RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Capito: VW hätte auch 2017 dominiert

Ex-Volkswagen-Motorsportchef Jost Capito ist fest davon überzeugt, dass Volkswagen auch 2017 in der WRC das Maß der Dinge gewesen wäre.

Wie stark wäre der Volkswagen Polo des Jahrgangs 2017 in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gewesen? Diese Frage wird nach dem Rückzug des deutschen Herstellers und der gescheiterten Homologation das Autos für Einsätze durch Privatteams wohl auf ewig unbeantwortet bleiben, da sich der in Hannover entwickelte Polo im Wettbewerb nie mit der Konkurrenz von Hyundai, Citroen und Co. messen kann.

Somit kann man nur spekulieren, wie gut der für das neue Reglement entwickelte Polo gewesen wäre. Und das kann kaum jemand besser als Jost Capito, der bis Ende August 2016 Motorsportchef von Volkswagen und damit für die Entwicklung des 2017er-Autos verantwortlich war. Seiner Einschätzung nach hätte die Volkswagen-Dominanz auch mit dem neuen Auto angehalten.

"Volkswagen hat früher als alle anderen angefangen, am 2017er-Auto zu arbeiten", sagt Capito gegenüber Autosport. "Die Entwicklung des 2016er-Autos haben wir schon Ende 2015 komplett eingestellt. Bei den Pre-Event-Tests sind wir fast immer mit dem 2017er-Auto gefahren. Die Zeit, die Volkswagen in die Entwicklung des Auto gesteckt hat, wäre auf jeden Fall ein Vorteil gewesen", so Capito.

Diesen Vorteil hatte 2016 allerdings auch Citroen, die nur ein Teilzeitprogramm in der WRC fuhren und sich ebenfalls voll auf die Entwicklung des neuen Autos konzentrierten. Der C3 ist allerdings keineswegs das beste Auto des WRC-Jahrgangs, sondern nervt seine Fahrer mit teils unberechenbarem Fahrverhalten. Anhand einiger Aussagen von Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala glaubt Capito jedoch daran, dass Volkswagen mit dem Polo 2017 besser aufgestellt gewesen wäre.

"Die früheren Volkswagen-Fahrer, die nun anderswo fahren, beklagen sich dort teilweise der ihre Autos, weil sie wissen, zu was die 2017er-Autos in der Lage sind. Es sieht also so aus, als hätte Volkswagen ein besseres Paket gehabt", meint Capito. "Volkswagen hätte die richtige Strategie, die richtigen Fahrer und einen Vorteil gehabt."

Doch diesen Vorteil kann Volkswagen nach dem Rückzug in Folge der Abgasaffäre nun nicht ausspielen. "Für die WRC insgesamt ist es vielleicht gut, dass es nicht so gekommen ist", sagt Capito. "Als Hersteller will man aber gewinnen. Dafür wurde ich, dafür wird das Team bezahlt. Also haben wir alles in unserer Macht stehende getan, um 2017 in der bestmöglichen Position zu sein."

Daher schmerzt es ihn sehr, das Auto nun nicht im Wettbewerb zu sehen. "Wenn man all seine Kraft und sein Herzblut da hineinsteckt, das ganze Team hart daran arbeitet 2017 gut aufgestellt zu sein und man dann das Auto nicht fahren sieht und die Früchte der Arbeit ernten kann, ist das wirklich frustrierend."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

AARC, Mühlstein Rallye: Vorschau

AARC erwartet 16 Teams

16 Teams, davon 8 Teams aus dem Ausland werden bei der Mühlstein Rallye erwartet, daher sind Spannung und ein AARC-Führungswechsel möglich.

WRC, Finnland: Vorschau K4

Grüne Energie geht an den Start

Ein Spezialist für nachhaltige Energielösungen begleitet bei der Finnland Rallye das österreichische K4 Rally Team rund um Johannes Keferböck und Ilka Minor, das den WRC Masters Cup der Rallye-Weltmeisterschaft anführt.

WRC Finnland: Nach Tag 3 (SP18)

Wilder Abflug von Ogier sorgt für nächstes Drama

In Führung liegend fliegt Sebastien Ogier bei der Rallye Finnland spektakulär ab - Sami Pajari steht nun vor zweitem WRC-Sieg in Folge - Keferböck/Minor liegen weiter auf Paktz des WRC Masters Cup

Flörsch @ Saarland-Pfalz Rallye

Sophia Flörsch mit Nina Spitaler im GSE Cup

Sophia Flörsch wird Gaststarterin im ADAC Opel GSE Rally Cup bei der Saarland-Pfalz Rallye - als Copilotin fungiert Nina Spitaler. Training fand bei Stohl Racing in Pachfurth statt.

ERC, Polen: Bericht Opel Junior Team

Zweiter Saisonsieg für das Opel Junior Team

Das von Stohl Racing und Waldherr Motor Sport betreute ADAC Opel Rally Junior Team konnte mit Tom Heindrichs den dritten lauf zur JERC gewinnen.

Austrian Rallye Legends 2026

Schon jetzt Zusagen aus neun Nationen!

Es sind noch sieben Wochen bis zum offiziellen Nennschluss der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ (24. bis 26. September) - schon jetzt gibt es Zusagen von Teams aus neun Nationen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...