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Loeb steht vor einem historischen Sieg

Mit einem Dreher auf der ersten SP der dritten Etappe begräbt Peugeot-Pilot Marcus Grönholm seine Chancen auf den Schweden-Sieg.

Manfred Wolf

Citroen-Pilot Sebastien Loeb steht damit vor einem seiner größten Erfolge. Wenn der Franzose seinen Vorsprung von über einer Minuten auf Grönholm ins Ziel bringen kann, geht er in die Geschichte der Rallye-WM ein: Er wäre der erste Nicht-Skandinavier, der die Schweden Rallye gewinnen kann.

Doch zurück zu den Ereignissen auf SP 14 (Sagen 1, 14,17 km): Marcus Grönholm verzeichnet – wie schon gestern – einen wilden Dreher, beschädigt sich dabei erneut die Frontpartie seines Peugeot 307 WRC und verliert um die 30 Sekunden, das bedeutet nur die 14. SP-Zeit.

Damit kann es Sebastien Loeb in Folge gemütlicher angehen lassen, er braucht nichts mehr zu riskieren. Ganz im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Carlos Sainz: Der bläst nach seinen gestrigen Troubles zur Attacke und will sich unbedingt Ford-„Aushilfe“ Janne Tuohino vom Hals schaffen. Dasselbe gilt für Markko Märtin, der den werksunterstützten Peugeot-Piloten Daniel Carlsson überholen will.

Auf der ersten SP klappt das schon ganz gut, Sainz gewinnt die Prüfung, Märitn holt sich den dritten Platz. Petter Solberg wurde zwar „nur“ SP-Vierter, war auch mit seinem Schrieb nicht hundertprozentig zufrieden, dennoch holt er in der Gesamtwertung auf Grönholm auf.

Probleme hatte dagegen Francois Duval: Der Ford Focus WRC03 des Belgiers lief teilweise nur auf drei Zylindern, das bedeutete Zeitverlust.

Die 23,35 Kilomter lange 15. Sonderprüfung (Ramen 1) holt sich Janne Tuohino seine erste SP-Bestzeit. Der Finne ist von Ford ja als zweiter, für die Konstrukteurs-Meisterschaft punkteberechtigter Fahrer nominiert, das erweist sich bis jetzt als eine gute Wahl.

Carlos Sainz erreicht zwar einen guten vierten SP-Rang, in der Gesamtwertung kann Tuohino aber am Spanier vorbeiziehen.

Um jede Zehntelsekunde geht es auch zwischen Marcus Grönholm, der die SP als Zweiter beendet und Petter Solberg, der nur wenige Zehntel dahinter auf Rang drei fährt. 15,4 Sekunden liegen in der Gesamtwertung zwischen den beiden.

Und auch das Duell zwischen Markko Märtin und Daniel Carlsson spitzt sich zu: Märtin liegt nur mehr 3,2 Sekunden hinter Carlsson, er konnte auf dieser SP 11,8 Sekunden aufholen.

Auf der anschließenden, kurzen 16. Sonderprüfung (Hara 1, 10,77 km), holt sich Marcus Grönholm die Bestzeit, kann seinen Vorsprung auf Solberg wieder ein klein wenig ausbauen – 19 Sekunden sind es jetzt.

Zweitschnellster war Carlos Sainz, der sich mit Tuohino damit das spannendste aller Duelle liefert: Nur 0,2 Sekunden trennen den Spanier jetzt noch von Tuohino.

Markko Märtin konnte sich derweilen an Daniel Carlsson vorbeischieben, damit liegt der Este auf dem siebenten Gesamtrang – und holt, sollte er den Platz bis zum Schluss halten können – einen wichtigen WM-Punkt zusätzlich.

Sebastien Loeb fuhr dagegen mit Sicherheits-Reserve, ihm dürfte der Schweden-Sieg nicht mehr zu nehmen sein...

Alle weiteren Zeiten und Resultate finden Sie hier, Fotos finden Sie in der rechten Navigation!

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