RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Wahre Fans...

Marcus Grönholm (Peugeot) und Petter Solberg (Subaru) out: Besonders "lustige" Fans hatten Schnee auf die Strecke geschaufelt. Stohl fährt indes stark!

Es ist schon eigenartig, wie manche „Fans“ die Leistungen der Fahrer bei dieser Rallye Monte Carlo honorieren. Auf der 31,19 Kilometer langen SP 12 „La Bollene Vesubie – Sospel“, hatten sie Schnee auf einen Streckenabschnitt geschaufelt, den die Piloten klarerweise als trocken in ihren Aufschrieben vermerkt hatten. Gleich zwei Piloten wurde dieses äußerst traurige „Fan-Verhalten“ zum Verhängnis.

Sowohl Marcus Grönholm, als auch Petter Solberg rissen sich, nachdem sie in eine Mauer rutschten, das linke Vorderrad aus. Die beiden waren gerade in den Kampf um Platz zwei verstrickt. Während Solberg gleich auf der Prüfung anhielt, fuhr Grönholm mit seinem beschädigten 307 WRC ins Ziel, es ist aber anzunehmen, dass er nicht mehr bis ins Service nach Monte Carlo kommt.

Dabei hatte alles so gut begonnen: Petter Solberg gewann die SP 10, die Auftaktprüfung der letzten Etappe der diesjährigen „Monte“. Der Norweger fuhr auf der äußerst kurzen, 7,33 Kilometer langen SP „Col de Braus – Col de L'Orme“ 3,2 Sekunden schneller als Ford-Pilot Toni Gardemeister und gleich 7,3 Sekunden schneller als Marcus Grönholm. Damit war Solberg am besten Weg, die beiden Finnen in der Gesamtwertung von Platz zwei bzw. drei zu verdrängen und sich vom vierten auf den zweiten Platz nach vorne zu schieben.

Sebastien Loeb wandte hingegen seine mittlerweile schon berühmt-berüchtigte „Monte-Taktik“ an: An den ersten beiden Tagen demoralisiert er seine Gegner und fährt einen großen Vorsprung heraus, am dritten Tag braucht er dann nur mehr ins Ziel zu rollen – wobei „rollen“ natürlich relativ ist…

Manfred Stohl eröffnete den Tag mit einer siebentbesten SP-Zeit, in der Gesamtwertung war der OMV-Pilot zu diesem Zeitpunkt schon Achter – sowohl Ford-Neuling Roman Kresta, als auch der neue Skokda-Werksfahrer Alex Bengue hatten am Ende der zweiten Etappe das Service nicht mehr aus eigener Kraft erreicht. Sie bekamen jeweils fünf Strafminuten, sind heute aber wieder in der Wertung dabei.

Die 19,52 Kilometer lange Sonderprüfung „La Cabanette – Lantosque“ ergab ein ähnliches Bild wie die erste Prüfung des Tages: Subaru-Pilot Solberg war Schnellster, 6,3 Sekunden schneller als Grönholm und ganze 10,9 Sekunden schneller als Gardemeister – damit hatte Ex-Weltmeister Solberg den Ford-Piloten in der Gesamtwertung überholt und lag schon auf Rang drei.

Stohl fuhr erneut eine siebente Zeit, er hat sich jetzt sichtlich mit seinem Citroen Xsara angefreundet – auf Solbergs Bestzeit, fehlten dem Wiener nur mehr 15,2 Sekunden – und die Werksfahrer Märtin (Peugeot), Bengue (Skoda), Sarrazin (Subaru) und Rovanperä (Mitsubishi) landeten allesamt hinter ihm, letzterer kam damit im Hinblick auf die Gesamtwertung unter Druck von Stohl…

Auf der eingangs erwähnten, ereignisreichen SP 12, auf der sowohl Grönholm als auch Solberg die Segel streichen mussten, war es dann auch schon soweit: Stohl fuhr auf der extrem langen (31,19 Kilometer) Prüfung die exzellente viertbeste Zeit, überholte Mitsubishi-Werkspilot Rovanperä und schnappte sich nach den Ausfällen von Grönholm und Solberg Gesamtrang fünf!

Ebenfalls gut: Roman Kresta erzielte seine erste Bestzeit mit dem Ford Focus WRC, er war schneller als Citroen-Pilot Loeb. Krestas Teamkollege Toni Gardemeister belegt nach den Ausfällen jetzt sensationell Rang zwei in der Gesamtwertung. Der Finne verlor aber einige Zeit aufgrund des Solberg-Crashes vor ihm, verzeichnete dann auch noch einen Dreher. Gilles Panizzi konnte sich hingegen mit der drittschnellsten SP-Zeit auf Gesamtposition drei vorschieben, er hat jetzt sogar noch die Chance, Toni Gardemeister unter Druck zu setzen!

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Monte Carlo

- special features -

Weitere Artikel:

Alpenfahrt Revival 2026: 1. Vorschau

Starterfeld nimmt langsam Formen an

Bis jetzt haben bereits 24 Mannschaften ihre Nennung abgegeben - Super-Star wird Rallye Ex-Weltmeister Stig Blomqvist mit Arne Hertz sein

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger: Noch eine Rechnung offen!

Mit der Lavanttal Rallye hat Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger noch eine Rechnung offen. 2025 schied der Youngster nach einem Unfall aus, heuer ist der dritte Sieg in Folge das klare Ziel!

Die WRC kehrt 2027 nach Großbritannien zurück - allerdings nicht nach Wales: Eine neue Rallye in Schottland soll nach sieben Jahren Pause das Comeback bringen

ORM/ARC/MRC, Lavanttal Rallye: Vorschau

Hungrige Meute hetzt ein Favoriten-Trio durchs Lavanttal

Die österreichische TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft kennt auch im heurigen Frühjahr keine Pause. Besonders zwischen der Rebenland Rallye in der Südsteiermark und der Lavanttal-Rallye in Kärnten bleibt den Akteuren fast schon traditionell kaum Zeit, um richtig durchschnaufen zu können.

WRC, Kroatien Rallye: Vorschau K4

Keferböck & Minor wollen Führung zurückerobern

Nach dem Sieg in Monte Carlo kehren Johannes Keferböck und Ilka Minor zurück in den WRC Masters Cup: In Kroatien und auf Gran Canaria gibt es nur ein Ziel: Maximale Punkte und Rückeroberung der Tabellenführung!

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet