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WEC: 24 Stunden von Le Mans

Wie stark ist Toyota wirklich?

Audi sichert sich im dritten Qualifying endgültig die Pole. Alex Wurz auf startet als Fünfter ins Rennen, Richard Lietz als dritter der GTE-Pro.

"Mister Le Mans" Tom Kristensen und seine Teamkollegen Alan McNish und Loic Duval werden am Freitag die Titelseiten vieler Zeitungen zieren. Das Audi-Trio startet beim Jubiläum des 24-Stunden-Rennens an der Sarthe von der Pole-Position. Die entscheidende Runde hatte Duval bereits am Mittwoch gedreht. Die Marke von 3:22.349 Minuten wurde von den Markenkollegen am späten Donnerstagabend zwar noch angegriffen, aber nicht mehr ganz erreicht.

"Eine interessante Session, ein wenig verrückt. Die Runde von gestern war richtig gut. Die Bedingungen waren heute sogar noch besser. Wir sind sehr zuversichtlich für das Rennen", sagt Polemann McNish nach der Zeitenjagd, die auch am Donnerstag immer wieder von Rotphasen unterbrochen war. "Die ganzen Zwischenfälle sind mir egal, solange wir die Pole haben", lacht McNish, der guter Dinge sein darf. In den vergangenen beiden Jahren wurde der Sieg beim Klassiker jeweils von der Pole-Position eingefahren.

Zu Beginn des dritten und letzten Qualifyings war es zunächst noch feucht gewesen. In dieser Übergangszeit konnte Toyota auf ähnlichem Niveau fahren wie Audi. Doch als die Strecke abtrocknete, waren die Japaner chancenlos. Die drei Audis machten die Pole unter sich aus. Zuerst probierte sich Andre Lotterer mit seinem R18, doch der Titelverteidiger schaffte es in 3:23.696 Minuten nur auf Rang zwei. Kurz vor dem Ende machte Lucas di Grassi einen etwas ungestümen Versuch und blieb auf Rang drei hängen.

Die beiden Toyotas stellten sich in der abschließenden Zeitenjagd auf die Ränge vier und fünf. Dank eines starken Auftritts von Stephane Sarrazin (3:26.654 Minuten) geht der Wagen mit der Startnummer 8 vor dem Schwesterauto in das Rennen. Nicolas Lapierre (5./3:26.676) gelang auf den letzten Drücker kein Konter mehr. Hinter den Werksautos reihten sich erwartungsgemäß die beiden Rebellions ein. Jani/Heidfeld/Prost waren in 3:28.935 Minuten deutlich schneller als die Kollegen Belicchi/Cheng/Beche und das Strakka-Trio.

In der LMP2-Klasse fing Roman Rusinov kurz vor dem Ende bereits mit dem Feiern der vermeintlichen Pole-Position für seine G-Drive-Mannschaft an. Zu früh gefreut: In allerletzter Sekunde wuchtete Olivier Plan seinen Morgan-Nissan von Oak in 3:38.621 Minuten auf Platz eins. Hinter dem Oreca-Nissan von G-Drive reihte sich der Zytek-Nissan von Jota mit Lucas Luhr ein. Pierre Kaffer und seine Pecom-Kollegen landeten auf Klassenrang zehn, die beiden Lotus stehen auf den Rängen 15 und 16.

Vor allem in der hart umkämpften LMP2-Klasse gab es zum Ende der - endlich einmal - trockenen Session ein Hauen und Stechen. Die Autos von Pecom und Caterham huschten zu schnell durch die Boxengasse, der Oreca von Race Performance geriet auf der Strecke mit dem Ferrari von 8Star zusammen. Die zwei Rotphasen wurden jedoch von keinen LMP2-Teams ausgelöst. Zuerst verteilte Christophe Bourret (IMSA-Porsche) viele Bauteile seines GTE-Am-Autos vor der ersten Schikane, danach legte Johnny Kane seinen HPD von Strakka in die Barrieren.

In der GTE-Pro-Klasse spielte Aston Martin die vermeintliche Überlegenheit am Donnerstag deutlich aus. Fred Makowiecki sicherte sich die Klassenpole vor dem Schwesterauto mit Stefan Mücke. Porsche unterstrich die verbesserte Form noch einmal. Marc Lieb stellte seinen 911er auf Rang drei, Jörg Bergmeister blieb auf Rang sieben hängen. Der beste Ferrari landete auf Rang vier, die schnellste Corvette nur auf Platz acht.

Die Pole-Position in der Kategorie GTE-Am sicherte sich ebenfalls ein Aston Martin. Der Vantage von Young Driver war nicht zu packen. Das Auto der drei Dänen Simonsen/Poulsen/Nygaard war in 3:57.776 Minuten sogar schneller als alle Werkautos von Corvette und SRT-Viper. Ramng zwei bei den Amateuren holten sich Ried/ROda/Ruberti (Proton-Porsche). Der am Mittwoch zerstörte Ferrari von Krohn konnte auf Basis eines 2012er-Autos aus der italienischen Superstars-Serie wieder aufgebaut werden und wenige Runden drehen.

Bei Toyota träumt man vom Sieg Bei Toyota träumt man vom Sieg Regen und Abbruch im zweiten Qualifying Regen und Abbruch im zweiten Qualifying

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