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WEC: 24 Stunden von Le Mans

Regen und Abbruch im zweiten Qualifying

Die dritte offizielle Session in der diesjährigen Le-Mans-Woche, das dritte Mal Regen, zum dritten Mal verlorene Fahrzeit wegen eines Unfalls.

Die Le-Mans-Szene hat vor dem Start in die Jubiläumsausgabe an der Sarthe einfach kein Glück. Wenige Sekunden vor dem Start des zweiten Qualifyings öffnete der Himmel seine Schleusen, die Hoffnungen auf Longruns bei trockenen Verhältnissen lösten sich in Wasser auf. Ein Crash des LMP2-Autos von Boutsen beendete die Session rund 30 Minuten vor dem geplanten Ende.

Zu Beginn warteten viele Teams zunächst an der Box ab. Erst als nach einigen Minuten der heftige Schauer weiter gezogen war, tasteten sich die Piloten vorsichtig um den nassen Kurs. Die ersten Rundenzeiten der Favoriten von Audi und Toyota lagen satte 45 Sekunden über jenen Marken, die im gestrigen ersten Qualifying gesetzt worden waren. Erst nach rund 45 Minute bildete sich eine trockene Ideallinie. Alexander Wurz (Toyota) setzte in 3:40.924 Minuten die Bestzeit vor Lucas di Grassi (Audi/3:24.990), dem Audi von Marcel Fässler und dem Rebellion mit Nick Heidfeld am Steuer.

"Es ist eine Katastrophe für die Fans, die herkommen, um Autos auf dieser schönen Strecke zu sehen, aber leider können wir die Runden nicht fahren. Für Teams und Fahrer ist das ziemlich schwierig, aber die Fans tun mir am meisten leid", sagt Audi-Pilot Oliver Jarvis nach einer nutzlosen Session am frühen Donnerstagabend. Die Kollegen im R18 mit der Startnummer 2 (Kristensen/McNish/Duval) bleiben nach nur zwei Umläufen an der Box.

Genau in jenem Augenblick, als die ersten Teams angesichts der trockenen Ideallinie Slicks aus der Garage holten, kam neuer Regen - zuerst im Bereich Indianapolis, später in allen Streckenteilen. Auf der dann wieder gefährlich rutschigen Piste setzte Matt Downs den Oreca-Nissan von Boutsen auf der Mulsanne gewaltig in die Leitplanken. Fahrer okay, Barrieren aber nachhaltig defekt: Abbruch der Session. Aus Reihen der LMP2-Teams hatte Dominik Kraihamer mit dem Lotus wenigstens erste gezeitete Runden drehen können.

Den größten Mut in der GTE-Pro-Kategorie bewies Jan Magnussen. Der Corvette-Werkspilot prügelte seinen amerikanischen Dampfhammer in 4:11.034 Minuten um den Kurs. Die Rundenzeiten aus dem zweiten Qualifying werden in der Geschichte des Langstreckensports allerdings überhaupt keine Rolle spielen. Möglicherweise ändert sich dies am späteren Abend. Das dritte - und abschließende - Qualifying startet bereits um 21:30 Uhr und wird 30 Minuten länger dauern als ursprünglich geplant. Es sei denn, es kommt neuer Regen und wieder ein Crash dazwischen...

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