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WRC: Australien-Rallye

VW-Piloten haben aufgeholt

Jari-Matti Latvala konnte im zweiten Durchgang die Führung übernehmen, dahinter folgen Citroen-Pilot Meeke und Weltmeister Ogier.

Nach den ersten 125,12 von 311,36 Kilometern führt Jari-Matti Latvala (Volkswagen) die Rallye Australien an. Mit einem Abstand von 2,0 Sekunden setzte er sich am ersten Tag des zehnten Laufs der Rallye-WM dabei gegen Kris Meeke (Citroen, +2,0) und Sebastian Ogier (Volkswagen, +4,6) durch. Unter den Volkswagen-Kontrahenten, für die es auch um den WM-Titel geht, gelang Latvala dabei eine beeindruckende Aufholjagd am Freitagnachmittag. Ogier konnte indes in der letzten Prüfung enorm zulegen.

"Das ist kein Problem", beurteilt Latvala, der alle vier Nachmittags-Prüfungen gewann, den geschmolzenen Abstand zu Ogier. "Wir wussten, dass wir Zeit auf Seb verlieren würden und er attackieren würde. Ich habe meine Reifen früh abgenutzt und sagte zu Miikka (Anttila, Beifahrer; Anm. d. Red.) dass es okay wäre, wenn wir fünf Sekunden verlieren würden. Wenn es mehr gewesen wäre, wäre es enttäuschend gewesen."

Vor der letzten Prüfung hatte Ogier noch einen Abstand von 9,3 Sekunden auf Latvala gehabt. "Wir können uns über die Leistung heute freuen", sagt er daher. "Wir führen nicht, aber wir haben alles gegeben. Wir hatten ein kleines Schaltproblem und ich habe an Traktion verloren", berichtet er noch von späten Problemen. "Aber das Team wird das in den Griff bekommen."

Im am Vormittag noch durchgängig sonnigen, aber Nachmittag bedrohlich bewölkten aber trocken australischen Bundestaat New South Wales machten den Fahrern vor allem der lose Schotter und der charakteristische Staub zu schaffen. Das wurde vor allem Ogier zum Verhängnis, der die Strecke zuerst befahren musste. "Ich kann nicht viel sagen", so der WM-Führende, der nach den Vormittags-Prüfungen noch auf Platz sechs lag. "Ich gebe wirklich alles - mehr geht nicht. Das sind vielleicht die schlimmsten Bedingungen des Jahres."

Beeindrucken konnte indes Meeke, der am Vormittag mit dem Gewinnen der vierten Prüfung die Führung von Dani Sordo (Hyundai) übernommen hatte. Diese hielt er am Nachmittag noch drei Prüfungen lang, bis Latvala schließlich an ihm vorbeizog. Mit 4,5 Sekunden ging der Sieger der Rallye Argentinien in die letzte und längste Prüfung des Tages und verlor dabei 6,5 Sekunden. "Der Staub hat uns behindert", so Meeke. "Wir steckten im sechsten Gang fest und konnten die Motohaube kaum sehen."

Sordo hatte mit einer frühen Hochform überrascht, als er sich in den ersten drei Prüfungen des Vormittags durchsetze, bevor er auf SP 4 zurückfiel. "Wir hatten Probleme beim Runterschalten und haben dann abgewürgt. Das hat mich vier oder fünf Sekunden gekostet." Am Ende des Tages fand er sich auf Platz fünf (+15,9) wieder.

Platz vier ging an den dritten Volkswagen-Fahrer Andreas Mikkelsen (+8.6). Auch er berichtet von Problemen: "Das Auto fuhr wie eine Schnecke und rutschte extrem herum. Ich hatte ein paar beängstigende Momente."

Außerhalb der Top 5 landeten Hayden Paddon (Hyundai, +25.5) und Teamkollege Thierry Neuville (+37.2). Das M-Sport-Duo Ott Tänak (+40.2) und Elfyn Evans (+2:21.8) folgte auf den Plätzen acht und neun. Lorenzo Bertelli (Ford, +3:37.9) machte die Top 10 komplett. Der für den verletzten Mads Östberg (Citroen) eingesprungene Stephane Lefebvre musste den Tag mit einer gebrochenen Aufhängung beenden.

In der WRC2-Wertung führt nach dem ersten Tag Nasser Al-Attiyah (Ford Fiesta S2000) vor Yurii Protasov (+50,3) und Abdulaziz Al-Kuwar (+30.5).

Auch die morgigen 119,03 Kilometer versprechen wieder einiges an Spannung. In den vier Wertungsprüfungen sticht vors allem "Nambucca" mit einer Länge von 50,80 Kilometern hervor.

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