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Latvala: "Hätte niemals gewinnen können"

Jari-Matti Latvala blickt selbstkritisch auf die Finnland-Rallye zurück und offenbart Fehler und Schwächen bei der Schotter-Abstimmung.

Der Traum vom Sieg bei der Finnland-Rallye war für Jari-Matti Latvala in diesem Jahr schnell ausgeträumt. Bereits auf der zweiten Sonderprüfung schlug der VW-Pilot mit seinem Polo WRC ein und beschädigte die linke Hinterradaufhängung. Damit war die Rallye gelaufen, an den verbleibenden Tagen ging der 28jährige unter Rally2-Regeln an den Start, konnte aber nur noch für die Herstellerwertung und auf der Power Stage punkten.

"Es war eine etwas frustrierende Rallye für mich, hier in Finnland schon am Anfang alles zu verlieren", sagt Latvala. Rückblickend muss der VW-Pilot aber zugeben, dass auch ohne seinen Fahrfehler am Donnerstag Vormittag der Heimsieg außer Reichweite gewesen wäre. "Nach der Rallye muss ich sagen, dass ich die falsche Abstimmung gewählt habe. Mit diesem Setup hätte ich die Rallye niemals gewinnen können", gibt Latvala offen zu.

Doch nicht nur die Abstimmung, sondern auch sein Fahrstil passte in diesem Jahr nicht zur schnellsten Rallye im WM-Kalender. "Ogiers, Neuvilles und Østbergs Fahrstil passt besser zu schnellen Schotterstrecken. Daran muss ich arbeiten", zeigt sich der Finne auch hier selbstkritisch. "Bei langsamen Schotterrallyes ist es okay, aber bei den schnellen liegt noch einige Arbeit vor mir."

Als Ursache dafür macht Latvala fehlende Erfahrungen im Polo WRC auf solchen Strecken aus: "Am Ende des Jahres folgen die schnellen Schotterrallyes – Finnland, Australien, Wales. Zu Beginn des Jahres finden die härteren, technischen Schotterrallyes statt."

Dort fühlt sich Latvala im Polo WRC bereits zu Hause, was er mit dem Sieg in Griechenland und drei dritten Plätzen unter Beweis stellen konnte. "Auf Sardinien habe ich mich im Auto zwar sehr wohl gefühlt, aber hier habe ich gemerkt, dass ich mich bei schnellen Schotterstrecken noch nicht wohl genug fühle", so der VW-Pilot. "Dort bin ich noch nicht zu 100% eins mit dem Auto."

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