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WEC: 24 Stunden von Le Mans

Lotus-Start unsicher

Der Start der Fahrzeuge von Lotus beim 24 Stunden-Rennen in Le Mans ist möglicherweise nicht möglich, da Wagenteile beschlagnahmt wurden.

Kurz vor Trainingsbeginn zu den 24 Stunden von Le Mans 2013 steht noch nicht fest, ob das Lotus-Team an der 90. Auflage des Langstrecken-Klassikers an der Sarthe teilnehmen kann. Am Dienstagabend wurde nämlich von den französischen Behörden wichtiges Material auf Basis einer einstweiligen Verfügung beschlagnahmt.

Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr, als die Lotus-Piloten gerade Autogramme schrieben. Rund zehn Polizisten kamen zur Lotus-Box und beschlagnahmten unter anderem Getriebe, Radaufhängungsteile und Lenkräder. Hintergrund ist eine von der deutschen Firma Adess von Stephane Chosse erwirkte einstweilige Verfügung, weil Chosse knapp 800.000 Euro von Lotus fordert.

Tags zuvor war gegen Chosse aufgrund verschiedener Anschuldigungen in Deutschland Strafanzeige erhoben worden. Chosses Firma Adess wurde maßgeblich vom deutschen Motorsport-Unternehmen Kodewa aufgebaut und finanziert und hat in deren Auftrag unter anderem den aktuellen Lotus-LMP2-Boliden entwickelt.

Heute um 15:00 Uhr findet in Le Mans eine Anhörung statt, um die Angelegenheit zu klären. Auf Lotus-Seite hofft man, noch vor Ende des Freien Trainings um 20:00 Uhr auf die Strecke gehen zu können. Um 22:00 Uhr beginnt dann bereits das erste Qualifying.

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