RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ford steht vor historischem Erfolg

Toni Gardemeister und Roman Kresta müssen in Zypern punkten. Dabei geht's nicht nur um die WM, sondern auch um einen historischen Erfolg.

Ford steht vor einem historischen Ereignis: Wenn nur einer der beiden Werksfahrer bei der Zypern Rallye den Sprung in die Punkteränge schafft und damit logischerweise ins Ziel kommt, dann hat die Marke mit dem blauen Oval in den vergangenen 50 Rallies jeweils gepunktet.

Seit dem offiziellen Start der Rallye-WM im Jahr 1973 hat es 410 Rallyes gegeben und bisher hat es abgesehen von Ford keinen Hersteller gegeben, der in mehr als 35 Rallyes Punkte geholt hat.

Damit lastet ein gewisser Druck auf Toni Gardemeister und Roman Kresta, denn beide haben die Möglichkeit, den Rekord auf 50 Rallies zu erhöhen. Und Ford möchte sich mit Sicherheit nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Schließlich stellt dies ein Performance- und Zuverlässigkeitsbeweis dar, der bestens vermarktet werden könnte.

"Konstanz ist ein wichtiger Faktor für eine gute Meisterschaftsposition, aber wir müssen sicherstellen, dass wir auch auf das Podest fahren, um viele Punkte zu holen", machte Gardemeister klar. "In Zypern ist es schwierig, einen guten Rhythmus zu finden, weil die Geschwindigkeiten so gering sind und man stets schneller fahren möchte. Wenn man zu hart angreift, gerät man abseits der Ideallinie und riskiert auf den spitzen Steinen einen Reifenschaden. Die Reifen nutzen auf den Straßen stark ab und man muss aus den Kurven so oft herausbeschleunigen, dass stets die Gefahr von durchdrehenden Reifen besteht. Es ist ungemein wichtig auf die Reifen zu schauen und zu versuchen, dass sie am Ende einer Etappen-Gruppe noch arbeiten."

Teamkollege Roman Kresta, der auf Sardinien mit dem sechsten Platz sein bestes Resultat eroberte, fuhr nur im Jahr 2002 in Zypern. "Ich habe aus dem Jahr noch Innenaufnahmen auf Video und einige Etappen sind die gleichen", sagte der Tscheche. "Ich werde mir das Video vorher anschauen, um zu sehen, was mich erwartet. Die Straßen sind sehr hart zu den Reifen, aber Michelin hat auf den härtesten sardinischen Etappen bewiesen, dass sie auch den richtigen Reifen für Zypern haben. Es ist auch eine harte Rallye für die Fahrer, weil die Cockpit-Temperaturen sehr hoch sind und durch die geringen Geschwindigkeiten wenig Luft ins Cockpit kommt. Der Focus funktioniert auf solchen Rallies sehr gut. Er ist in langsamen Passagen einfach zu fahren und man benötigt keinen aggressiven Fahrstil, so dass es unnötig ist, Risiken einzugehen."

Neben Gardemeister und Kresta bereitet das M-Sport Team zwei Focus RS für Antony Warmbold und Henning Solberg vor. Dritter Privatier im Bunde ist der Ungar Balazs Benik, der einen 2002er Focus vom tschechischen Team JM Engineering steuern wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Zypern

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM Rallye BackStage: #2

TEC7 ORM-Podcast widmet sich den CopilotInnen

Die zweite Ausgabe von TEC7 ORM Rallye BackStage, dem offiziellen Podcast der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft, widmet sich jenen mutigen Menschen, die auf der Beifahrerseite nicht nur aus dem „Gebetsbuch“ lesen…

Oliver Solberg verunfallt auf der vorletzten Wertungsprüfung und beendet das Riesenduell mit Sebastien Ogier - Toyota überragend auf den Kanarischen Inseln. Keferböck/Minor bauen mit Platz 2 die Masters-Führung aus.

Neulinger & Lichtenegger in Skandinavien

Beide BRR-Youngsters beim nächsten ERC-Lauf

Maximilian Lichtenegger und Bernhard Ettel durften in Spanien jubeln - beim nächsten ERC-Lauf, auf skandinavischem Schotter, starten mit Neulinger und Lichtenegger gleich beide BRR-Youngsters.

Die Rally Gran Canaria war Ilka Minors 150. WM-Rallye - Johannes Keferböck erfreute seine Copilotin mit gesteigerten Speed-Werten und einer zugleich souveränen Fahrt. Mit dem zweiten Platz im WRC Masters Cup konnte man die Tabellenführung weiter ausbauen.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.