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Marcus Grönholm kontrolliert die Türkei-Rallye

Vor dem Mittagsservice liegt Grönholm 43,4 Sekunden vor Petter Solberg, dahinter Hirvonen und Henning Solberg. Manfred Stohl 10., Andreas Aigner 12.

Michael Noir Trawniczek

Nach der gestrigen "Schlammschlacht" präsentierten sich die türkischen Prüfungen heute Vormittag in einem Mittelstadium zwischen auftrocknend und immer noch feucht, zudem setzte zeitweise wieder der gefürchtete Regen ein.

Subaru-Pilot Petter Solberg setzte zunächst seine Aufholjagd fort und reduzierte mit der Bestzeit auf SP 10 den Rückstand auf Marcus Grönholm von 26,1 auf 23,9 Sekunden. Grönholm reagierte mit der süffisanten Aussage: "Wenn ich nicht von Loeb gefordert werde, ist auf einmal Solberg da."

Doch schon auf der nächsten Prüfung, SP 11, konterte Grönholm und knöpfte Solberg rund 13 Sekunden ab. Der Rückstand des Norwegers betrug nun 37,4 Sekunden. Nach dem Vormittagsservice konnte Grönholm seinem Kontrahenten weitere Sekunden aufbrummen - vor dem Mittagsservice liegt Solberg nun 43,4 Sekunden hinter dem Ford-Werkspiloten. Solberg klagte bereits nach SP 12: "Ich brauche mehr Grip!"

Mittlerweile musste der Norweger quasi in seine Rückspiegel schauen - denn von hinten kam Mikko Hirvonen etwas näher an den Subaru-Piloten heran - der Finne liegt nun 25,9 Sekunden hinter Petter Solberg. Dessen Bruder Henning, der gestern noch winzige 0,7 Sekunden hinter Hirvonen den vierten Rang einnahm, verlor nach einer Feindberührung mit einem Felsbrocken auf SP 11 wertvolle Zeit und konnte so dem Finnen nicht wirklich gefährlich werden, liegt aber mit einem Rückstand von 26,8 Sekunden immer noch in Schlagdistanz.

McRae nur noch Achter

Abgestürzt sind sowohl Kosti Katajamaki als auch Loeb-Ersatzpilot Colin McRae, die nun auf den Rängen 7 und 8 zu finden sind. Stobart-Pilot Katajamaki sackte kontinuierlich ab, verlor von SP zu SP wertvolle Sekunden. McRae wiederum erklärte, er habe am Morgen "zu wenig angegriffen" - nach dem Vormittagsservice beklagte er auch eine falsche Reifenwahl.

Xavier Pons ist nun mit seinem fünften Gesamtrang der am besten platzierte Kronos-Pilot - doch nur drei Zehntelsekunden hinter Pons lauert bereits Chris Atkinson im zweiten Subaru. Francois Duval, der für First Motorsport startet, ist immer noch der beste Skoda Fabia-Pilot, liegt 18,8 Sekunden hinter McRae auf Rang 9.

Stohl unzufrieden, Aigner ein bisschen ungestüm

17,3 Sekunden hinter Duval belegt Manfred Stohl den zehnten Gesamtrang. Der Peugeot-Pilot lieferte einen interessanten Einblick in das Seelenleben eines Rallyepiloten. Er berichtete nach der morgendlichen SP 10: "In einer Kurve starb der Motor ab, dabei haben wir sehr viel Zeit verloren. Ich hab kein wirklich gutes Gefühl." Die Konsequenz: Stohl rutschte vom neunten auf den zehnten Gesamtrang ab. Der Rückstand auf den Neunten, Francois Duval, betrug 17,2 Sekunden.

Auch nach SP 11 gab er zu Protokoll: "Mein Gefühl ist heute nicht so besonders - ich sitze zwar am Steuer, aber mein Vertrauen ist nicht wirklich groß." Auch nach dem Vormittags-Service verbesserte sich die Stimmung des Wieners nicht, nach SP 12 berichtete Stohl: "Wir machten keine Fehler, alles läuft okay - aber ich bin noch immer nicht wirklich glücklich."

Mittlerweile lag Stohl bereits 24,2 Sekunden hinter Duval, immer noch auf Rang zehn. Auf SP 13 jedoch verbesserte sich das Gefühl des Peugeot-Piloten: "Es scheint besser zu laufen, wenn es mehr Grip gibt." Die Konsequenz: Stohl ist immer noch Zehnter, liegt nun aber wieder nur noch 17,3 Sekunden hinter Duval, wie das bereits nach er morgendlichen SP 10 der Fall war. Auf Rang acht, also einen Punkterang, fehlen Stohl rund 35 Sekunden.

Andreas Aigner liegt über eine Minute hinter Dani Sordo auf dem zwölften Zwischenrang. Nach der letzten Wertungsprüfung vor der Mittagspause klagte der Skoda-Pilot: "Ich schlug in der letzten Zuschauersektion wirklich hart gegen etwas und jetzt stehen die Räder zu 20 Prozent schräg." Aigners Teamkollege Harri Rovanperä belegt 23,8 Sekunden hinter dem Österreicher den 13. Gesamtrang.

Um punkt 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) wird die rund 17 Kilometer lange 14. Wertungsprüfung "Chimera" in Angriff genommen.

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