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"Einfach unglaublich"

Manfred Stohl und Co-Pilotin Ilka Minor können den großen Erfolg noch gar nicht fassen, die beiden haben in etlichen Statistiken Geschichte geschrieben.

Das OMV World Rally Team (Citroen Xsara WRC) schreibt Rallyegeschichte. Mit dem zweiten Gesamtrang bei der „Rally Cyprus“, dem sechsten WM-Lauf der Saison, gelang Manfred Stohl und Ilka Minor fast Unglaubliches.

Am Ende wurde das OMV Team nur von Weltmeister Sebastien Loeb (Fra/Citroen) geschlagen. Dann bereits das österreichische Privatteam. Noch vor Peugeot Werkspilot Markko Märtin (Est), der in der WM-Zwischenwertung den dritten Rang einnimmt.

Märtin schon in aller Frühe in die Schranken gewiesen

Mit 40 Sekunden Vorsprung auf Henning Solberg (Nor/Ford) und 59 Sekunden auf Märtin (Peugeot) ging Manfred Stohl in den Schlusstag der Rally Cyprus. Und noch bevor der Peugeot-Werkspilot seine Aufholjagd starten konnte, hatte sie Manfred Stohl schon beendet.

Denn das OMV World Rally Team erzielte auf der 25,24 Kilometer langen Auftakt-Sonderprüfung (der längsten des dritten Tages) die zweitbeste Gesamtzeit hinter Sebastien Loeb.

Stohl: „Ich wollte gleich zu Beginn zeigen, dass wir unseren Platz verteidigen wollen und auf jeden Fall mithalten können.“ Danach vollführte der 32-jährigen Wiener eine taktische Meisterleistung.

Co-Pilotin Ilka Minor war jederzeit über die aktuellen SP-Zwischenzeiten von Kronos-Racing-Teamchef Marc Vandalen informiert. Dadurch konnte Stohl jederzeit reagieren und passte seinen Speed an die Erfordernisse an. Im Ziel hatte er dann 32 Sekunden Vorsprung auf Märtin, der noch Solberg überholte.

Rekordjagd auf der Insel der Götter

In der Servicezone wussten die anwesenden Journalisten gar nicht, wozu sie dem OMV World Rally Team zuerst gratulieren sollten. Vorerst natürlich zum zweiten Gesamtrang. Dieser war zugleich die beste Platzierung eines Österreichers bei einem voll besetzten WM-Lauf aller Zeiten.

Dann die Leistung des Privatteams. Zuletzt stand Piero Liatti (Ita) in San Remo 1993 als Privatfahrer am Podest. Für Stohl war es zudem der geringste Abstand (4:09,4 Min) zum Sieger.

Und wann zuletzt eine weibliche Co-Pilotin unter den ersten Drei eines WM-Laufes war, daran können sich selbst die größten Rallye-Statistiker nicht erinnern. Stohl: „Es ist unglaublich, was man mit einem zweiten Platz alles erreicht hat. Eigentlich schaue ich nicht auf Statistiken, doch das ist schon beeindruckend.“

Bedeutung ist erst kommende Woche zu verstehen

War Manfred Stohl im Schluß-Service noch ein wenig zurückhaltend, so grinste er auf der Siegerrampe und bei der anschließenden Pressekonferenz über das ganze Gesicht.

Stohl: „Ich habe diesen zweiten Platz noch nicht ganz realisiert. Aber ich muss mich bei allen Beteiligten, meinem Sponsor OMV, dem Kronos Racing Team, Michelin und allen die mich immer unterstützten, bedanken. Vielleicht kann ich mit diesem Resultat einiges zurück geben.“

Auch beim Veranstalter war man sich nicht sicher, ob ein Team aus Österreich aufs Podium fahren kann. So war man am Samstag dann noch auf der Suche nach einer Österreichischen Flagge für die Siegerehrung.

In Griechenland werden Karten neu gemischt

Für das OMV World Rally Team stehen jetzt fünf Wochen Pause an. Der nächste Einsatz ist bei der Rally Griechenland vom 26.-28. Juni.

Hinsichtlich seiner Erwartungen für den fünften Start im Citroen Xsara WRC bleibt Manfred Stohl zurückhaltend. „Wir werden jetzt sicher nicht abheben. In Griechenland werden die Karten neu gemischt. Dort haben dann auch sicher die Werksautos wieder mehr Motorleistung und deren Vorteil wird größer. Aber wir sind jetzt auf Platz sieben in der WM und haben elf Punkte auf dem Konto. Das ist schon beruhigend.“

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