RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Märtin: "Unsere Zeit kommt"

So gut die Rallye für Ford begonnen hatte, so schlecht endete sie. Wieder ein Ausfall für das Spitzenduo Märtin/Park im neuen Focus WRC 03.

Manfred Wolf

Da tröstet selbst die nun schon lange anhaltende Serie der Zielankünfte in den Punkten wenig. Zum neunzehnten Mal in Folge war ein Ford-Pilot am Ende einer WM-Rallye in den Punkten, sowohl Francois Duval, als auch „Team-Baby“ Mikko Hirvonen sorgten dieses Mal für Konstrukteurs-WM-Punkte.

Doch was wäre gewesen wenn, ja wenn der Motor, besser gesagt der Ölkreislauf desselben, nicht schon wieder zusammengebrochen wäre.

Märtin ging als Führender auf die letzte Etappe der Argentinien-Rallye, vom Speed her war er absolut dabei und hätte seinen ersten Rang höchstwahrscheinlich auch gegen Sainz (der mit einer Strafminute zurückgefallen war) und Grönholm (der nach einem ausgerissenen linken Hinterrad das Feld erst wieder aufrollen musste) verteidigen können.

Doch soweit kam es nicht. Nach zehn absolvierten Kilometern der knapp 23 Kilometer langen ersten Sonderprüfung gingen im Cockpit des Focus WRC 03 die Warnlampen an – kein Öldruck mehr.

Weitere eineinhalb Kilometer später mussten Markko Märtin und Michael Park ihre Hoffnung auf den ersten WM-Sieg endgültig begraben.

„Wir haben immer mehr Öldruck verloren, dann hatten wir auch fast keinen Vortrieb mehr. Ich wollte den Motor nicht noch mehr beschädigen, deshalb habe ich gar nicht mehr versucht weiterzufahren, “ erzählt ein schwer enttäuschter Markko Märtin.

„So etwas ist natürlich ziemlich deprimierend. Ich habe mich auf den heutigen Tag wirklich gefreut, vor allem auf den Kampf mit Carlos und Marcus.“

„Ich versuche alles, um endlich meine erste WM-Rallye zu gewinnen. Aber einstweilen muss ich anscheinend noch akzeptieren, dass ich mit einem neuen Auto unterwegs bin und dass wir damit noch Probleme haben. Außerdem ist das Glück momentan nicht wirklich auf unserer Seite.“

Doch der 27jährige blickt schon wieder nach vorne: „Jetzt muss ich mich auf die kommende Rallye konzentrieren. In Griechenland habe ich im Vorjahr geführt – das will ich auch in diesem Jahr schaffen.“

„Dass unser Auto schnell genug ist, haben wir jetzt in Neuseeland und auch in Argentinien bewiesen. Mit etwas Glück werden wir in Griechenland nicht nur um den Sieg mitkämpfen, sondern wirklich gewinnen - unsere Zeit kommt, ganz bestimmt!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

- special features -

Weitere Artikel:

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.