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WEC: 24 Stunden von Le Mans

Rotte Flaggen in Le Mans

Le Mans wird zum Schrottplatz. Jede dem Rennen vorangegangene Session, egal ob Training oder Qualifying musste dieses Jahr durch Abbruch gestoppt werden.

Die Le-Mans-Woche wird zum Abbruch-Festival. Nachdem kein einziges Training am Mittwoch und Donnerstag normal über die Bühne gegangen war (in jeder Session Rot), wurde auch das Warmup am Morgen des großen Renntages vorzeitig beendet. Ein Crash von ADR-Delta-Pilot Tor Graves sorgte für den vorzeitigen Abbruch. Der LMP2-Fahrer warf seinen Oreca-Nissan eingangs der Porsche-Kurven in die Leitplanken und verteilte reichlich Kleinholz auf der Strecke.

Vor dem Abflug des Briten, der den Unfall unverletzt überstand, ergab sich ein Bild, das für das Rennen viel Spannung verspricht. In der LMP1-Klasse markierte Nicolas Lapierre in 3:26.227 Minuten die Bestzeit für Toyota. Knapp dahinter folgten die drei Audis von Kristensen/McNish/Duval (+ 0,503 Sekunden), Lotterer/Fässler/Treluyer (+ 0,736) und Jarvis/di Grassi/Gene (+ 0,897). Der zweite Toyota folgte erst hinter dem schnellen Rebellion von Jani/Heidfeld/Prost auf Gesamtrang sechs.

Für einen kurzen Schreckmoment im Lager von Favorit Audi sorgte Tom Kristensen knapp vor Halbzeit der Session. Der Däne hatte den R18 mit der Startnummer 2 gerade von Loic Duval übernommen, als er sich beim Überholen am GTE-Am-Porsche von IMSA verhakte. Pascal Gibon hatte seinen 911er innen auf der Zufahrt zur Dunlop-Schikane platziert, Kristensen wollte außen vorbei. "Mister Le Mans" verschätzte sich jedoch, zog zu früh wieder auf die Idealinie. Bei der Berührung drehte sich der Audi und wurde an der linken Flanke beschädigt - eine überflüssige Aktion.

Zahlreiche Dreher bestimmten das Bild am Samstagmorgen, obwohl die Strecke trocken war. In der LMP2-Klasse sorgten unter anderem Tony Burgess (HVM-Status) und Ryan Briscoe (Level 5) für Pirouetten mit reichlich Rauchentwicklung. Einen größeren Schaden verzeichnete man an der Larbe-Corvette mit der Startnummer 70, die Philippe Dumas in die Reifenstapel setzte. Die Bestzeit in der LMP2-Klasse ging an John Martin (G-Drive), in der GTE-Pro-Klasse war der Ferrari mit Toni Vilander vor dem Porsche von Richard Lietz. In der Kategorie GTE-Am war Patrick Long, der sich einen Porsche mit Patrick Dempsey und Joe Foster teilt, an der Spitze.

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