RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Grönholm & Hirvonen wollen vorsichtig siegen

Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen wollen in Neuseeland möglichst viele Punkte für ihren Brötchengeber Ford erobern und dabei unnötige Fehler vermeiden.

Seine marginalen Titelchancen hat Marcus Grönholm in Australien verspielt, der Vizemeister ist ihm jedoch nicht mehr zu nehmen. So kann sich der Finne auf das Wesentliche konzentrieren - er möchte möglichst viele WM-Punkte an Land ziehen, um seinem Arbeitgeber Ford (liegt derzeit 16 Punkte vor Kronos-Citroen) den Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu sichern. Dennoch juckt es den 38-jährigen in den Fingern: "Klarerweise würde ich gerne den Sieg erobern, aber meine Priorität besteht darin, viele Punkte einzufahren - vielleicht lässt sich das ja auch kombinieren."

Aus seinem folgenschweren Fehler in Down Under hat Grönholm offensichtlich gelernt: "Ich muss vorsichtiger fahren als ich das in Australien getan, ich einen Unfall gebaut habe. Ich muss unbedingt dumme Fehler vermeiden." Die Chancen, in Neuseeland das oberste Podesttreppchen zu besteigen, stehen gut für Grönholm: Sébastien Loeb wird sich lediglich die neue Streckenführung zu Gemüte führen - für einen regulären Einsatz steht der neue alte Weltmeister, der noch an seiner Rehabilitation arbeitet, nicht zur Verfügung.

Komplett neuer Schrieb

"Die Rallye ist für alle neu", sagt Grönholm, der in Neuseeland bislang achtmal an den Start ging und dabei drei Siege und zwei zweite Plätze erringen konnte. Das Basislager wanderte von Auckland ins südliche Hamilton. "Ich habe 1998 einige Prüfungen befahren, doch seither hat sich viel verändert - daher werden wir für die gesamte Strecke einen neuen Schrieb anfertigen", kündigt Grönholm an. Und fügt hinzu: "Ich bin mir sicher, dass die neuen Prüfungen genauso gut sein werden wie die alten - die Straßen sind schnell, der Belag ist gut, es ist einfach zu attackieren - die Härteprüfung besteht darin, nicht zu viel zu attackieren."

Hirvonen: "Kann immer wieder siegen!"

Nach seinem Premierensieg in Down Under kehrt Mikko Hirvonen gestärkt in den WRC-Zirkus zurück: "Nach meinem ersten Sieg weiß ich nun, dass ich immer wieder siegen kann - und ich möchte beweisen, dass Australien keine Eintagsfliege war, dass ich gegen Marcus und Sébastien um den Sieg fighten kann. Doch in Neuseeland ist es wichtig, stets daran zu denken, dass wir um den Titel in der Marken-WM kämpfen. Ich darf keine Punkte riskieren, indem ich zu hart pusche."

Hirvonen trat erst zweimal in Neuseeland an, doch die neue Streckenführung spielt ihm in die Hände: "Die Streckenkenntnis spielt diesmal keine Rolle."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Neuseeland

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.