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Auf in den Schnee

Nach dem erfreulichen Auftakt in Monte Carlo gibt man sich bei Mitsubishi realistisch, neben Panizzi ist dieses Mal Kristian Sohlberg dabei.

Manfred Wolf

Nicht einmal zwei Wochen werden seit dem Zieleinlauf bei der ‚Monte’ vergangen sein, wenn die beiden Mitsubishi-Crews in Schweden in den zweiten Saisonlauf starten werden Neben dem Gilles und Herve Panizzi ergänzen dieses Mal Kristian Sohlberg und Co Kaj Lindström das Mitsubishi-Werksteam.

Aufgrund des kurzen Zeitabstandes zwischen dem Saisonauftakt in Monte Carlo und dem skandinavischen Schnee-Event werden am nagelneuen Mitsubishi Lancer WRC04 keine gravierenden Veränderungen vorgenommen – sofern es überhaupt welche gibt.

Mario Fornaris, technischer Direktor bei MMSP erklärt: „Unser Auto wird in Schweden höchstwahrscheinlich mit den gleichen Spezifikationen an den Start gehen, wie in Monte Carlo. Es ist einfach zu wenig Zeit, um Dinge zu ändern. Aber ich bin sehr zuversichtlich, wir haben beim ersten Lauf viel über das Auto gelernt, jeder im Team ist zuversichtlich.“

Das trifft auch auf Gilles Panizzi zu, der allerdings über wenig Erfahrung mit den speziellen Bedingungen in Schweden verfügt: „Ich bin erst einmal in Schweden gefahren, das war 2002. Aber nachdem wir bei der ‚Monte’ ins Ziel gekommen sind, sollte uns das in Schweden auch gelingen. Es geht mir nicht um die Platzierung, sondern darum, so viele Kilometer wie möglich zu fahren, um noch mehr Erfahrung zu sammeln.“

Die speziellen Bedingungen in Schweden verlangen vor allem Erfahrung. Die hat der zweite Mann im Team, der Finne Kristian Sohlberg, ganz bestimmt: Als Skandinavier ist er gewohnt, auf Schnee und Eis zu fahren und auch die Schweden-Rallye kennt er schon ganz gut.

Bei seiner ersten Teilnahme (2001) schied er zwar aus, im Jahr darauf konnte er allerdings die PWRC-Klasse gewinnen und im letzten Jahr beendete er die Rallye in einem Mitsubishi Lancer WRC02 auf dem zwölften Gesamtrang – für 2004 ist die Vorfreude groß:

„Ich freue mich sehr auf die Rallye. Es ist das erste Mal, dass ich als richtiger Werksfahrer starte“, erzählt Kristian Sohlberg. „Natürlich gehen uns noch Testkilometer ab, aber Gilles hat das Auto in Monte Carlo trotzdem ins Ziel gebracht und sogar Punkte geholt. Dabei konnte das Team wertvolle Daten und Erfahrung sammeln.“

Auch für den jungen Finnen hat die Zielankunft Vorrang: „Es ist eine sehr schnelle Rallye, da gibt es wenig Raum für Fehler. Wenn genügend Schnee liegt, kann man sich an den Schneewänden anlehnen und riskieren. Aber das interessiert uns in diesem Jahr noch nicht. Ich will ins Ziel kommen und lernen – aber wenn das Auto so funktioniert, wie ich mir das erwarte, können wir auf der einen oder anderen SP vielleicht für eine Überraschung sorgen...“

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