts des Magazins Autocar könnte Volkswagen im nächsten Jahr den fertig entwickelten Polo WRC verleihen. "Viele Privatteams haben nach dem Auto gefragt. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, aber da die Entwicklung zu 99 Prozent abgeschlossen ist, würde es Sinn ergeben, die letzten Details der Homologation zu erledigen", wird Entwicklungschef Frank Welsch zitiert.

Wandert der neue Polo WRC also doch nicht direkt ins Museum? Trotz der Ausstiegsankündigung wird die Entwicklung mit Testfahrer Marcus Grönholm fortgesetzt; zuletzt wurde in Schweden auf Schnee und Eis getestet. Anders als etwa Audis neuer LMP1, der nur auf dem Papier existiert, wäre das WRC theoretisch einsatzbereit. Sollte Volkswagen den Polo homologieren, müssten allerdings zwei Autos für die WM eingeschrieben werden.

Wird ein Privatteam das 2017er-WRC einsetzen? Wird Ogier einen davon fahren? Eine Entscheidung soll es noch heuer geben. "Momentan kann ich nur sagen, dass Leute Interesse daran haben", so Welsch. "Wir halten uns die Möglichkeiten offen." Eine weitere Frage betrifft das 2016er-WRC: Privatteams könnten dieses Auto im Rahmen der neuen "WRC Trophy" einsetzen, auch diesbezüglich gibt es noch keine offizielle Entscheidung. VW würde das Auto nur vermieten, nicht verkaufen. Bis zum 16. Dezember 2016 können sich Crews für die Rallye Monte-Carlo 2017 einschreiben.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Analyse

Weitere Artikel:

TEC7 ORM: Wer wird wie Meister?

Das spannendste Finale der TEC7 ORM

Am kommenden Wochenende wird bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach am Wechsel der ORM-Staatsmeister gekürt / Drei Piloten haben die Chance – nur einer kann es werden / Auch in der ORM 2 gibt es ein Titelduell

ORM/ARC, OBM Rallye: Vorschau ARC

Gerolf Schuller will die Führung zurückerobern

In Abwesenheit des ARC-Leaders Johann Georg Lindner möchte Gerolf Schuller bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye die Führung in der Clubmeisterschaft zurückerobern. Von den 43 Startern bei der letzten ORM/ARC-Kombi-Rallye sind 26 ARC-Teams am Start.

TEC7 ORM3, OBM Rallye: Bericht

Lukas Dirnberger gewinnt zum Abschluss

Während der bereits in Weiz fixierte TEC7 ORM3-Champion Marcel Neulinger nach seinem Unfall beim EM-Lauf in Polen einen langen Reha-Weg zu beschreiten hat, unterstrich Vizemeister Lukas Dirnberger seine Position mit einem klaren Sieg.

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Rosenberger

Achtungserfolg für Kris Rosenberger

Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher versäumen das Podium nur sehr knapp - Rang vier bringt schlussendlich viele wichtige Punkte für die EHRC Gravel Wertung - Erstes Antreten auf den finnischen Schotter-Autobahnen als eindrückliches Erlebnis

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück