RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Der "Doktor" empfahl sich für die Zukunft

Motorrad-Superstar Valentino Rossi hatte nicht nur Spaß - er konnte die Rallye als Elfter beenden und auf den Prüfungen 11 und 17 sein Potential anzeigen.

Michael Noir Trawniczek

Motorrad-Mehrfachweltmeister Valentino Rossi blickt zufrieden auf seine zweite WM-Rallye zurück, bei der er - im Gegensatz zu seinem WRC-Debüt 2002 in Wales, wo er gleich auf der ersten Wertungsprüfung verunfallte und aufgeben musste - das Ziel erreichen und Platz elf belegen konnte.

"Ich habe ohne große Probleme das Ziel erreicht und der Wagen ist nicht beschädigt - das ist mir sehr wichtig", erklärte Rossi. Mit seinem pechschwarzen Subaru Impreza WRC 2005 mit der Startnummer 46 ging es der "Doktor" zunächst höchst vorsichtig an - die erste Wertungsprüfung beendete der Italiener als 36. von 42 Teilnehmern. Ganz klar: Rossi wollte vor allem eines nicht: Gleich auf SP 1 abfliegen, wie es 2002 passiert ist...

Dann steigerte sich Rossi, passte sich an die schwierigen, wechselhaften Bedingungen an. Auf der rund drei Kilometer langen Superspecial um den Servicepark im Mystery Creek Center gelang es Rossi am Samstagabend, die siebente Zeit zu fahren und sich so noch vor den Subaru-Werkspiloten Ex-Weltmeister Petter Solberg sowie Chris Atkinson in den Timetable einzutragen. Am Sonntag, auf der letzten Sonderprüfung der Neuseeland-Rallye, als die legendäre, rund 30 Kilometer lange Prüfung "Whaanga Coast" ein zweites Mal befahren wurde, konnte Rossi die neuntschnellste Zeit markieren.

"Es war eine reale Erfahrung bei einer echten WM-Rallye. Ich versuchte, die Straße und das Auto zu verstehen und mich zu verbessern. Das war ein harter Job, aber ich hatte sehr viel Freude dabei", gab Rossi im Anschluss an die Rallye zu Protokoll. "Meine Performance wurde besser - sicher gibt es noch viel Arbeit zu erledigen, um wirklich schnell fahren zu können - aber wir hatten viel Spaß im Auto und ich bin glücklich." Als Co-Pilot fungierte wie schon in Wales der 46-jährige Carlo Cassina, der 1982 seine erste WM-Rallye absolvierte und seither jedoch nur 21 WM-Läufe absolvierte. Dennoch wird Cassina seinen Teil dazu beigetragen haben, dass Rossi die Zielflagge erreichen konnte.

Am Ende fehlten Valentino Rossi zwar rund 20 Minuten auf Sieger Marcus Grönholm - dennoch könnte der Vizemeister der aktuellen Moto GP-Saison nach dem Ende seiner Zweiradkarriere in den Rallyesport wechseln. Rossi ist für jede Serie eine Bereicherung - dass er über ausreichend Potential verfügt, hat Rossi in Neuseeland mehrfach angedeutet.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Neuseeland

- special features -

Weitere Artikel:

Die Austrian Rallye Challenge 2026 wird mit der Premiere der ARC Rallye Triestingtal eröffnet. Am kommenden Wochenende kehren die Rallye-Boliden nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Alle Infos zum bevorstehenden Rallye-Happening.

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Zellhofer

Zellhofer startet Saisonbeginn zum zweiten Mal

Nach der Jännerrallye testet er bei Triestingtal Rallye für Rebenland Rallye - Co-Pilotin ist Anna Maria Seidl, Einsatzfahrzeug wieder der SUZUKI SWIFT ZMX

ARC Rallye Triestingtal: Bericht ZM Racing

Schöner Mannschaftserfolg für ZM-Racing

Man belegte durch Max und Christoph Zellhofer die Plätze Drei und Fünf, Peter Hopf Neunter, Markus Wurz Zehnter u. Klemens Heingartner 17.ter

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Vorschau

Oberösterreichische Siegesträume in der Südsteiermark

Nach dem Auftakt zur TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft im oberösterreichischen Mühlviertel stehen die besten Piloten des Landes im zweiten Teil wieder in Leutschach auf dem Prüfstand.