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WRC: Argentinien-Rallye

Die Rückkehr des Meisters

Der zweite Tag der Rallye-Argentinien gestaltete sich Material und Reifenmordend, Loeb führt weiterhin, Novikov/Minor auf Platz 4.

Michael Hintermayer

Der zweite Tag der Argentinien-Rallye konnte mit einigen Überraschungen aufwarten. Die Piloten zeigten sich begeistert von den langen, schnellen Prüfungen, die jedoch so manches Opfer forderten. Im Mittelpunkt stand natürlich das Duell der zwei, wohl weltbesten aktiven Rallyepiloten. Sebastien Loeb und Sebastien Ogier, beide aus Frankreich, liefern sich ein Duell der Giganten.

Sebastien Ogier (VW Polo R WRC)konnte die sechste Sonderprüfung noch für sich entscheiden, doch auf der siebten Prüfung drehte sich der VW Pilot, da seine Handbremse nicht funktionierte. Er musste reversieren und verlor dadurch die Spitzenposition an seinen Landsmann Loeb. Dieser hatte zwar auch auf der siebten Prüfung mit Problemen zu kämpfen, konnte aber in gewohnter Manier seinen Vorsprung auf Mads Östberg weiter ausbauen.

Östberg (Ford Fiesta RS WRC)konnte auf der siebten SP die Bestzeit setzen und konnte somit auf den zweiten Platz vorfahren, gefolgt von Mikko Hirvonen und Latvala. Auf der achten Sonderprüfung konnte sich Ogier, der auf den sechsten Platz abgerutscht war, wieder auf den fünften Platz nach vorne kämpfen und ließ Evgeny Novikov hinter sich.

Die neunte und vorletzte Prüfung mischte das Feld noch einmal kräftig auf. Die mit zahlreichen Sprüngen gespickte Prüfung über 39 Kilometer forderte prominente Opfer. Mikko Hirvonen verlor viel Zeit durch Elektrikprobleme. Sein Hauptschalter quittierte mehrmals den Dienst und legte das Auto lahm. Jari Matti Latvala (VW Polo R WRC) befuhr eine der Kuppen zu optimistisch und zerstörte sich dabei einen Reifen, den er jedoch wechseln konnte, was ihm aber viel Zeit kostete. Er rutschte bis auf den sechsten Platz ab.

Auf der zehnten und damit letzten Sonderprüfung der zweiten Etappe änderte sich nur wenig, da diese nur über sechs Kilometer führte. Die Superspecial-Prüfung konnte Jari Matti Latvala gewinnen, doch am Gesamtstand ändert dies nur wenig. Es führt weiterhin Sebastien Loeb (Citroen DS3 WRC), mit 23 Sekunden Vorsprung auf einen hervorragend fahrenden Mads Östberg. Sebastien Ogier folgt am dritten Platz, er hat jedoch schon 56 Sekunden Rückstand auf Loeb.

Den vierten Platz belegt das russisch/österreichische Duo Novikov/Minor mit 25 Sekunden auf Ogier, sie zeigten sich mit ihrer Leistung zufrieden und kündigten an, ihre Position am morgigen Tag verteidigen zu wollen. 14,4 Sekunden trennen Thierry Neuville (Ford Fiesta RS WRC) von Novikov, dahinter folgt ein abgeschlagener Jari Matti Latvala, der schon 50 Sekunden Rückstand auf Novikov hat. 20 Sekunden hinter Latvala lauert Dani Sordo (Citroen DS3 WRC), der ebenfalls morgen versuchen wird, wieder in die Spitzengruppe nach vor zu fahren, sowie auch Mikko Hirvonen, der am aussichtslosen zehnten Platz liegt.

Schwarzer Tag für Stohl-Racing

Weit abgeschlagen, auf dem elften Platz der Gesamtwetung liegt Daniel Oliveira. Auch er wurde von Problemen gebeutelt. Noch schlechter erging es Armin Kremer, er stand aus noch ungeklärter Ursache eine gefühlte Ewigkeit in der neunten Sonderprüfung und liegt mittlerweile 25 Minuten hinter dem Leader der WRC2, Abdulaziz Al-Kuwari.

Am morgigen letzten Rallyetag sind vier Prüfungen zu bestreiten und vielleicht können Evgeny Novikov und Ilka Minor mit ihrem Ford Fiesta RS WRC nach dem langersehnten Podiumsplatz greifen.

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