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"Es hat noch keinen Sinn zu träumen"

Manfred Stohl kann es gar nicht glauben, die 1. Etappe als Zweiter beendet zu haben, dies ist das beste Ergebnis eines Privat-Teams in der WRC.

Das OMV World Rally Team (Citroen Xsara WRC) sorgte am ersten Tag der Rally Cyprus für eine absolute Sensation. Nach sechs Sonderprüfungen oder 121,78 härtesten SP-Kilometern festigten Manfred Stohl und Co-Pilotin Ilka Minor den zweiten Gesamtrang.

Dabei konnten sie selbst das Ergebnis kaum fassen. Nach dem erfolgreichen Auftakt wird der 32-jährige Wiener nun am Samstag alles daran setzen auch weiterhin im Spitzenfeld zu bleiben.

Getriebetausch hat sich bezahlt gemacht

Nach drei Sonderprüfungen, als der OMV Pilot noch auf Platz vier lag, musste im Service das Getriebe gewechselt werden. Von da an ging es weiter aufwärts. Fehlerlos absolvierte Stohl die drei restlichen Sonderprüfungen.

„Ich kann nicht sagen, dass ich etwas anders gemacht habe als in Sardinien. Eigentlich kann ich dieses Ergebnis noch gar nicht glauben. Aber ich fühle mich jetzt im Citroen schon viel besser und nähere mich dem Limit. Zusätzlich haben wir eine sehr gute Reifenwahl getroffen. Da ich sehr reifenschonend unterwegs bin, kann ich im Gegensatz zu anderen Teams schmälere Reifen fahren. Das macht hier schon einiges aus“, erklärt der OMV Pilot.

Beste Platzierung eines Österreichers

Noch nie zuvor beendete ein Österreicher bei einem voll besetzten Lauf zur World Rally Championship eine Etappe an zweiter Stelle. Noch dazu ist es auch das beste Ergebnis eines Privatteams in der WRC.

„Das ist zwar sehr schön, aber abgerechnet wird immer erst am Schluss. Wir müssen jetzt alles daran setzen, dass wir auch die beiden restlichen Tage gut über die Bühne bringen. Jetzt hat es noch keinen Sinn zu träumen.“

Nur kein Regen wie 2002

Am Samstag stehen 109,56 Sonderprüfungskilometer, aufgeteilt auf sechs SPs, auf dem Programm. Das Herzstück ist die 30,33 Kilometer lange SP „Foini“, die zwei Mal befahren wird. Und an die hat Manfred Stohl keine guten Erinnerungen.

Als er 2002 (Ford Focus WRC) zum bislang letzten mal in Zypern am Start war, wurde das OMV World Rally Team mitten in der Prüfung von einem Wolkenbruch überrascht. „Die Strecke war fast nicht mehr befahrbar und wir haben damals viel Zeit verloren“, erinnert sich Co-Pilotin Ilka Minor.

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Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.