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WEC: 24 Stunden von Le Mans

Toyotas mischen die Audis auf

Audi hat mit zwei der eingesetzten Autos Probleme, Alex Wurz im Toyota stürmt auf den dritten Platz vor, Lietz auf dem zweiten Platz der GTE-Pro.

Kurz vor 22:00 Uhr nahm die 81. Auflage der 24 Stunden von Le Mans für Audi, bis dahin mit allen drei Fahren souverän an der Spitze, eine dramatische Wendung. Zuerst musste sich Oliver Jarvis mit einem Reifenschaden über fast eine komplette Runde schleppen, dann wurde auch noch Benoit Treluyer mit technischen Problemen an die Box geschoben.

Die Vorjahressieger Lotterer/Fässler/Treluyer haben nach etwas mehr als siebeneinhalb Stunden bereits mehr als zehn Runden Rückstand auf ihre führenden Markenkollegen Kristensen/Duval/McNish, die bisher weitgehend ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Die Ursache für die lange Reparatur am Audi mit der Startnummer 1 ist noch nicht bekannt, möglicherweise handelte es sich aber um einen Defekt des Stromgenerators.

Auch das Jarvis-Auto hatte es "bisher nicht leicht", stöhnt der Brite, der das Steuer nach dem Zwischenfall an Marc Gene übergeben hat: "Ein LMP ist mir in die Seite gefahren - ich glaube, es war eines der Lotus-Autos, bin mir aber nicht hundertprozentig sicher. Dabei traf er mich rechts hinten und verpasste mir dort einen Reifenschaden", so Jarvis, der sich daraufhin beim Dunlop-Bogen drehte und erst nach mehrmaligen Anrollen weiterfahren konnte.

"Zuerst litten wir an einem Reifensatz mit Vibrationen und jetzt der Reifenschaden. Ich dachte wirklich, dass wir gewinnen können, aber momentan scheint es uns weggenommen zu werden", seufzt er. "Aber wie wir am Auto mit der Nummer 1 sehen, ist es ein langes Rennen, in dem auch andere Autos Probleme haben können. Wir müssen weiter pushen. Wir geben nie auf, aber wir sind jetzt zwei Runden hinten. Das ist hart."

Bei Konkurrent Toyota läuft auch nicht alles rund: Nicolas Lapierre kämpfte zwar unmittelbar nach dem Start sogar kurzzeitig um die Führung, fiel aber nach der Safety-Car-Phase zurück und wäre einmal fast ausgerollt - wegen Benzindruckproblemen, wie inzwischen feststeht. Die beiden Toyota-Trios haben momentan je eine Runde Rückstand auf den führenden Audi und sind untereinander durch eineinhalb Minuten getrennt.

"Es ist erst ein Viertel des Rennens gelaufen", erklärt Alexander Wurz. "Wir haben gesehen, dass Le Mans kein einfaches Rennen ist. Du kannst dich hier nie zu sicher fühlen - und das gilt für alle Teilnehmer." Sebastien Buemi empfindet es indes als "schwierig, dem Audi zu folgen, weil sie schneller sind als wir. Das Auto fühlt sich bei den niedrigeren Temperaturen aber sehr gut an und ich fühle mich sehr wohl."

Richard Lietz liegt derzeit mit dem Porsche RSR an der zweiten Position der GTE-Pro-Wertung.

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