RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Ogier: "Nicht die erwartete Performance"

Trotz ausgebauter WM-Führung: Sebastien Ogier kritisiert in Argentinien das Handling des Ford Fiesta und fordert von M-Sport harte Arbeit.

Sebastien Ogier (Ford) war beim spannenden Finale zwischen Thierry Neuville (Hyundai) und Elfyn Evans (Ford) nur Zuschauer. Trotzdem verlässt der Weltmeister auch Argentinien als WM-Führender. Mit dem vierten Platz und zwei Bonuspunkten in der Powerstage vergrößerte Ogier sogar seinen Vorsprung auf Toyota-Pilot Jari-Matti Latvala auf 16 Punkte. Auch wenn relativ früh in der Rallye klar wurde, dass Ogier aus eigener Kraft nicht gewinnen kann, sammelte er erneut ein solides Ergebnis für die Weltmeisterschaft.

Als "Straßenfeger" hatte es Ogier zu Beginn nicht einfach. Nach der ersten Etappe hatte der Ford-Pilot schon etwas mehr als eine Minute Rückstand. "Die Rallye begann recht gut und wir waren mit der ersten Etappe relativ zufrieden. Platz vier ist ein gutes Ergebnis, wenn ich meine Rolle als erstes Auto bedenke. Das ist auf Schotter immer schwierig. Es bestand also Hoffnung, aber die Ergebnisse entsprechen nicht unseren Erwartungen. Kleine Probleme bremsten uns an diesem Wochenende ein."

Kleine Fehler und ein nicht optimales Handling summierten sich für Ogier. Am Samstag wurde die Abstimmung des Differenzials verändert, der Weltmeister meldete sich in der 13. Prüfung mit der zweitschnellsten Zeit zurück. Am Ende des Tages betrug sein Rückstand nur noch 50 Sekunden. Am abschließenden Sonntag fuhr Ogier die viertschnellste Zeit in der Powerstage und brachte seinen Ford heil ins Ziel. Damit ist er weiterhin in Argentinien sieglos. Bemerkenswert ist auch, dass Ogier abgesehen von der ersten Superspecial keine weitere Bestzeit aufstellen konnte.

Im Ziel findet er deswegen klare Worte: "Die Performance war nicht so, wie wir uns das erwartet hatten. Die Räder drehten auch zu stark durch, wodurch die Traktion schlecht war. Dazu kam mangelnde Performance und hoher Reifenverschleiß, obwohl das Reifenmanagement immer meine Stärke war", so Ogier. "Wir müssen arbeiten, die Daten von diesem Wochenende analysieren und bei den nächsten Tests eine Lösung finden."

Teamkollege Ott Tänak kam besser zurecht und wurde Dritter. Elfyn Evans fährt nicht mit Michelin, sondern mit DMACK-Reifen und hatte auch durch seine späte Startposition einen Vorteil. Ogier legt den Fokus aber auf das Gesamtbild. In der Weltmeisterschaft ist er weiterhin in einer starken Position. "Wir müssen trotz der Schwierigkeiten zufrieden sein, dass wir wichtige Punkte gesammelt haben." Aber die Konkurrenz rückt ihm näher.

Vor allem Neuville ist nach seinem zweiten Sieg in Folge wieder in Schlagdistanz und hat nur noch 18 Punkte Rückstand auf Ogier. "Obwohl Thierry Boden gutgemacht hat, konnten wir den Vorsprung auf Jari-Matti, unseren ersten Verfolger, vergrößern. Das ist das Positive von diesem Wochenende", so Ogier. "Der andere positive Aspekt betrifft die Fans in Argentinien, die wieder unglaublich waren. Vielen Dank für die Unterstützung! Ich bin nicht niedergeschlagen, denn eines Tages will ich die Argentinien-Rallye gewinnen!"

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP10)

Solberg führt - Titelkampf spitzt sich zu

Oliver Solberg dreht die Rallye Italien: Mit zwei Bestzeiten setzt sich der Toyota-Pilot an die Spitze und verkürzt im WM-Kampf den Rückstand auf Elfyn Evans. Raith 12. der RC2. Masters: Garandos führt.

Fünfmal war Elfyn Evans bereits Vizeweltmeister - Nach einem völlig verrückten Finale bei der Rallye Italien darf er sich nun endlich Rallye-Weltmeister nennen

Project Rally One entwickelt sein Auto für das WRC-Reglement 2027: Beim jüngsten Test in Frankreich saß auch Rekordweltmeister Sebastien Loeb am Steuer

Die FIA plant eine Änderung beim Turbobegrenzer, damit die neuen WRC27-Autos und Rally2-Kit-Fahrzeuge künftig einen klaren Leistungsvorteil haben

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wächst 2027 auf 15 Läufe an: Mit den USA und Großbritannien kehren zwei Traditionsmärkte zurück